Mittwoch, 27. Mai 2020

Minimalismus

Huhu, Ihr Lieben,

diese Woche mal kein Feiertag, aber dafür schönstes Wetter - das sollten wir auf jeden Fall feiern!

Damit dazu genügend Zeit bleibt, zeig ich Euch heute mal ein paar Sachen, die mit äußerst wenig Zutaten und damit relativ unaufwändig herzustellen sind. Das schmälert ihren Wert in keinster Weise - im Gegenteil, ich finde es großartig, wenn aus wenigen Zutaten etwas Tolles entsteht.

Fangen wir an mit einem recht praktischen Utensil, der Kabelkatze:


Ausgeschnitten aus SnapPap, diesem Lederersatz aus Papier, der netterweise nicht ausfranst und deshalb nicht versäubert werden muss, dann zwei Klettbandpunkte jeweils innen in den Kopf kleben und mit ein paar Stichen, die wie die Schnurrhaare aussehen, fixieren und fertig. Lässt sich in verschiedenen Größen für die verschiedensten Kabel fertigen, natürlich auch in anderen Formen und Farben. 

Weniger praktisch, aber ganz hübsch - eine Laterne oder Blumenampel:

Ein ausgedientes Honigglas, ein Teelicht und eine Kordel, die drumherum geknotet wird, und ich hab eine kleine Gartenlaterne. Könnte man auch mit Paketschnur machen statt mit Luftmaschenketten, davon hatte ich aber nicht mehr genug. Statt eines Teelichts könnte man natürlich auch eine Pflanze reinstellen, ist bestimmt auch schön.

Begeben wir uns vom Bastelschreibtisch in die Küche: Kekse gehen immer!

Hier zwei sehr gesunde Varianten: Einmal Haferflocken mit Apfelmus und gemahlenen Haselnüssen (etwas flacher, rechts im Bild) und einmal Haferflocken mit zermatschter Banane. Das war's - kein Zucker, kein Backpulver, höchstens etwas Zimt. Wir hatten die als Zugabe zum Sonntagsfrühstück.

Dann eines meiner All-time Favorites, wenn es schnell gehen muss: Linsenbolognese

Rote Linsen kochen (geht schnell, die brauchen nur zehn Minuten), zusammen mit einer Dose gestückelten Tomaten in einer Pfanne erhitzen, lecker würzen, und ab damit über Spaghetti. Man kann das noch pimpen mit frischem Knoblauch, Zwiebeln und Möhren und allem, was in eine original Bolognese reinkommt, aber dann ist es nicht mehr in zehn Minuten fertig und passt auch nicht mehr in meine Minimal-Zutaten-Kategorie :-) In dieser schlichten Variante ohne Käse ist es sogar vegan, aber ganz ehrlich: mit ein bisschen Parmesan schmeckt es mir einfach besser!

Ja, und man mag es kaum glauben, aber es gibt so richtig fiese Leckerchen, die in der Basisversion mit drei Zutaten auskommen: Trüffel!

Die hier hab ich kürzlich für meinen Papa zum Geburtstag gemacht und natürlich ein paar für die Mamas zum Muttertag abgezweigt :-) Die Grundlage ist denkbar einfach: Kuvertüre schmelzen, Sahne dazu und erkalten lassen. Zu Kugeln rollen, in Kakao wälzen und genießen! 

Für den besonderen Anlass hab ich sie ein bisschen abgewandelt, und zwar so:
a) Weiße Schokolade, Sahne und geriebene Tonkabohne in Puderzucker
b) Herbe Schokolade und Rum in Kakao
c) Vollmilchschoki mit Spekulatius-Aufstrich statt Sahne in Zimtzucker

Papa hatte sich nämlich eigentlich die Spekulatius-Pralinen von Weihnachten nochmal gewünscht, aber versucht mal, im Mai Weihnachtsplätzchen zu kaufen... Ich hatte allerdings noch ein Glas von diesem Aufstrich (also quasi Nutella mit Weihnachtsgeschmack), und das hat ganz gut funktioniert.

KISS - Keep it simple stupid!






Montag, 18. Mai 2020

Schönschrift

Huhu Ihr Lieben,

damals (als die Dinosaurier die Erde bevölkerten und ich zur Schule ging) haben wir noch Schreibschrift gelernt, und ich übte meine ersten Bögen und Schwünge auf einer Schiefertafel (die garantiert aus Plastik war und nicht aus Schiefer). Und der Lehrkörper hat dann die Schönschrift beurteilt. Es sollte eben nicht so aussehen, als wäre ein Huhn über das Heft gelaufen oder als hätte der Hausarzt ein Rezept ausgestellt, das nur die MTA entziffern kann.

Irgendwann entwickelte sich dann eine mehr oder weniger schöne, mehr oder weniger lesbare  Handschrift; bis zum Abitur habe ich alle Aufzeichnungen, Notizen, Mitschriften und Klausuren von Hand geschrieben. Mit 18 bekam ich eine elektronische Schreibmaschine und lernte das Maschineschreiben mit zehn Fingern als Weiterentwicklung zum Adlersuchsystem - Einkreisen und Zustechen. Nach fast 30 Jahren Tätigkeit als Sekretärin schreibe ich mittlerweile nur noch wenig von Hand (meist Telefonnotizen und Einkaufszettel), denn es geht schneller auf der Tastatur und weniger ermüdend für die Hände ist es auch.

Aber ich hatte immer schon Spaß an Schönschrift - ich erinnere mich sogar dunkel, dass ich mal einen Kalligraphie-Wochenendkurs an der VHS gemacht habe. Mittlerweile gibt es einen neuen Trend, und der muss natürlich einen schönen Namen haben - Kalligraphie heißt jetzt Handlettering und bedeutet eigentlich nix anderes. Außer dass man jetzt vielleicht mehrere Schriftarten miteinander kombiniert und um eine Design-Komponente erweitern kann. Eine Unterart dieses Handlettering nennt sich Fauxligraphy und die Sprachaffinen unter Euch können sich vielleicht denken, wo das herkommt. In der Kalligraphie arbeitet man normalerweise mit einer Schreibfeder, und je nachdem, ob diese eine Auf- oder eine Abwärtsbewegung macht, ist der Strich schmaler oder dicker. Benutzt man statt einer altertümlichen Schreibfeder einen modernen Filzschreiber mit einer dünnen Spitze, hat man diesen Effekt nicht, aber man kann ihn vortäuschen, indem man jeden Abwärts-Strich verstärkt und verbreitert. Falsch heißt im Französischen (und auch im Englischen) faux, und so ist der Filzschreiber quasi eine falsche Feder - daher die nette Wortneuschöpfung.

Bevor Euch aber mein Oberlehrer-Vortrag zum Einschlafen bringt, zeige ich Euch mal, was ich in der letzten Zeit so ausprobiert hab. Zunächst habe ich auf verschiedenen Papiervarianten Hintergründe geschaffen, indem ich auf eine angefeuchtete Acrylscheibe (man könnte auch eine Plastiktüte nehmen bzw. irgendwas, das kein Wasser aufsaugt) Wasserfarben aufgetragen, dann das Papier aufgelegt und schließlich wieder abgenommen. Sozusagen ein umgekehrtes Stempelverfahren. Nach dem Trocknen hab ich mich dann an einzelnen Worten und netten Sprüchen versucht. Ich habe - zugegebenermaßen - zuerst Vorlagen 1:1 abgemalt, und ein eigener Stil wird sich erst mit der Zeit entwickeln, schätze ich. Epic Fails sind bisher keine dabei rumgekommen, aber ich gestehe, dass mir die letzten Sachen besser gefallen als die allerersten. 

Here we go - als allererstes kleine Kritzeleien zum Aufwärmen - wie man unschwer erkennen kann, kamen die an Muttertag zum Einsatz:


Dann kurze Statements für den vorsichtigen Einstieg:




Hier hab ich noch ein bisschen drumherum gekritzelt (Doodles auf Neudeutsch):


Ach ja, und damit hier kein falscher Eindruck entsteht, ich hab wahrlich nichts gegen Englisch (ich liebe diese Sprache) - ich betrachte die Entwicklung nur manchmal mit einem Augenzwinkern :-)

Hier zwei Kalligraphien mit etwas mehr Text - ich arbeite mich langsam vor...


Das obere sieht noch sehr bemüht aus, 
aber das untere hat schon eine gewisse Leichtigkeit, finde ich...

Manchmal lenkt auch ein lustiger Text von stilistischen Unzulänglichkeiten ab :-)



Und jetzt kommen wir zu meinen vier Lieblingen - teilweise ganz simpel, aber mit Sprachwitz, teilweise sehr verschnörkelt und manchmal eine Kombination aus verschiedenen Schriften und Formen, aber seht selbst:





Mit einem hübschen Rahmen könnte ich mir das eine oder andere Bild ganz gut vorstellen.

In diesem Sinne - bleibt gesund und kreativ!









Dienstag, 12. Mai 2020

Blechhochzeit

Huhu, Ihr Lieben,

auf den Tag genau 10 Jahre ist es her, dass der sächsische Wetterhamster und ich uns zum ersten Mal live und in Farbe getroffen haben, und exakt 2 Jahre später, also am 12. Mai 2012 haben wir geheiratet. Hab ich mal mit 30 gedacht, mein Leben verliefe von da ab recht vorhersehbar, musste ich mich doch eines Besseren belehren lassen - es ist sehr lustig und wird definitiv nie langweilig!

Aber ich schweife ab, denn ich wollte hier nicht über unsere Beziehung posten, sondern stattdessen ein bisschen was von den Vorbereitungen erzählen und den DIYs, die ich im Vorfeld gebastelt habe.

Am Anfang war natürlich die Frage aller Fragen, die ich anlässlich der Hochzeit einer Freundin in Essen gestellt bekam und die ich selbstverständlich mit "Ja" beantwortet habe! Danach haben wir recht schnell das Datum festgelegt und uns auf die Suche nach einem geeigneten Standesamt mit einem schönen Ort zum Feiern gemacht. Da wir beide nicht kirchlich heiraten wollten, sollte es also ein Standesamt sein, das samstags traut und stilistisch von einem siebziger Jahre Verwaltungsbau so weit weg war wie möglich. Das fand sich dann auch, die ganzen administrativen Vorbereitungen waren auch rasch getroffen, und dann kam es für mich zu den ganzen schönen Sachen, die (zumindest für mich) zur Hochzeitsplanung dazugehören - Kleid- und Outfit-Suche, Zusammenstellung der Deko und Blumen, Erstellung der kompletten Papeterie, kleine Gastgeschenke und so weiter und so fort - alles kann ich gar nicht auflisten, das interessiert nur jemand, der gerade selbst eine Hochzeit plant, schätze ich. (Falls jemand Bedarf hat, stehe ich gern en détail Rede und Auskunft!)

Aber fangen wir mal an mit meinem Outfit - eigentlich wollte ich ein schwarzes Brautkleid und beim Suchen meiner Trauzeugin nur beweisen, dass mir die Farbe eines bestimmten Kleides überhaupt nicht steht, und plötzlich hab ich vor dem Spiegel Pipi den Augen! Damit war es entschieden, und so kam ich wider Erwarten zu einem apricotfarbenen Brautkleid. Schuhe hab ich in der Farbe keine gefunden, aber cremefarbene passten meiner Meinung nach ganz gut dazu, und ich hab sie mit apricotfarbenen Satinbändern statt Schnürsenkeln gepimpt. Die ursprünglich breiten Träger am Kleid habe ich abgetrennt und dafür ebenfalls die Satinbänder verwendet. Aus dem Trägerstoff habe ich mit Hilfe von ein bisschen Nähgarn, einer Kerze und Süßwasserperlen eine Blüte gemacht (war mir nicht sicher, ob ich sie mir ins Haar stecken wollte, aber sie ist dann am Bolero gelandet). 




Das war dann das nächste Projekt: Nach einiger Suche habe ich tatsächlich Garn gefunden, das exakt zum Kleiderstoff passte und außerdem einen leichten Glanz hatte - ideal für mein Strickprojekt. OK, ich höre Euch schon zweifeln - eine schnöde Strickjacke zu einem Brautkleid??? Aber mir hat sie echt gut gefallen, und so wirklich typisch war sie dann auch nicht.


Beim Friseur war ich auch zum Probefrisieren und Testschminken. Die Frisur erinnerte im Nachhinein ein bisschen an das Alien, aber ich bin nun mal nicht der Typ für zarte Löckchen oder eine Flechtfrisur. Und so hatte ich auch keinen Schleier oder Blumenkranz im Haar, sondern nur zwei Haarnadeln, die ich mit Süßwasserperlen verziert hatte.



Outfit - check; nächster Punkt: Papeterie

Ich hab mich seinerzeit viel in einem Hochzeitsforum getummelt, und das erste, was die Umgebung von einer Hochzeit mitbekommt, ist eine Save-the-Date-Benachrichtigung und danach die Einladung. Demzufolge habe ich noch vor der Brautkleid- und Outfit-Orgie eine Farbe und ein Motiv ausgesucht, die sich durch die ganze Papeterie und Deko ziehen sollten (dunkelgrün und eine Calla-Lilie, meine Lieblingsblume, und die einheitliche Schriftart Papyrus), und so hab ich gebastelt:

  • Save the Date-Karte mit Knoten im Taschentuch
    (hatte ich in einem vorherigen Post schon mal erklärt)
  • Einladungskarte (sogar mit farblich passender Briefmarke)



  • Menükarten (dazu hab ich beidseitig benutzbare Bilderrahmen zum Aufstellen verwendet, die gleichzeitig als Tischnummer fungierten, verziert habe ich sie mit Silberdraht, grünen Rocaille-Perlen und grünem Satinband) - der Druck war hinterher natürlich farbig.

  • Sitzplan (diese Farbgestaltung hatte auch die Menükarte)

  • Tischkärtchen/Namensschilder, habe ich dann aber verworfen
  • Hochzeitsmalbücher für die kleinen Gäste

  • Aufkleber für die Wasserflaschen (den Sektempfang gab es im Hotel, nicht am Standesamt, deshalb wollte ich die Durstigen dort wenigstens mit Wasser versorgt wissen). Man beachte das Detail: Ich habe extra Wasser gesucht mit einer grünen Verschlusskappe :-)

  • Freudentränentaschentücher (ja, sowas gibt's)

  • Danksagungen


Outfit - check; Papeterie - check; nächster Punkt: Deko und Blumen

Calla waren schonmal gesetzt, zumindest für den Brautstrauß und eigentlich auch für die Boutonniere für den Hamster. Da sich der jedoch gegen ein Jackett entschieden hatte, musste das Knopfloch-Sträußchen an den roten Hosenträgern befestigt werden, und so hat die Floristin auf eine farblich passende Freilandrose umgeschwenkt (die allerdings auch nur die Zeremonie, nicht aber die Feier überstanden hat...) An beidem habe ich nichts selbst gemacht; es gibt Sachen, die man Profis überlassen sollte (genauso wie Frisur und Make-up). 



Aber bei der Tischdeko hab ich dann schon Hand angelegt. Auf jedem Tisch gab es einen silbernen Kerzenleuchter (hab ich einer Arbeitskollegin nach deren Hochzeit abgekauft und anschließend weiterverkauft - was will ich mit zehn Kerzenleuchtern???), am Fuß der Leuchter hab ich jeweils grüne Glasnuggets verteilt und rundherum noch transparente Teelichtgläser, darin Wasser, grünes Glasgranulat und weiße Nelken. Auf dem Kindertisch gab es keinen Kerzenleuchter, dafür aber ein großes Glas mit grün-weißen Weingummi-Fröschen und statt Namensschildern gab es je ein personalisiertes Malbuch und Buntstifte. Meine Schwester hat dann noch Einwegkameras hochzeitlich gestaltet und auf den Tischen verteilt - da kamen einige sehr witzige Schnappschüsse zustande!


Die Freudentränentaschentücher hat mein Patenkind vor der Trauzeremonie verteilt, und seine kleine Schwester hat uns hinterher mit großem Enthusiasmus mit Rosenblättern aus Stoff beworfen - (und wieder eingesammelt, weil sie sie behalten wollte :-) Für beides hatte ich weiße Körbchen besorgt, grüne Henkel drangebaut und sie mit Bändern, Silberdraht und Perlen verziert. 


Und weil es neuerdings zum guten Ton gehört, hab ich auch noch kleine Gastgeschenkchen gebastelt (wie früher im Kindergarten, wenn man Geburtstag hatte und für alle anderen Kinder so kleine Tütchen mitbrachte). Kleine Schokoladentäfelchen (auch Naps genannt - das kommt in diesem Fall von Napoletaner, nicht  von Non adaptable Player) hab ich erst nackig gemacht bis auf das Silberpapier, dann eine neue selbst gestaltete und gedruckte Verpackung wieder drumgefummelt, immer drei Täfelchen in verschiedenen Farbabstufungen in ein dunkelgrünes Organzasäckchen sortiert und zum Schluss die Schleife mit einer Mini-Calla verziert.


Outfit - check; Papeterie - check; Blumen und Deko - check; Feier - definitiv check!

Was soll ich sonst noch sagen? Gäbe so viele Anekdoten zu erzählen von unseren Ringen, von Fotos, auf denen alle Personen Alex heißen, vom alten und neuen Schloss in Neckarbischofsheim, von der Feier, von unserem Hochzeitspogo, aber auch das würde den Rahmen sprengen. Nur so viel: Es war und ist immer noch ein unvergessliches Fest!!!



In diesem Sinne: habt Euch lieb!




Montag, 4. Mai 2020

Theo, mach mir ein Bananenbrot!

Huhu, Ihr Lieben!

Es gibt ja Menschen, die behaupten, Zufälle gebe es nicht, aber manchmal ist es schon verblüffend... Ich hab vor kurzem einen YouTube-Beitrag von Kupferfuchs angeschaut, in dem sie ihre drei liebsten Bananenbrot-Varianten gezeigt hat. Der Wetterhamster bekam das mit und war sofort Feuer und Flamme, er kannte Banana Bread noch aus seiner Zeit in den USA und mochte das Zwischending zwischen Brot und Kuchen sehr. Ich hatte also gerade letzten Montag Bananen zu diesem Behufe eingekauft, als mir mein Schwesterherz per WhatsApp ein Rezept schickte, das ja sooooo lecker sei. Was war's? Na klar, Bananenbrot! 

Ich hatte allerdings selbst schon eins rausgesucht, musste aber feststellen, dass ich für zwei Exemplare eigentlich ein bis zwei Bananen mehr gebraucht hätte. In Ilkas Rezept kam aber Apfelmus rein, und ich weiß, dass man Apfelmus ganz gut zur Bindung verwenden kann (z. B. um ein Ei im Teig zu ersetzen), und so habe ich die fehlende Bananenmenge einfach mit Apfelmus aufgefüllt. Mit einem Hauch von Zimt ist es echt sehr lecker geworden, und es war wie immer - eigentlich wollte ich das Brot auf Freitag bis Sonntag jeweils zum Kaffee aufteilen, und Samstags war es schon ratzeputz weg! Gut, dass ich das zweite gleich eingefroren habe...


Und dann haben wir neuerdings Pancakes für uns entdeckt. Ich bin früher vor solchen Pfannengeschichten wie Reibekuchen, Pfannkuchen und Crêpes zurückgeschreckt, aber ich habe jetzt endlich die richtige Kombination ausgetüftelt zwischen Hitze und Pfanne, sodass das einwandfrei funktioniert.

Der Teig ist supersimpel: 200 g Mehl, 1 Tütchen Vanillinzucker, 1 Teelöffel Backpulver, 1 Prise Salz und 250 ml Milch jedweder Art (wir bevorzugen wegen des Geschmacks einen Kokosdrink). Das war's auch schon, kein weiterer Zucker, kein Ei, kein Fett. Aus der Menge Teig bekomme ich 12 etwa handtellergroße Pancakes, die für uns beide locker ausreichen zum Frühstück. Und es gibt noch einen guten Trick: Wenn der Teig in der Pfanne anfängt, Blasen zu zeigen, ist der optimale Zeitpunkt, die Dinger zu wenden.


Dazu gibt es in den Staaten natürlich Ahornsirup oder Blaubeeren, hatte ich beides gerade nicht da. Also hab ich kurzerhand Karamellsirup gekocht, und der Hamster ist schwer begeistert - ich sehe mich schon jedes Wochenende Pancakes backen :-)

Karamellsirup ist übrigens auch überhaupt nicht schwer, und die Zutaten hat bestimmt jeder Zuhause, nämlich 200 g Zucker und 125 ml Wasser. Zuerst wird der Zucker in einem Topf unter ständigem Rühren zum Schmelzen gebracht (ich hatte meine Herdplatte auf Stufe 5 von 9), und es braucht etwas Zeit, bis der Zucker sich löst. Dann wird er aber zügig flüssig und honiggelb. An dem Punkt gibt man das Wasser dazu, es spritzt und zischt und ballt sich zu einem Klumpen zusammen. Achtung, Zucker wird sehr heiß! Aber keine Angst, einfach kräftig weiter rühren und köcheln lassen, bis sich dieser Brocken wieder auflöst. Der Sirup hat dann einen dunklen Honigton, so etwa wie bei Waldhonig oder eben Ahornsirup. Abfüllen und fertig! 

Noch ein kleiner Hinweis: Der Sirup bleibt relativ flüssig, das ist bei den Pancakes so lala, aber hervorragend, wenn man ihn z. B. in den Kaffee gießen will.


Guten Start in die Woche, Ihr Süßen!