Dienstag, 25. August 2020

Sweets for my Sweet...

Huhu, Ihr Lieben!

Ich hatte es ja schon mal Anfang des Jahres erwähnt, dass ich im August noch einen runden Geburtstag zu beschenken habe. Der liebe Wolfi (best Schwiegervater ever) musste COVID-bedingt seine Feier leider absagen, sodass wir ihm ein Paket gepackt haben, um den Tag wenigstens ein bisschen zu versüßen. 

Und süß ist ein gutes Stichwort... Ich hatte ja geschenketechnisch an sowas wie Strickjacke/Kapuzenpulli gedacht, aber er hatte sich Pralinchen gewünscht. Nun gut, die soll er bekommen! Wettermäßig war es die letzten Wochen ja sehr sommerlich, und so habe ich als Basis für die Trüffel weiße Schokolade genommen und zwei Sorten gemacht: Zitrone und Bittermandel. Die Zitronentrüffel wurden in Puderzucker gewälzt und die Bittermandeltrüffel in Krokant. So sah dann der Kühlschrank aus:


Ich hab sie dann natürlich schön verpackt, wie immer in meiner bewährten und beliebten Tetrapack-Hülle:


Ein kleines Vögelchen hatte mir dann noch gezwitschert, dass ein paar ausgefallene Masken doch auch noch ganz toll wären... Hm.. Ich hab so hin und her überlegt, und dann fiel mir ein, dass ich vor Jahren mal Champagnergläser gesammelt habe, zu denen jeweils eine passende Serviette gehörte. Die hab ich nie benutzt (also weder die Gläser, weil nicht spülmaschinenfest, noch die Servietten), und darüber hinaus hatten sie schöne Muster in Gold und Silber und machten deshalb - wie ich fand - richtig was her.


Und die sind dann dabei rausgekommen:


Alles zusammen ging dann in eine Styroporverpackung mit speziellen recycelbaren Eispackungen, die die Pralinchen möglichst kühl halten sollten, was auch einigermaßen gelungen ist. Das Geburtstagskind hat sich jedenfalls gefreut, und ich mich dementsprechend auch!

Und dann muss ich nochmal auf die Weintrauben aus unserem Garten zurückkommen... Ich hatte ja in einem ersten Wurf so gut fünf, sechs Traubenbüschel geerntet und tapfer in mich reingemampft, und dann wurden noch mehr erntereif - da war die Obstschale schon richtig gut gefüllt:


Wir kamen mit dem Futtern gar nicht hinterher, da musste ich nochmal ran, denn die ersten Trauben fielen vom Rebstock, und dabei kamen sage und schreibe fünf (!) Kilo Trauben zusammen! Die konnten wir beim besten Willen nicht alle essen, und so habe ich aus besagten fünf Kilo gut zwanzig Gläser Traubengelee gekocht! 

Hier beim Waschen und Verlesen:


Hier die ganzen Zutaten:


Und das ein Teil der Ausbeute... Sehr lecker, vor allem auf Bananenbrot!


Damit war es aber nicht genug, denn da waren ja noch die Trauben aus der Obstschale. Die mussten auch noch weg, also habe ich noch zwei Kuchen gebacken - kernlose Trauben hätten sich sicherlich besser geeignet, aber so sind extra Ballaststoffe drin :-)



Knuspernde Grüße - gehabt Euch wohl!

Mittwoch, 19. August 2020

Die süßesten Früchte...

mampfen nicht die großen Tiere, sondern wir selbst!

Hallo zusammen,

also entweder hab ich mich in der Farbe meines Daumens geirrt, oder wir haben einfach Glück! Als wir vor drei Jahren in unser Haus eingezogen sind, haben wir ein bisschen Gartenkosmetik betrieben und eine Laube (oder schicker: Lounge) aufstellen lassen. Der Gartenmensch, der das gemacht hat, war möglicherweise stets bemüht, oder aber das erste, nicht wasserdurchlässige Sonnensegel hat bei einem Sturm sehr an den Streben gezerrt. Fakt ist jedenfalls, eine Wasserwaage sollte man möglichst nicht dran halten. Aber schief ist Englisch, und Englisch ist in. (Falls sich jemand noch an diesen Spruch erinnert. Der ist ungefähr genauso alt wie die Referenz in der Überschrift; den Schlager kennt sehr wahrscheinlich auch niemand mehr...) Wir mögen den Platz auf jeden Fall. 



Wir haben das Sonnensegel durch ein wasserdurchlässiges ersetzt, und die Balken stärker befestigt, aber ein bisschen Schlagseite haben sie schon noch. Damit das nicht so auffällt und auch, weil wir es schön finden, haben wir damals drei Weinreben gepflanzt. Ich dachte, die sind nur zur Weinproduktion oder Deko bzw. so sauer, dass man sie nicht einfach so pflücken und essen kann. Weit gefehlt, sie sind süß und superlecker! Anyway, eine der drei Reben ist nicht angewachsen, eine weiße mickert noch so vor sich hin, aber die rote Rebe in der Mitte ist dieses Jahr quasi explodiert. Im letzten Jahr hatte sie sich schon sehr schön und schattenspendend ausgebreitet, und ein paar Trauben haben wir auch futtern können, aber in diesem Jahr könnte ich mich einige Zeit ausschließlich von Weintrauben ernähren. 

Wenn man genauer hinsieht, kann man erkennen, was da die nächsten Tage reif wird und geerntet werden sollte:


Und das hier ist die erste Ernte (minus der Früchte, die es nicht in die Obstschale geschafft haben, sondern direkt in mir gelandet sind...)


Ich bin schwer begeistert! Mal schauen, ob ich eventuell ein paar anderweitig verarbeiten muss (z. B. auf einem Kuchen oder als Gelee oder vielleicht in einer Balsamico-Reduktion), aber am liebsten und am besten sind sie wohl pur.

Damit Ihr seht, dass die Trauben keine Ausnahme sind, die die Regel (meines eher braunen Daumens) bestätigen, hier noch ein Zitronen-Update:


Und wo ich einmal dabei bin... Nachdem mein Lavendel verblüht war, habe ich ihn beschnitten, damit er wieder schön nachwächst. Dabei habe ich gleich ein paar Stecklinge in Wasser gestellt zum Wurzeln ziehen, und die wurden gestern eingepflanzt. Mal sehen, ob daraus auch was wird.


(Schönes Foto, oder?)

Lavendel kann man jedenfalls nie genug haben, und die Hummeln und Bienen lieben ihn auch!


In diesem Sinne: Wenn auch nicht immer alles auf Anhieb klappt, lasst Euch nicht entmutigen und es Euch gutgehen!!!



Donnerstag, 13. August 2020

Feelin' hot hot hot!

Hallo Ihr Lieben,

es ist heiß - logisch, ist ja auch Sommer in unseren Breitengraden. Mit zwei Ventilatoren und einem Pool in Kombination mit Home Office lässt sich das prima aushalten, nur bei den beiden Vierbeinern muss ich momentan aufpassen. Hunde haben zwar ein paar Schweißdrüsen an den Pfoten, machen den Temperaturausgleich aber im Wesentlichen nur über die Zunge durch Hecheln, können also nicht so schwitzen und sich dadurch kühlen wie wir Zweibeiner. Darüber hinaus gehören unsere Beiden zu den brachycephalen (also kurznasigen/kurzköpfigen) Rassen und neigen anatomisch bedingt daher etwas mehr zur Überhitzung. 

Also geht es derzeit - wenn überhaupt - nur ganz früh morgens oder ganz spät abends Gassi, das Futter wird in mehrere kleine Portionen aufgeteilt, mehr Wasserschüsseln als sonst im Haus, die öfter frisch befüllt werden, wir haben eine Kühlmatte zum drauf liegen, und dann gibt es ab und zu ein Frozen Yoghurt für die zwei: Einfach in einen Eiswürfelportionierer in jedes Würfelfach einen Teelöffel voll Naturjoghurt, einfrieren und die beiden naschen lassen. Man kann da sicherlich kreativer werden und pürierte Banane oder Leberwurst einrühren, Apfelmus, gekochtes Gemüse, Schinken oder Käse - aber Else und Hein finden das Naturjoghurt gut, demnach passt das.

Aber wo wir grad von Schwitzen reden... Vor ein paar Jahren hieß es, dass Antitranspirants mit Aluminiumhydroxychlorid gesundheitlich höchst bedenklich wären, und so hab ich seinerzeit den Schwenk gemacht zu Deodorants auf Natronbasis (genauer eigentlich Natriumhydrogencarbonat). Die hab ich von einer kleinen Heidelberger Manufaktur (und mittlerweile gibt es jede Menge guter, lokaler Hersteller), und ich musste feststellen, dass die tatsächlich richtig gut wirkten. OK, der grundsätzliche Unterschied zwischen Antitranspirant und Deodorant muss einem bewusst sein - ein Deo verhindert nicht, dass man schwitzt, aber es kann die Geruchsbildung verhindern, die entsteht, wenn der Schweiß sich irgendwann zersetzt. Antitranspirant-Produkte, die 72 h Wirksamkeit versprechen, erschließen sich mir in dem Zusammenhang nicht, denn innerhalb von dieser Zeit bin ich doch mehr als einmal unter der Dusche gewesen...

Anyway, zwischenzeitlich hat die Wissenschaft herausgefunden, dass ACH doch nicht so gefährlich ist bzw. nicht in dem Maße vom Körper aufgenommen wird, wie befürchtet, sodass ich in Situationen (z. B. beim Tragen einer hellblauen Bluse), in denen ich tatsächlich nicht schwitzen will, wieder auf ein solches Antitranspirant zurückgreifen werde. Nichtsdestotrotz bleibe ich für den Alltag beim natronbasierten Deo, und gestern hab ich mich mal wieder in meine Hexenküche begeben, um mal selbst in die Deoproduktion einzusteigen...


Und zwar habe ich mich an zwei verschiedene Deo-Varianten gewagt - eins zum Sprühen und eins in Cremeform. Wie immer komme ich mit recht wenigen Zutaten aus, die darüber hinaus so unexotisch sind, dass man sie in fast jedem Supermarkt bekommen sollte. 

Das feste Deo ist ratzfatz fertig; einfach drei Teelöffel Kokosöl (in meinem Fall eines, das mit Zitronengras versetzt ist und daher herrlich duftet - falls man normales Kokosöl verwendet, kann man noch ein paar Tropfen eines ätherischen Öls zugeben) mit zwei Teelöffeln Speisestärke und zwei Teelöffeln Natron mischen, abfüllen - fertig! Ich hab das anschließend zum fest werden in den Kühlschrank gestellt, und jetzt ist es ziemlich hart. Wenn ich es benutze, sollte sich das aber geben, denn mein Badschrank ist ungekühlt :-) Zugegeben hat es eine etwas körnige Konsistenz durch das Natron, aber das hat meine gekaufte Deocreme auch (wenn auch etwas weniger). 

Das flüssige Deo ist auch relativ unkompliziert: 80 ml Wasser auf 50 Grad erhitzen (nicht darüber) und einen Teelöffel Natron dazugeben. Dazu kommen noch der Saft und die abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone, und dann soll das Ganze etwa eine Stunde ziehen. Danach abseihen und abfüllen, et voilà. Das Sprühdeo hab ich gestern zum Sport getestet - yay, funktioniert! Ich glaube, bei gekauften Sprühdeos ist meist Alkohol im Spiel, damit das beim Aufsprühen schnell trocknet. Meinem Deo muss ich 'ne Minute länger geben zum Trocknen, weil da nur Wasser im Spiel ist. Aber ansonsten bin ich super zufrieden damit.


Eines der Sprühdeos habe ich jetzt im Gebrauch, und die restlichen Deos sind im Kühlschrank. Wir werden sehen, wie lange sie haltbar sind, aber ich bin da optimistisch.

Behaltet einen kühlen Kopf und gehabt Euch wohl!





Freitag, 7. August 2020

Die voluminöse Expansion diverser subterraner Agrarprodukte steht in reziproker Relation zur intellektuellen Kapazität ihrer Produzenten

Hallo Ihr Lieben,


sehr sonnige Grüße aus dem Ruhrgebiet und jetzt schon ein wunderschönes Wochenende! Bei uns gibt's heute zu Gegrilltem wohl Ofenkartoffeln, und ich zeig' Euch auch, warum. 


Es gibt einen neuen Trend zur Selbstversorgung. Während die Generationen vor uns froh waren, dass sie Lebensmittel ganz bequem im nächsten Supermarkt einkaufen konnten (und es sicherlich auch ein Zeichen von Wohlstand war, sein Gemüse eben nicht selbst anbauen zu müssen), kann ich hier durchaus einen Wandel erkennen, und zwar aus den verschiedensten Gründen. Sei es, weil man unabhängig sein will, oder weil man konventioneller Landwirtschaft nicht mehr vertraut, weil man dem Nachwuchs live und in Farbe zeigen will, dass Kirschen nicht im Glas wachsen, oder einfach, weil es Spaß macht, mit den Händen in der Erde zu wühlen. 


Ich bin zwar auf dem Dorf bzw. der Kleinstadt groß geworden und erinnere mich durchaus an den gut bestückten Obst- und Gemüsegarten meiner Großeltern, aber bei uns zu Hause wurde auf dem Wochenmarkt oder im Lebensmittelladen eingekauft. Einen Garten hatten wir nicht, und auf die Idee, Tomaten in einem Blumentopf anzupflanzen, ist schlichtweg keiner gekommen. Insofern habe ich nicht den allergrünsten Daumen - er changiert eher so ins Bräunliche:-) 


Nichtsdestotrotz: Als die ersten Hamsterkäufe begannen und es kein Klopapier mehr gab, hab ich mir gedacht, setz ich mir doch einen Zewa-Baum in den Garten! Nee, mal im Ernst, wir sind weit davon entfernt, uns zu den Preppern zu zählen, aber wenn ich genug Platz habe, gibt mir ein bisschen Lebensmittelbevorratung schon ein gutes Gefühl. Und wenn dann noch was dabei ist, was ich selber produziert hab, umso besser. Also hab ich die Samen aus den Paprika rausgebastelt und eingepflanzt - epic Fail! Da hat sich überhaupt nichts getan, und ich habe inzwischen gelernt, dass das durchaus öfter vorkommt. Liegt wohl an der Züchtung... Dann wollte ich es mit etwas für Anfänger probieren und bin auf Kartoffeln gekommen. Wenn man sie nicht isst, könnte man auch Wodka draus machen - Win-Win, würde ich sagen. 


Also hab ich mir ein paar Kartoffeln geschnappt, die schon ein bisschen ausgekeimt hatten - insgesamt glaube ich, zehn Stück. Dann hatte ich noch zwei Bottiche, die wir normalerweise sowieso im Garten verwendet haben, z. B. für Grünschnitt. Da hab ich dann ein paar Drainage-Löcher reingebohrt, unten rein eine Lage Kiesel, damit das überschüssige Wasser auch gut abfließen kann, und dann Erde drauf und die Kartoffeln rein. Ach ja, beide Bottiche kamen auf Pflanzenroller, damit ich sie - falls nötig - noch bewegen kann. Und es dauerte auch gar nicht lange, da sah man erstes Grün:



Wobei ich sagen muss, das Foto ist nicht ganz vom Anfang - hier habe ich zwischenzeitlich schon mal Erde nachgefüllt. So soll man das nämlich machen: Die Kartoffeln mit einer Schicht Erde bedecken, und wenn dann das Grün gut sichtbar ist, kommt da wieder Erde drauf, bis nur noch ein bisschen von den Blättchen zu sehen ist. Nennt man Anhäufeln. Aufgrund der Höhe der Gefäße hab ich das etwa zwei Mal gemacht. 




Hier kann man ziemlich gut den Unterschied sehen - das war ungefähr das Maximum an Wachstum. Danach ging nix mehr in die Höhe, nur noch die Kartoffeln sind gewachsen. Geblüht haben sie übrigens auch:



Schön, oder? Insgesamt heißt es, dass es vom Pflanzen bis zur Ernte ungefähr 100 Tage dauert, aber man kann es auch ganz gut am Kartoffelgrün sehen. Wenn die Blätter welk und braun werden, kann man ernten. Das haben wir kürzlich auch gemacht:


Waren gut zwei Kilo Kartoffeln, nicht schlecht für den Anfang, finde ich! Wir haben schon davon probiert - sehr lecker. Und da ganz viele Winzlinge dabei sind, hätten wir vielleicht noch ein bisschen warten können, aber der Hamster war ungeduldig.


In Anbetracht der Ernte kann ich sagen - wir sind wohl auf der richtigen Seite des Spruchs...


Lasst es Euch gutgehen :-)

P.S.: Im Gegensatz zu den Paprikasamen hat das mit den Zitronenkernen bisher funktioniert:



P.P.S.: Durch die Umstellung auf die neue Version von Blogger zickt das System ein bisschen rum, was Formatierungen angeht. Einfach drüber wegsehen (und ggf. mit Wodka nachhelfen...)