Mittwoch, 23. Juni 2021

Somewhere over the Rainbow...

Huhu, Ihr Lieben,

normalerweise schau ich solche Fußballturniere wie die WM oder EM immer gerne an,  zumindest wenn die deutsche Mannschaft spielt. Aber dieses Mal ging es irgendwie an mir vorbei - bis jetzt, und das liegt an sieben Farben... 

Zunächst musste kürzlich untersucht werden, ob der deutsche Mannschaftskapitän seine zugehörige Kapitänsbinde in den Farben des Regenbogens tragen durfte - ja, darf er. Muss man das ernsthaft untersuchen oder in Frage stellen?

Und dann kam die Idee auf, die Fußballarena in München, die in meinen Augen normalerweise wie ein Autoreifen aussieht, ebenfalls in Regenbogenfarben anzuleuchten. Gefällt mir! Offensichtlich ein bisschen brisant ist allerdings der Zeitpunkt der Illumination, und zwar soll das Ding ausgerechnet beim Spiel Deutschland gegen Ungarn wie der Regenbogen leuchten. Ein Politikum, und das, wo doch die "schönste Nebensache der Welt" möglichst unpolitisch sein sollte. 

Unpolitisch schon, aber man kann schon ein Statement abgeben gegen Zustände, die nicht in Ordnung sind (man denke nur an die knieenden Sportler bei der Nationalhymne in den Staaten). Insofern kann ich die Entscheidung der UEFA NICHT nachvollziehen, denn ich hätte das regenbogenbunte Stadion als ein gutes Zeichen gesehen: Für unsere bunte Gesellschaft, gegen Ausgrenzung und für Freude am Spiel und gemeinsamen Sport. Nun ja, ganz allein stehe ich mit meiner Meinung wohl nicht da, denn diese Entscheidung wird von vielen kritisiert, und man hört sogar Stimmen, die das besagte Entscheidungsgremium abschaffen wollen. Da halte ich mich raus, habe aber heute morgen schon schöne Reaktionen gesehen, u.a.  von SIXT, die ja immer gute Werbeaktionen haben, und auch von Edeka. 

Und in diesem Sinne hier mein persönlicher Frühstücksregenbogen. (Ich bitte, das fehlende Lila zu entschuldigen; die violette Tasse ist leider schon vor unserem Umzug über die Regenbogenbrücke gegangen...)




Normalerweise habe ich mich auch zu gesellschaftspolitischen Themen nicht öffentlich geäußert. Aber irgendwie ist es mir eine Herzensangelegenheit. Und so, wie man das ganze Jahr an die Eltern denken sollte, statt nur an Mutter- und Vatertag, so schwenkt auch die Regenbogenflagge nicht nur im Pride Month Juni!

Habe fertig. 

Mittwoch, 16. Juni 2021

Summertime

...and the living is easy...

Hallo Ihr Lieben,

ja, genau, so isses! Der Wetterhamster und ich sind seit 1. Juni durchgeimpft, seit gestern ist die 14tägige Karenzzeit um, wir sind also auf dem besten Weg, uns die Normalität zurückzuerobern. Kneipen und Restaurants machen wieder auf, erste Konzerte finden statt, und beim Bummeln kann man tatsächlich in die Geschäfte rein, statt sich nur die Nase am Schaufenster platt zu drücken.

Und irgendwie fehlte mir ein bisschen der Drive, einen neuen Blogpost zu erstellen. Da das Ganze aber meinem und Eurem Vergnügen dienen soll, mach ich mir da keinen Stress. Wenn mir danach ist, kommt ein neuer Beitrag, und ansonsten könnt Ihr Euch sicher sein, dass es mir gut geht. Schlechte Nachrichten verbreiten sich nämlich ganz schnell. 

Und weil Ihr so lange nix von mir gehört habt, gibt es ganz viele schöne bunte Bildchen als Entschädigung :-)

Fangen wir in der Küche an - bevor sich die Spargelsaison dem Ende zuneigt, hab ich noch ein Salatrezept für grünen Spargel (gefühlt das siebenunzwanzigste oder so):


Und zwar hab ich den Spargel in der Pfanne gebraten, dann mit Orangenfilets in eine Schüssel gegeben, und Walnüsse und Cashews fettfrei geröstet. Die kamen dann auch darüber, und aus dem aufgefangenen Orangensaft habe ich mit Ahornsirup und Olivenöl ein Dressing gemixt. Getoppt wurde das Ganze mit einer ordentlichen Portion Parmesan. Äußerst lecker!

Der Salat eignet sich natürlich - wie fast jeder Salat - gut als Grillbeilage, und in dem Zusammenhang muss ich auf jeden Fall auch mein Monkey Bread erwähnen. Warum das so heißt, weiß ich nicht genau, im Deutschen findet man es auch unter Zupfbrot, aber Monkey Bread finde ich viel netter. Im Grunde genommen simpel, aber hübsch (so was soll es ja geben im Leben...): Hefeteig ansetzen,  nach dem ersten Gehen tischtennisball- bis golfballgroße Bällchen formen und in verschiedenen Garnituren wälzen. 


Ich hab Röstzwiebeln, gewürztes Tomatenmark und geriebenen Parmesan genommen. Die Bällchen werden dann dicht an dicht in eine Springform gesetzt, müssen nochmal ein bisschen gehen und werden dann gebacken.


Die Form unbedingt gut einfetten, sonst wehrt sich der Brötchenkranz nach dem Backen...Das Problem hatte ich leider, sodass es vom finalen Brot kein Bildchen gibt :-)

Wenn man dann fertig ist mit Grillen, fehlt noch ein Dessert. Natürlich könnte man Ananas, Pfirsiche oder Bananen gut auf den Grill schmeißen, aber da noch Erdbeerzeit ist, habe ich mich für eine klassische Biskuitrolle entschieden. 

Ich will ja nicht angeben, aber ich bin zwei Mal gefragt worden, ob ich den Kuchen gekauft hätte :-) Ich nehm das mal als Kompliment...

Vor Kurzem hat mich das große Töchterlein mit jeder Menge Wollreste bedacht, und obwohl im Moment wohl eher leichte Sommertücher oder Söckchen angesagt wären, hatte ich eher Winterwolle zu verarbeiten, und das hab ich dann auch getan: 


Hier jetzt das Ganze nochmal im Detail. Als erstes eine gehäkelte Mütze im Büschelmaschenmuster (also im Wesentlichen mehrere Stäbchen zusammen abgemascht).


Dann eine zweite Mütze, ebenfalls gehäkelt, aber im Alpine-Muster (kommt durch Reliefstäbchen zustande), und weil mir danach war, mit einem Riesenbommel.


Aber nicht nur der Kopf soll im Winter schön warm bleiben, auch der Hals ist wichtig. Deshalb habe ich hier einen Loop in einem 3D-Muschelmuster gehäkelt:





Aber auch was Home Dekor angeht, war ich fleißig. Am Samstag bin ich über ein superdickes Garn gestolpert in einem tollen Silbergrau. Meine weißen Kissenhüllen passen zwar prima auf mein Sofabett, aber  Hundepfoten, Lakritznasen und Sabberschnauzen sorgen dafür, dass sie nicht lange weiß bleiben. Insofern habe ich eine farblich unempfindlichere Kissenhülle mit Zopfmuster gestrickt - ging mit Nadelstärke 10 auch ganz fix. 


Und damit sich meine Nähmaschine nicht vernachlässigt fühlt, hier meine allerneuesten Projekte aus der Nähstube. Passend zum Frühling und Sommer habe ich Körbchen in Blütenform genäht. Sie können als Utensilos für alles Mögliche genutzt werden und sogar als Blumen-Übertöpfe, wenn man mag. Damit sie Stand haben, habe ich sowohl den Außenstoff als auch das Futter mit Vlieseline verstärkt. Hier ein paar Eindrücke:


 




Diese Blütenkörbchen sind zugegebenermaßen ziemlich verspielt. Ist eigentlich gar nicht so meins, aber ich musste sie einfach mal ausprobieren. Doch manchmal ist weniger mehr, und deshalb hier die minimalistische Version von Stoff-Utensilos:





Alle Utensilos haben ein kleines Label aus SnapPap verziert mit einer Stoffblüte - weil ich sie als Blumenübertopf vorgesehen hatte. Man kann sie krempeln oder hochgeklappt lassen, und das Beste: Wenn sie nicht im Gebrauch sind, nehmen sie kaum Platz weg im Schrank.

Ich hoffe, es geht Euch allen gut,
und Ihr genießt den Sommer genauso wie ich!!!