Montag, 29. Juni 2020

If life gives you lemons...

Hi Zusammen!

Eins, zwei, drei, im Sauseschritt... der jüngste Sprössling unserer Münchner Freunde ist am Freitag schon ein Jahr alt geworden, und auch bei uns steht die Zeit nicht still. Trotzdem oder gerade deswegen habe ich es am Wochenende einigermaßen gemütlich angehen lassen. Freitag hatte ich Großkampftag, denn ich gehe nur noch alle drei Wochen einkaufen, und da kommt natürlich einiges zusammen. An der Kasse stelle ich mir dann immer die Frage, passt alles auf's Band oder nicht? Naja, und bis der ganze Kram dann von Einkaufswagen über rein ins Auto, raus aus'm Auto zuhause verstaut ist, rechnet mir meine Uhr doch die eine oder andere Minute sportliche Betätigung an. Also hab ich danach nichts mehr gemacht außer mit dem Hamster und den Hunden auf der Couch vor mich hin zu oxidieren, aber dafür Samstag mal wieder eine doppelte Portion Burgerbrötchen, einen Zitronenkuchen, einen Schokokuchen und einen Biskuitboden für die kommenden Wochenenden gebacken.

Sonntag wollten wir eigentlich grillen, aber das Wetter hat nicht so recht mitgespielt. Nun gut, die Würstchen waren schon aufgetaut, also mussten sie auch verarbeitet werden. Geplant waren Kartoffeln, gegrillte Zucchini und besagte Würstchen, aber dann hab ich einfach alles kleingeschnippelt und auf ein Backblech verfrachtet, ein bisschen Olivenöl draufgeträufelt (und wirklich nur ein bisschen, nicht Jamie Oliver-like), Salz und Pfeffer und dann noch Rosmarin und Thymian aus dem Garten darüber gestreuselt. Das sah dann so aus:


Nach 30 Minuten bei 200 Grad war alles fertig und superlecker. Geht schnell in der Vorbereitung, während es im Ofen vor sich hinbrutzelt, kann man noch ein bisschen die Füße hochlegen, und hinterher hat man nicht fürchterlich viel an Abwasch - also eine Win-Win-Win-Situation :-) So sieht es übrigens gegart aus:


Ich hab dann noch fix ein paar Kräuter in ein Naturjoghurt gemixt, und das hat ganz wunderbar dazu gepasst.

Übrigens hab ich mich übers Wochenende mal wieder meiner Zitronenverwertung gewidmet. Der Limonadensirup ging zur Neige, und so hab ich am Freitag direkt Nachschub in Form von drei Netzen Zitronen besorgt. Als erstes hab ich die Früchtchen geschält - also nicht ganz, sondern nur die äußerste Hülle:


Darauf kommt jetzt ein Essig aus einem Teil Essigessenz und vier Teilen Wasser, und das lasse ich dann abgedeckt drei bis vier Wochen stehen. Die Zitronenschalen sollten übrigens komplett mit dem Essig bedeckt sein, damit nichts schimmelt - ist mir aber bisher noch nie passiert.


Nachdem die Zitronen ausgiebig im Essig gebadet haben, fische ich die Schalen raus und habe einen hervorragenden Allzweckreiniger. 


Man kann ihn unverdünnt verwenden (wie hier in der Glasflasche), aber normalerweise fülle ich ihn in eine Sprühflasche und gebe ein bisschen Wasser (ungefähr vier Teile Reiniger auf ein Teil Wasser) und einen Spritzer Spülmittel hinzu. Und keine Angst, der Essiggeruch verfliegt sofort, und zurück bleibt ein angenehmer Zitrusduft. Ich habe das sogar schon auf den Teppich gesprüht, quasi als Geruchsneutralisierer.

Die zurückbleibenden Zitronenschalen werfe ich übrigens noch nicht weg, sondern verwende sie als natürliches Potpourri und Raumlufterfrischer (und glaubt mir, bei zwei Hunden kann man so was immer brauchen). 


Danach werden die Zitronen gepresst und der Saft zu Sirup gekocht - wie das geht, hab ich schon mal beschrieben. Hier die gestrige Ausbeute:


Beim Kochen entsteht normalerweise ein Schaum, den ich aber nicht in meinem Sirup haben möchte. Ihr kennt das vielleicht vom Marmelade einkochen - deshalb findet sich bei gekauften Marmeladen häufig ein Schaumverhüter auf der Zutatenliste (und nein, das ist keine Alternative zur Familienplanung...). Zum Wegwerfen zu schade, ich rühre das immer in ein Naturjoghurt, das ist sehr lecker und erinnert ein bisschen an dieses Froop, falls es das noch gibt.


Und weil ich noch einen Pflanztopf und Blumenerde übrig hatte, habe ich auch noch ein paar Zitronenkerne eingepflanzt. Normalerweise verfüge ich eher über einen braunen, statt grünen Daumen, aber nachdem unser Kartoffelexperiment recht vielversprechend verläuft und Sarah mir letztens ein Foto von ihrem Zitronenbäumchen geschickt hat, habe ich es einfach mal probiert.


Und damit hab ich - wie ich finde - die Zitronen vollumfänglich verwertet, denn die ausgepressten Reste landen auf dem Kompost :-)

In diesem Sinne: 

Einfach mal machen, könnte ja gut werden!!!

Mittwoch, 24. Juni 2020

Gesammelte Werke

Hallo Zusammen,

Blogspot (oder Google) wird die Benutzeroberfläche ändern, damit sie auf Mobilgeräten einfacher zu handhaben ist. Ich teste das gerade (allerdings nicht auf einem Mobilgerät, sondern meinem Laptop), und nachdem ich etwas suchen musste, wo ich denn einen neuen Post verfassen kann, geht es jetzt. Allerdings sieht meine bisher verwendete Schriftart merkwürdig aus, deshalb nehme ich eine andere.

Tja, ich schmeiß dann mal einfach alle Leckereien zusammen, die ich in der letzten Zeit mal gemacht habe, und die es bisher nicht in einen Post schafften, weil sie nicht so richtig zum Thema gepasst haben. 

Als erstes fällt mir da der Blaubeerkuchen mit Joghurt ein - nicht so süß und lässt sich hervorragend einfrieren. Das mag ich ja gerne, dann kann ich nämlich im Voraus backen, und wenn mich das Faulfieber packt, muss ich nur auftauen... Und darüber hinaus sind mir (und der Personenwaage) Rühr- oder Trockenkuchen lieber als Sahnetorten.


Als es optisch mal was Ansprechendes sein sollte, hab ich einen Nutellastern gezaubert. Einfach aus  fertigem Blätterteig (oder macht den etwa jemand selber???) Kreise ausschneiden, mit Nutella bestreichen und stapeln. Dann wie Tortenstücke einschneiden, allerdings nicht ganz durch bis zur Mitte, und dann die einzelnen Segmente gegeneinander drehen, festdrücken und backen. Dabei kommt dann so was Hübsches raus:


Das geht auch mit herzhaftem Teig und Pesto, sehr lecker!

Grundsätzlich bin ich nicht abgeneigt, Angenehmes mit Nützlichem zu verbinden, oder sagen wir mal, ich bin nicht böse, wenn etwas sehr lecker ist, aber nicht allzu viele Kalorien hat. Deshalb probiere ich immer mal wieder gern Weight Watchers-Rezepte aus, muss allerdings zugeben, dass da nicht alles hitverdächtig ist; man muss schon ein bisschen suchen. Aber das hier ist mal wieder echt empfehlenswert: Muffins aus - im Wesentlichen - Haferflocken und Apfelstückchen. Dazu kommt noch ein bisschen Vanilleextrakt (mach ich immer selbst aus Wodka und Vanilleschoten), etwas Zimt und Wasser. Serviert werden sie mit ein wenig Puderzucker und definitiv ins Repertoire aufgenommen.


Hab ich eigentlich schon mal meine Weißkrautpizza vorgestellt? Geplant war ein Eintopf mit Hackfleisch und Weißkohl, aber dem Wetterhamster graut vor Eintopf, und er wollte lieber Pizza. Also hab ich einen Pizzateig gemacht, die Tomatensauce weggelassen und stattdessen einen Belag aus Schmand, Hackfleisch und Weißkohl gekocht. Ordentlich Käse drauf und lecker war's!


Das ist eher was Winterliches, und vom Nährwert natürlich nicht ohne... Aber als Ausgleich hier meine Alltime Favorite Lasagne-Variation - vegetarisch mit viel Spinat:


Hatten wir erst heute wieder, weil es relativ schnell geht, echt einfach ist, und man alle Zutaten sehr gut bevorraten kann (also zumindest, wenn man Dosentomaten und Tiefkühl-Spinat verwendet). Die Zubereitung ist wirklich simpel: Den Blattspinat in einer Pfanne auftauen und erhitzen, dann die geschälten, gehackten oder passierten Tomaten dazu und eine Packung fettreduzierten Frischkäse unterrühren. Alles gut würzen (Zwiebeln, Knoblauch und vor allem Muskat) und abwechselnd mit Lasagneplatten in eine Auflaufform schichten. Puristen machen nur noch ein paar Frischkäseflöckchen auf die letzte Schicht Füllung, aber ich finde, so ein bisschen geraspelter Käse hat noch keinem Auflauf geschadet... Da die Füllung schon gegart ist, reichen 20 Minuten im Ofen aus, e basta :-)

Und nochmal was Süßes zum Schluss:

Ein Kirschkuchen! Ganz simpel mit einem (veganen) Biskuitboden - den hatte ich vor einiger Zeit schon gebacken und eingefroren. Ein Glas Kirschen hatte ich auch noch in der Küche, allerdings keinen roten Tortenguss. Also habe ich kurzerhand Vanillepuddingpulver zum Kochen genommen, die Milch durch den Kirschsaft aus dem Glas ersetzt, und das ist recht gut gelungen. Ich kannte das von einem Apfelkuchenrezept, da wird allerdings die Milch für den Pudding durch Cidre oder Weißwein ersetzt - das kann ich auch sehr empfehlen!

Theoretisch könnte ich jetzt - wenn das ganze Futter den Weg alles Irdischen gegangen ist - noch was über selbstgemachten WC-Reiniger schreiben, aber das verwahre ich mal für einen separaten Post :-)

In diesem Sinne einen schönen Wochenteiler und nehmt Euch in Acht vor der zweiten Welle!!!






Montag, 15. Juni 2020

Nichts ist so konstant wie Veränderung


Ja, aber was, wenn nicht???

Huhu, Ihr Lieben!

Ihr wundert Euch bestimmt, warum hier letzte Woche Funkstille herrschte, obwohl ich doch Urlaub hatte. Aber ich hatte mich ein bisschen festgebissen und wollte mich erst nach Vollzug melden :-)

Also, hier mal von vorne: In meinen Vorsätzen für dieses Jahr hatte ich Euch ja schon erzählt, dass ich eine Bluse mit Kelchkragen nähen wollte und den Stoff dafür auch schon zu Hause hatte. Einen Schnitt hatte ich mir auch schon rausgesucht, den ich nur noch hätte kaufen und ausdrucken müssen. Und dann kam Polly - äh, Corona. Genauer gesagt, die Anweisung von zu Hause aus zu arbeiten. An sich kein Problem, aber wir haben daheim keinen Drucker, und selbst wenn ich privates Papier mit in die Firma bringen würde, rechtfertigt so ein privates Nähprojekt nun wirklich nicht, in die Firma zu fahren, sich und andere einem Risiko auszusetzen, nur um ein Schnittmuster auszudrucken. Diese Option fiel also raus, es gäbe natürlich noch die Möglichkeit, ein Papierschnittmuster (für den doppelten Preis) zu kaufen und es sich zuschicken zu lassen. Hmmm, jetzt hatte ich mich endlich entschlossen, das Projekt in Angriff zu nehmen, also wollte ich nicht auf die Post warten.

Daher Planänderung: Kein fertiges Schnittmuster, sondern selbst eins erstellen. Praktischerweise gab es zu dem ursprünglich vorgesehenen Wunsch-Schnittmuster ein Video mit Nähanleitung, da konnte ich mir die einzelnen Schnittteile ganz gut anschauen. Und was ich sonst nie mache, erschien mir bei dieser speziellen Kragenform aber doch angebracht: Ich wollte ein Probe-Exemplar nähen, bevor ich mich an den richtigen Stoff wage. Also hab ich ganz oben aus dem Schrank ein Bettlaken hervorgezerrt, das ich eigentlich als Tischdecke für unseren Malertisch verwende, wenn wir diesen als Buffett-Tisch bei Parties zweckentfremden. Der Stoff hat leider im Laufe der Zeit ein bisschen gelitten, sprich er hat ziemlich hartnäckige Rückstände von Rotwein, Bratensauce und ähnlichen Fleckenzwergen. War mir aber egal, es ging mir ja nur darum, mein Schnittmuster auf Stoff zu übertragen und eventuelle Schnittanpassungen auszuprobieren. 

Dann hab ich mir eine vorhandene, gut passende Bluse geschnappt und deren Schnitt auf Papier übertragen (ich hatte noch größere Bögen Geschenkpapier, die sich hierfür gut geeignet haben). Das Vorder- und die Rückenteile sowie die Ärmel waren ganz easy und konnten quasi ohne große Änderung übernommen werden. Manschetten habe ich frei Hand gezeichnet, und dann habe ich am Halsausschnitt den Kelchkragen skizziert und entsprechende Belege (also eine Art Futter für den Kragen) angefertigt. Das Ganze hab ich dann aus dem Bettlakenstoff zugeschnitten und zusammengenäht, allerdings die Manschetten nur einfach, ohne Vlieseline-Verstärkung von Kragen und Manschetten und ohne die Nähte zu versäubern. Und oh Wunder, ich musste nur ein bisschen was am Kragen anpassen, und dann passte die Bluse schon ganz gut.


Ich konnte mich also an den Originalstoff ranschmeißen, und - ohne mich jetzt selbst loben zu wollen - die Bluse ist echt gut geworden.


Ich wollte sie dann ganz stolz dem Wetterhamster präsentieren und musste zu meinem Leidwesen feststellen: Der blöde Stoff lädt sich statisch auf und klebt wie ein Duschvorhang an meinem Körper! So ein Mist! Ich war echt enttäuscht, weil ich mir von dem Stoff echt viel versprochen hatte. Mir war schon klar, dass das keine Naturfaser war, aber bisher hatte mich mit Kunstfasern eher gute Erfahrungen gemacht. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet.

Welche Optionen blieben mir jetzt? 
  • Ich könnte die Bluse mit einem Futter versehen - nö, dann ginge die Leichtigkeit verloren.
  • Unterhemd drunter tragen - hab ich versucht, hat nicht geholfen.
  • Da ich ein enganliegendes Top nie tragen würde, bliebe als einzige Variante eine gesmokte Bluse - sodass sie zwar anliegt, aber durch den vernähten Elastikfaden trotzdem bequem zu tragen ist. Ja, das ginge, aber wenn ich ehrlich bin, würde ich die auch nur anziehen, wenn ich gleichzeitig 10 kg weniger Bauch mit mir rumtragen würde. Da das in den nächsten zwei, drei Wochen wohl nicht passieren wird, habe ich die Bluse so, wie sie ist, wieder in meine Stoffkiste gestopft und werde das Material wohl als Futterstoff für Taschen und Täschchen benutzen :( 

Und dann war da ja noch das Probeteil...

Nachdem der erste Ärger verraucht war, hab ich mich dann dem Probeblüschen gewidmet und habe alle Nähte ordentlich versäubert und die Manschetten doppelt angenäht. Blieb das Problem mit den Flecken, weshalb ich das gute Stück eine ganze Nacht lang in Fleckensalz und Wasser eingeweicht hab.


Nach dem Trocknen waren die Flecken zwar heller geworden als auf dem ersten Bild, aber sie waren immer noch da, und ich hätte sie wohl rausschneiden müssen, um sie zu entfernen :-) Ich hätte jetzt natürlich hingehen können und die Bluse einfärben - gibt ja jetzt so tolle Trends zum Färben mit Naturmaterialien, z. B. Kurkuma, Schwarztee oder Rote Beete, aber erstens fand ich das Weiß sehr schön, zweitens gehen solche Färbeaktionen auch gerne mal schief und drittens war nicht sicher, ob die Flecken nicht doch in irgendeiner Form sichtbar blieben. Das waren mir dann zu viele Unwägbarkeiten - ich wollte nicht noch eine Planänderung...

Also hab ich gedacht, mach ich halt was über die Flecken, dann sind sie auch nicht mehr sichtbar. Erste Idee: Stickerei, wie ich sie bei dem Baby Bonnet mal gemacht hatte. Hmm… Zweite Idee: Applikationen, aber nicht so fein säuberlich, sondern eher mit so ausgefransten Säumen wie man sie von Alabama Chanin Designs kennt. Ja, hat was!

Erster Versuch mit doppeltem Nähgarn und Spiralstickerei:


Auf der Bluse selbst hab ich dann aber konzentrische Kreise mit mercerisierter Baumwolle gestickt:


Ich bin sehr zufrieden damit! Momentan habe ich tatsächlich nur dort appliziert, wo auch Flecken waren, aber möglicherweise werde ich noch den einen oder anderen Kreis hinzufügen. Die Grenze zwischen schön und zu viel ist aber hauchdünn, und deshalb lasse ich es jetzt erst mal so.

Fazit: Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert. Und wenn er nicht funktioniert, muss er so lange geändert werden, bis er funktioniert :-)

In diesem Sinne - viel Spaß beim Pläne schmieden und umsetzen!!!

Dienstag, 2. Juni 2020

Handlettering, zweiter Versuch

Huhu Ihr Lieben,

das Wetter ist herrlich, ich hab Urlaub, und wir harren mal der Dinge, die da kommen sollen... Ich melde mich heute mit wenig Text, aber mit vielen Bildchen, ist doch auch ganz schön :-) Und zwar habe ich mich weiter an lustigen Handletterings versucht. Mal ist es ganz schön, und meistens sieht man, dass ich noch viel lernen muss, aber witzig ist es allemal - hoffe ich jedenfalls. Und falls jemand tatsächlich eine Lese-Rechtschreibschwäche hat, meine ich es nicht persönlich!!!












Bleibt gesund und mir gewogen!