Huhu, Ihr Lieben,
die ersten Schritte in Richtung Coffee Shop auf Malta sind getan, und in Vorbereitung darauf experimentiere ich lustig in meiner Küche... Ich will noch nicht zuviel vom Konzept verraten, aber wenn wir eine gute Pflanzenmilch in Barista-Qualität hinbekommen, wird unser Café vegan. Und deshalb habe ich schon ein paar vielversprechende Versuche mit Hafer, Mandeln und Cashews gestartet. Die Milch habe ich in unsere allmorgendlichen Smoothies gegeben, aber es entsteht natürlich auch eine Art Trester, weil die Nüsse bzw. der Hafer gehäckselt, hydratisiert und dann gefiltert werden, um eine feine, glatte Milch zu erhalten. Dieser Trester wäre viel zu schade zum Wegwerfen oder Kompostieren, und deshalb habe ich ihn als erstes in einem Rührkuchen untergebracht.
Er ist nicht besonders hoch aufgegangen, war aber geschmacklich ziemlich gut - so eine Art Nusskuchen, der prima zu meinem Tee gepasst hat.
Dann bin ich aber bei Instagram über die Bliss Balls gestolpert und musste die logischerweise auch ausprobieren.
Die oberen bestehen neben dem Hafermilch-Trester noch aus Haferflocken, Kokosraspeln, gemahlenen Mandeln, Datteln, Karamellsirup und Tahini (diese Sesampaste, die man u. a. auch für Hummus braucht). Im Grunde mixt man das alles zusammen, bis man die gewünschte Konsistenz erreicht hat, dann werden Bällchen daraus gerollt, die man dann noch beispielsweise in Kokosraspeln wälzen kann. Kühlen und fertig! Allerdings sind die Dinger ziemlich gehaltvoll, sie sind also mit Vorsicht zu genießen.
Die untere Variante besteht im Wesentlichen aus Mandeltrester, gemahlenen Mandeln, Kakao und Datteln - und gemahlene Haselnüsse wäre sicherlich auch prima. Ich hatte stattdessen versucht, ganze Haselnüsse zu rösten und hab dabei meinen Backofen ein bisschen unterschätzt... Allerdings konnte ich tatsächlich eine Handvoll Nüsse, die nicht in Heinos Liedchen vorkommen, jeweils in die Mitte einer Kugel platzieren. Hab ich gestern beim sonntäglichen "Familien"-Treffen getestet und bin mit zwei leeren Tellern wieder nach Hause gegangen - sind also gut angekommen!
Der Youtube-Algorithmus hat mich übrigens etztens auf eine lustige Idee gebracht: Kaffee-Brot! Das erste, das ich gebacken hab, hatte noch Luft nach oben, aber das zweite war schon richtig gut:
Der Mensch lebt aber nicht vom Brot allein, deshalb hab ich zwei Aufstriche ausprobiert, hier Nummer Eins:
Ihr ahnt sicher, was hier die Inspiration war... Aber die Zutaten werden Euch überraschen, denn die Basis hierfür waren keine Haselnüsse, sondern Kichererbsen! Ich hab die im Ofen geröstet und dann mit Kakao und Ahornsirup durch den Standmixer gejagt. Die Textur ist gut, der Aufstrich ist nicht zu süß, und interessanterweise erinnern geröstete Kichererbsen geschmacklich auch ein bisschen an Kaffee. Das werde ich sicher nochmal machen...
Zu dem zweiten Aufstrich hat mich unsere Nachbarin Vicky inspiriert. Sie hatte uns letztens ein Glas selbstgemachtes Lemon Curd vorbeigebracht, was ich echt superlecker fand. Also hab ich vorgestern eine Variante aus Orangen ohne Ei getestet, und der Wetterhamster war sehr begeistert! Er hat es aufs Brot geschmiert, aber man könnte es auch prima für Pfannkuchen oder als Füllung für eine Biskuitrolle nehmen oder Naturjoghurt damit aromatisieren oder oder oder...
Werde ich sicherlich auch noch mit anderen Zitrusfrüchten ausprobieren und Euch natürlich berichten :-)
Der Hamster hatte sich übrigens neulich Burger gewünscht, so hab ich mal wieder mein Burgerbrötchen-Rezept rausgekramt, die Butter mit unserer selbstgemachten veganen Variante ersetzt, und statt einem Ei einfach einen Esslöffel Kichererbsenmehl mit zwei Esslöffeln Wasser angerührt (Flohsamenschalen gehen übrigens auch). Hat wunderbar funktioniert, und die Brötchen wurden genauso fluffig, wie sie sein sollten.
Die Patties hab ich auf Kichererbsenbasis gemacht, und mit ein bisschen Tahini und ordentlich Kreuzkümmel waren die sehr, sehr lecker! Dazu passte dann hervorragend eine Guacamole, die ich aus einer Avocado, ein bisschen Knoblauch, Pfeffer und frischem Zitronensaft gezaubert hatte. Ofenkartoffeln dazu, und der Hamster war im Burger-Himmel!
Wenn es nicht unbedingt vegan sein soll, gehen natürlich auch Thunfisch-Frikadellen im Burger. Hab ich neulich auch ausprobiert, und die waren auch grandios.
Und wenn Ihr mal Lust auf Sonntagsbrötchen für Faule habt, kann ich Euch die hier (nach Anleitung vom Brotsommelier auf Youtube) nur wärmstens ans Herz legen! Der Teig wird am Samstagabend nur fix zusammengerührt aus Mehl, Wasser, Trockenhefe, Salz und Zucker und kommt dann ohne viel Kneten in einer Plastikdose mit Deckel über Nacht in den Kühlschrank. Am nächsten Morgen - also 12 bis 20 h später :-), werden die einfach nur schön gefaltet und kommen für 20 Minuten bei 250 bis 260 Grad in den Ofen. Zu Beginn noch einen großen Schluck Wasser in den Ofen schütten, damit der Dampf die Oberfläche schön knusprig macht, und schon habt Ihr die allerbesten Sonntagsbrötchen!
Und das wars auch schon wieder von mir
- lasst es Euch gutgehen und habt Sonne im Herzen!