Donnerstag, 24. Februar 2022

Ich möcht' heut' Gänseblümchen pflücken!

Huhu Ihr Lieben,

seid Ihr vom Winde verweht? Oder habt Ihr Ylenia, Zeynep und Antonia einigermaßen glimpflich überstanden? Hier an der Elbe hat es ganz schön gepustet, aber die Dachziegel, die vom Nachbarhaus runterkamen, haben unsere parkenden Autos zum Glück nicht getroffen. Ich bin erleichtert!

Ich hatte Euch ja - glaub ich - mal erzählt, dass ich gerne mal das Sticken ausprobieren würde. Die Basics kennt man ja, aber ich hatte mir ein Set mit diversen Stickrahmen und einem bunten Strauß an Stickgarn bestellt, das jetzt zum Einsatz kam. Ich hatte noch Reste von einem beigen Spannbettlaken, das ich in ca. 30 cm große Quadrate zurechtgeschnitten hatte. Der Plan war, sie in Stoffservietten umzufunktionieren, also hab ich sie ganz ordentlich umgenäht, und sogar die Briefecken sind mir gelungen. Dann wollte ich sie mit verschiedenen Blumen besticken, sodass alle Servietten unterschiedlich aussehen, aber trotzdem zusammengehören. Tja, und dann ist der Gaul mit mir durchgegangen, und die Stickerei wurde für eine Serviette zu groß - ist ja doch etwas unangenehm, mit einem Knötchenstich den Mund abzuwischen :-)

Ihr seht, dass die Stickereien einfach zu viel von der Serviette einnehmen, und wenn ich ehrlich bin, sind 30 cm auch eher was für ein Taschentuch; eine Serviette müsste eigentlich ein bisschen größer sein. Jo, aber hier jetzt erst mal die einzelnen Blumenwiesen im Detail:

Angefangen hab ich mit den weißen Gänseblümchen und (zunächst) gelben Butterblumen. Die hab ich dann später allerdings aufgetrennt und ebenfalls weiß gestickt, damit sie sich von der gelben Serviette besser abgrenzen.

Dann hab ich weiter gemacht mit roten Rosen in einem gewebten Stich. Das heißt, ich habe zunächst einen Stern mit fünf Strahlen gestickt und dann immer abwechselnd über und unter diese Strahlen von der Mitte aus nach außen gewebt. Klingt komisch, ist aber so (falls es jemanden interessiert, das Netz ist voll von Anleitungen). 


Weiter ging's mit Lavendel im Margeritenstich. Hier stickt man immer zuerst eine Schlaufe und befestigt diese dann an der Schlaufenspitze. Damit habe ich übrigens auch auf der Gänseblümchenwiese die Blätter gestickt, da sieht man das Prinzip glaub ich ganz gut.


Dann hab ich Traubenhyazinthen in verschiedenen Pink-Tönen gestickt, und dazu eignet sich ein Knötchenstich, der das Ganze so schön plastisch macht. Man sticht hierzu von unten durch den Stoff, wickelt das Garn  zwei Mal um die Nadel und sticht dann direkt daneben wieder von oben zurück, sodass sich ein kleiner Knoten ergibt, und davon macht man dann drölfzig Stück oder so...


Danach kamen blaue Kornblumen an die Reihe (und ich hatte die ganze Zeit den alten Karnevalsschlager im Ohr):


Und zu guter letzt Löwenzahn in Gelb:


Die einzelnen Tücher mit den Stickereien gefallen mir an sich sehr gut, aber wie schon gesagt, als Servietten eignen sie sich eher nicht. Aufgrund der geringen Größe scheiden auch Tischsets oder Zierdeckchen aus. Außerdem hasse ich Zierdeckchen! Im Grunde könnte ich sie rahmen und als Bild aufhängen oder in einem Quilt verwenden - dann sind die Säume und Briefecken allerdings für die Katz gewesen. Ist aber nicht weiter schlimm.  Wenn ich mir allerdings die Teile in ihrer Gesamtheit ansehe, könnte ich mir auch vorstellen, sie in zwei Reihen untereinander in einen großen Rahmen zu packen, so wie in dem ersten Bild. Alles in allem bin ich noch unentschlossen - hat jemand eine zündende Idee?

Gehabt Euch wohl, Ihr Lieben!

Mittwoch, 16. Februar 2022

Tach auch!

Hallo Ihr Lieben!

Wenn ich morgens mit Heinrich Gassi gehe, ist es jeden Tag ein bisschen heller, ist das nicht klasse? Nach den ewig-grauen Regentagen ist das auch bitter nötig, finde ich.

Apropos morgens: Ich wollte nur mal kurz durchrufen, dass ich mittlerweile die Halbzeit erreicht habe in meiner 60 Tage Habit Changing Challenge! Bisher läuft es echt gut: 7 x pro Woche Wasser pur statt mit Sirup, 6 x pro Woche Yoga direkt nach dem Aufstehen und 5 x pro Woche Französisch geübt. Wenn man davon ausgeht, dass Neujahrsvorsätze durchschnittlich 21 Tage durchgehalten werden, bin ich heute am Tag 31 doch auf einem guten Weg. Mal sehen, wo der mich noch hinführt...

Ansonsten habe ich zwei Kleinigkeiten aus dem Nähzimmer: Bei unseren Nachbarn zieht's! Deshalb haben sie darum gebeten, dass die Zwischentür in unserem Hausflur geschlossen bleibt. Dann wird's auf ihrer Couch nämlich nicht ganz so zugig. Da es aber immer mal wieder vorkommt, dass die Tür doch mit einem Keil festgeklemmt wird, wollte ich nicht, dass die beiden frieren müssen. Also hab ich kurzerhand mal wieder eine Jeans umfunktioniert - diesmal zum Zugluftstopper.


Bisschen Verzierung mit Borte und Lederpatch muss sein, außerdem musste noch ein halbes Hosenbein in Schwarz dran glauben. Gefüllt hab ich das Ganze mit Stoffresten, die ich sonst nicht mehr verwenden konnte. Dadurch ist das Ding erstens waschbar und zweitens relativ schwer, und das soll es als Zugluftstopper ja auch sein.


Zum Frühstück gibt es bei uns zum Müsli immer noch einen Smoothie, den ich aber oft erst später trinke, und deshalb nehme ich ihn gern mit rüber ins Büro. Weil mir das Kondenswasser aber immer so hässliche Ränder auf den weißen Schreibtisch macht, habe ich mir einen Untersetzer genäht. Dazu hab ich einen Rest Softshell genommen, der noch von meiner Regenjacke übrig war. Außen ist die hellgraue Fleece-Seite und innen die schwarze, wasserabweisende Seite. Sieht doch ganz hübsch aus und passt zum restlichen Farbschema in meinem Arbeitszimmer. Könnte ich mir mit anderen Pflanzen auch gut vorstellen, z. B. einem Monstera-Blatt oder so.



Und wo Sie grad sagen "hübsch"... Vor Weihnachten hatte ich schwarze Metallringe bestellt und wollte diese mit Salzteighäusern verzieren und ins Fenster hängen. Irgendwie hat mir das aber überhaupt nicht gefallen, und so wurden sie erst mal wieder weggepackt in die UFO-Kiste. Dann schrieb mir mein Schwesterherz aber von ihrem bevorstehenden Umzug, und ich dachte mir, die könnte man ja auch an die Tür hängen. Der Prototyp hängt jetzt an unserer Wohnungstür:


Da mir mein Schwesterherz aber vor Jahrzehnten mal einen Stickrahmen überlassen hatte, mit dem sie in der Schule die ersten Kreuzstich-Versuche gemacht hatte, fand ich es nur recht und billig, für sie einen Stickrahmen statt Metallring zu nehmen. Außerdem konnte ich so einen Rest Kunstleder verwenden, der sich in den Stickrahmen einklemmen ließ - das ging bei meinem Metallring nicht. Der für meine Schwester ist etwas kleiner, aber mindestens genauso hübsch, finde ich!



Ich versuche, unseren Speiseplan möglichst saisonal zu gestalten, und deshalb gibt es momentan viel Wintergemüse wie Kürbis und Kohl. Immer das Gleiche ist aber langweilig, und daher habe ich mal zwei neue Wirsinggerichte ausprobiert. Als erstes einen Strudel mit Blätterteig und einer Füllung aus Wirsing und Rinderhackfleisch. Dazu gab es eine Bechamel-Sauce und einen leckeren Weißwein:


Und dann gab es noch Pasta mit Wirsing und Walnüssen - das war mal was ganz Anderes: Nudeln und Wirsing kochen. Dann mit etwas Kochsud, Walnüssen und Parmesan im Mixer eine Art Pesto oder Creme-Sauce häckseln und mit dem Gemüse vermischen. Das dann über die Nuldeln gießen, ein paar gehackte Walnüsse und Parmesanspäne drüber und fertig. Nicht schlecht, Herr Specht!


Und zum Schluss noch ein Tipp: Wer wie ich einen Wassersprudler benutzt, kennt sehr wahrscheinlich das Problem, dass die dazugehörigen Flaschen selbst mit einer Flaschenbürste oft nur schwer sauber zu bekommen sind. Ich hab dazu bisher Reis verwendet: also trockenen Reis in die Flasche, ein bisschen Wasser und Spüli dazu und kräftig schütteln. Hervorragendes Ergebnis, aber den Reis konnte ich dann wegschmeißen. In meinem Lieblings-Drogeriemarkt habe ich aber vorgestern ein Döschen mit Edelstahl-Kügelchen entdeckt. Die funktionieren genauso wie der Reis, aber man kann sie wiederverwenden. Eignen sich auch hervorragend zum Reinigen von Thermoskannen oder Blumenvasen - I like!

Blitzsaubere Grüße, gehabt Euch wohl :-)))

Donnerstag, 3. Februar 2022

Kekseeeee!

Huhu Ihr Lieben,

das Wetter ist usselich (ungemütlich, Anm. d. Red.; Ihr kennt das von mir...), und unser Hund würde am liebsten den ganzen Tag nicht aus seinem Körbchen raus. Geht uns ähnlich, hilft aber nix. Um sich das Ganze aber zu versüßen, gibt es Kekse. Ja, die werden in Deutschland traditionellerweise in der Weihnachtszeit gebacken und verspeist, und die Weihnachtszeit ist definitiv rum. Aber ich finde, Kekse kann man eigentlich immer essen - findet die große amerikanische Kaffee-Kette schließlich auch und hat diese Riesencookies das ganze Jahr in der Theke. Wobei mir diese mehr als handtellergroßen Cookies eigentlich zu groß sind, ich mag eher diese kleineren Plätzchen, die mit ein, zwei Bissen verputzt sind.

Deshalb hier ein bisschen was, um den Mund wässrig zu machen...


Das ist - ganz stimmungsvoll in Szene gesetzt - eine bunte Auswahl meiner üblichen Kekse, z. B. Vanillekipferl und Haselnussmakronen (hier auch nochmal im Detail).



Außerdem gab es zu Nikolaus für alle Nachbarn im Haus Nutellakekse aka Rentiernasen. Stilecht gab es natürlich pro Haushalt einen Keks mit rotem Zuckerguss :-)




Verpackt hab ich die Rentiernasen in TetraPaks, die ich mit einer Häkelborte verziert hab. So könnte man - wenn man denn will - die Ex-Milchtüten beispielsweise als Utensilo oder Blumentopf weiterverwenden.

Neben den All-time Favourites hab ich dieses Jahr aber auch was Neues ausprobiert, und zwar Orangenkekse und Marmeladenplätzchen. Die Orangenkekse sind sehr schön geworden und schmeckten auch sehr lecker, aber der Orangengeschmack hätte noch etwas stärker sein können. Beim nächsten Mal werde ich wohl mehr Schalenabrieb verwenden.


Die Marmeladenplätzchen eignen sich übrigens gut für die Massenproduktion :-) Ich bin ja, was Kekse angeht, nur bedingt mit Geduld gesegnet. Einzelne Plätzchen hingebungsvoll mit Zuckerguss, Liebesperlchen und anderem Dekor zu verzieren, ist eher nix für mich. Es muss gut schmecken, hübsch aussehen, aber auch relativ schnell gehen. Deshalb musste ich die hier unbedingt ausprobieren. Der Teig wird zunächst in lange Rollen auf das Blech gelegt und plattgedrückt. Dann kommt eine Rinne in die Mitte, die mit Marmelade gefüllt wird (ich hab das vorletzte Glas meines hausgemachten Traubengelees genommen).


Das wird dann gebacken und anschließend mit flüssiger Schokolade verziert. Die Schoki könnte man theoretisch weglassen, aber ich finde, das knackt so schön beim Reinbeißen :-) Aber es macht optisch natürlich was her, und die Kombi aus Frucht und Schokolade ist unschlagbar.


Anschließend werden die Teigstränge in einzelne Streifen geschnitten, und fertig sind die Plätzchen! Ach ja, durch diese Verarbeitung stimmt meiner Meinung nach auch das Verhältnis von Marmelade zu Teig - bei den Terrassenkeksen, wo zwei Schichten Teig mit Marmelade zusammengeklebt werden, ist mir immer zuwenig Marmelade drin. Wenn man aber mehr nimmt, quillt sie raus. Das Problem ist hier hervorragend umschifft!


Und wo wir grad beim Backen sind - der Wetterhamster und ich haben letztens eine Backsendung gesehen, und da kam ein Italian Cheesecake vor. Deutschen Käsekuchen (oder auch Quarktorte) kenn ich, American Cheesecake kenn ich auch. Aber Italienischen Käsekuchen? Musste ich ausprobieren. Und auch hier gibt es zahllose Varianten; ich hab mich für eine Version mit Amarettini, Aprikosen und Quark (also ohne Ricotta oder sonstigen Frischkäse) entschieden. War ziemlich gut!



In diesem Sinne - lasst es Euch gutgehen!