Donnerstag, 30. September 2021

Der Herbst ist da!

Hallo, Ihr Lieben!

Mittlerweile ist Else wieder bei uns - wir haben sie einäschern lassen, und jetzt steht ihre Urne, passenderweise ein mattrotes, großes Herz bei mir im Arbeitszimmer. Da war sie zu Lebzeiten auch immer, und so fühlt es sich gut an. 


Heute Mittag war es beim Spazieren gehen mit Heinrich ziemlich windig, aber trotzdem sonnig, und das war genauso, wie man sich den Herbst bilderbuchmäßig vorstellt. Und um in dem Thema zu bleiben, gibt es einen herbstlichen Gruß aus der Küche und ein bisschen Deko.

Fangen wir an mit einem Streuselkuchen. Der ist eigentlich unspektakulär, aber ich habe ihn gebacken, weil ich vom letzten Jahr aus unserem Ex-Garten noch Traubengelee übrig habe, das ich verarbeiten wollte (naja, jetzt hab ich immer noch drei große Gläser, aber immerhin). Außerdem konnte ich den Teig sowohl für den Boden als auch für die Streusel verwenden, seeeehr praktisch. Und so habe ich ein ganzes Blech gebacken, und unsere Nachbarn bekamen was ab. Also eine Win-Win-Win-Situation :-)


Und weil es im Herbst durchaus schon mal usselig (Rheinländer kennen das Wort, für alle anderen: so was wie ungemütlich, kalt, nass, windig in Kombination) werden kann, braucht man was Gehaltvolles, Wärmendes zum Essen. Eintöpfe beispielsweise sind großartig bei solchem Schmuddelwetter, und davon haben wir die hier in der letzten Zeit genossen:


Kichererbsen mit griechischen Kirithraki-Nudeln - ok ich hätte für Instagram besser mal den Rand ein bisschen saubergewischt, aber das ist Real Life, deal with it :-) Ach, und der Eintopf ist übrigens vegan. Der nächste auch, und der war auch megalecker: Süßkartoffelcurry mit Knoblauch und Ingwer und Kokosmilch, der ganze Klumpatsch halt, der in ein Curry gehört:


Sieht das nicht einfach herrlich herbstlich aus, schon allein von den Farben? Doch! Und kleiner Tipp: Wenn man statt der Kokosmilch in Dosen den Kokosdrink aus dem Tetrapak nimmt, schmeckt das genauso gut, hat aber wesentlich weniger Kalorien. 

Und mittlerweile dürftet Ihr wissen, dass ich ein großer Fan bin von einfachen Gerichten, die entweder wenige Zutaten oder wenige Behältnisse benötigen. Hier ein nicht-vegetarisches Beispiel für ein sauleckeres Ofengericht: Möhren, Zwiebeln und Kartoffeln zusammen mit den Hähnchenschenkeln in eine große Schüssel geben, Öl, Gewürze (vor allem Rosmarin und Thymian) dazu geben, Deckel drauf und gut durchschütteln, damit alles gut mit Öl und den Gewürzen überzogen ist. Man kann in Ermangelung einer Deckelschüssel natürlich auch einen großen Gefrierbeutel nehmen und den gut verschließen. Das funktioniert genauso, macht aber ein bisschen Müll. Das kommt dann für 40 Minuten in den Ofen, und man kann in der Zeit einfach noch ein bisschen die Füße hochlegen, das Make-up auffrischen oder den Weltfrieden herzaubern, je nachdem.


Und wie schon im letzten Jahr, gehört natürlich auch Kürbis in allen Variationen zum Herbst dazu. Hier hab ich Butternut kleingehäckselt und wie Reibekuchen zubereitet. Dazu passt ein Joghurt-Dip oder auch ein Rohkostsalat aus Äpfeln und Möhren mit ein paar Walnüssen für den Extra-Crunch.


Und wo wir schon mal bei Butternut sind, kann man das Ganze auch auf die Spitze treiben und nicht nur den Kürbis als Zutat verwenden, sondern sogar das fertige Essen in Kürbisform präsentieren. So geschehen bei meiner letzten Backaktion. Et voilá: Kürbisbrötchen!





Auch hier ein kleiner Tipp: Am besten helles Baumwollgarn verwenden statt dunkles :-))) 

Die Brötchen sind übrigens ganz fluffig und aufgrund von ein bisschen Zimt, Kurkuma und Lebkuchengewürz eher süßlich. Lauwarm mit etwas Butter waren sie jedenfalls großartig!

Bei dieser Backaktion habe ich außer den Brötchen auch ein Brot getestet, das angeblich keinerlei Gehzeit benötigt. Das war dennoch ein ganz normaler Hefeteig, und ins Rezept sollten 150 g Körner - ich hab 150 g Sonnenblumenkerne genommen. Also es sieht ganz gut aus, aber wenn ich ehrlich bin, hätte es mit etwas Ruhe bestimmt mehr Volumen erreicht.


Momentan ist es eingefroren fürs Wochenendfrühstück, und ich werde berichten, ob sich der Nachbau lohnt.

Und dann hab ich zu guter Letzt noch ein Topfbrot gebacken, für mich ebenfalls ein Novum. Mit einem Teig aus Dinkelmehl und Joghurt, und ich finde, das ist mir mal so richtig gut gelungen:





Das wars aus der Küche, und hier jetzt noch ein bisschen Herbstdeko, wofür ich im Wesentlichen den Park und unseren Kastanienbaum hier vorm Haus geplündert habe:





In diesem Sinne genießt den Herbst und lasst es Euch gutgehen!

Donnerstag, 16. September 2021

Life-Update

Hallo Ihr Lieben,

lange nichts von mir hören lassen - schuldig im Sinne der Anklage. Aber manchmal funkt einem das Leben einfach dazwischen. Erst musste meine Mama völlig überraschend ins Krankenhaus. Keine simple Geschichte, sondern ein Herzinfarkt, also was Ernstes. Sie ist genauestens untersucht worden, es wurde ein Stent eingesetzt, und in einem Vierteljahr wird sie wohl einen oder mehrere Bypässe erhalten müssen. Ihr könnt Euch vorstellen, dass mich das ziemlich beschäftigt.

Tja, und dann passierte, worauf wir uns schon seit einiger Zeit eingestellt hatten, was uns aber trotzdem wie ein Tsunami überrollte. Wir sind sehr traurig, denn unser geliebtes Elsemädchen hat am 8. September, also einen Monat vor ihrem 13. Geburtstag, ihre letzte Reise angetreten. Unsere Hunde sind für uns Familienmitglieder, und obwohl ihr Verlust absehbar gewesen ist, ist er dennoch nicht einfach zu verkraften. 

Sie ist gestorben, wie wir es uns für sie gewünscht haben: Friedlich, zu Hause und in unseren Armen, einfach so. Zuerst ist sie zu uns gekommen, um noch ein bisschen zu kuscheln, und dann ist sie an ihren Lieblingsplatz in meinem Büro gewandert. Sie hat sich hingelegt, wir haben sie gestreichelt, irgendwann machte sie einen tiefen Seufzer, und ihr Herz hörte auf zu schlagen. 


Wir wussten, dass es passieren würde, sie war schließlich so alt wie die Queen, und aufgrund ihrer verschiedenen gesundheitlichen Baustellen eher früher als später, und wir wissen auch, dass sie jetzt keine Schmerzen mehr hat, aber weh tut es trotzdem. Es ist auf einmal so still - keine schlurfenden Schritte mehr, die von einem Liegeplatz zum nächsten schlappen, kein aufgeregtes Hecheln mehr, wenn Besuch kommt, und kein geräuschvolles Wasserschlabbern im Dreivierteltakt, kein zufriedenes Grunzen beim Bäuchlein kraulen, keine schwänzchenwedelnde Freude mehr, wenn ich morgens runterkomme oder das Geschirr und die Leine von der Garderobe nehme, keine Schnüffelnase, die meine Einkäufe genauestens inspiziert, ob da vielleicht Leckerchen für sie dabei sind, und kein grinsendes Wettrennen um den Tisch, wenn ich Medikamente verabreichen oder Öhrchen putzen will...

Heinrich realisiert wohl auch so langsam, dass seine Gefährtin nicht mehr wiederkommt. Ich glaube, auch er vermisst sie und hat um sie getrauert. Doch allmählich scheint er den Status als "Einzelkind" wieder zu genießen...


Was man aber auch nicht vergessen darf: Sie hatte ein wundervolles Leben bei uns, wir haben sie geliebt und immer dafür gesorgt, dass es ihr gutgeht, und sie wiederum hat unser Leben bereichert, sie hat uns soviel Freude bereitet, und wir hatten eine lange, großartige Zeit, viel Spaß und wundervolle Momente miteinander. All das bleibt im Kopf und im Herzen - für immer.

Glückliche Tage! Weine nicht, dass sie vorüber, 
sondern freue dich, dass sie gewesen.