Donnerstag, 27. Februar 2020

Am Aschermittwoch ist alles vorbei...

Leev Fastelovendsjecke (liebe Faschingsfreunde, Karnevalsfans, Fasnachtsverrückte - Anm. d. Übers.),

seit gestern ist Karneval vorbei (zumindest für die nächsten neun Monate), und bis Ostern ist Fastenzeit angesagt. Es gibt ja seit Jahren den Trend, sich dieser Fastenzeit anzuschließen, auch wenn man keinem christlichen Glauben anhängt. Und die Leute verzichten dann auf die verschiedensten Sachen: auf Alkohol, auf Schokolade, aber auch auf Fernsehen oder Facebook oder YouTube, oder, oder. Persönlich hatte ich jetzt dieses Jahr nicht das Bedürfnis, in irgendeiner Form zu fasten, aber ich finde das Konzept grundsätzlich nicht schlecht. Zumindest, um sich bestimmte Gewohnheiten mal bewusst zu machen.

Anyway, wir haben jedenfalls ordentlich gefeiert, damit sich das Fasten auch lohnt!


Bine habe ich aus Datenschutzgründen aus diesem Foto mal rausgeschnitten, aber ich kann versichern, dass wir gemeinsam eine superjeile Zick (supergeile Zeit - Anm. d. Übers.) gehabt haben :-) Ich war zwar nicht die gesamten tollen Tage in meiner Heimatstadt Eschweiler, aber am Sonntag haben mich weder Regen noch Sturm davon abhalten können, hinzufahren. Und Dienstag ging es dann wieder zurück zu Hunden, Haus und Hamster. Bis dahin haben wir viel gesungen, getanzt und gelacht, uns verkleidet, ohne eine Rolle spielen zu müssen, das eine oder andere alkoholische Kleingetränk zu uns genommen und einfach mal Fünfe gerade sein lassen. 

Man mag ja über Karneval denken, was man will, aber ich halte es für eine wichtige Möglichkeit, kurz aus dem Alltag auszusteigen, eventuelle Sorgen für eine Zeit lang zu vergessen, alte Bekannte wiederzusehen, und zu sprechen, wie einem der Schnabel gewachsen ist. Ich bin nämlich der Meinung, dass Heimat nicht zwingend was mit einer Postleitzahl zu tun hat, sondern mit Sprache und heimischem Dialekt. Das ist für mich Rheinisch/Kölsch, und sobald ich das höre, fühle ich mich zu Hause. Das hatte ich an diesem Wochenende wieder mal sehr ausgiebig, und es war gut!

Was man auch nicht vergessen darf: Der rheinische Karneval hat - im Gegensatz zu der alemannischen Fasnacht - nichts mit Winteraustreiben zu tun, sondern beinhaltet auch eine politische Komponente. Gegen die Obrigkeit rebellieren, die herrschenden Zustände kritisieren und offen aussprechen, was nicht rund läuft - auch das sind Ursprünge des rheinischen Karneval. Ein schönes Beispiel ist aus einem Songtext der kölschen Band Brings: (auf Hochdeutsch)  Mal sind wir hier rot, mal sind wir hier schwarz, doch wenn es hier braun wird, gibt es Rabatz. Und im Stammbaum-Lied der Bläck Fööss wird beispielsweise angesprochen, dass das Rheinland ein Schmelztiegel ist, aber alle haben davon profitiert, jeder spricht mittlerweile die gleiche Sprache und Karneval feiern alle zusammen. Gefällt mir!

Sicherlich hat Karneval auch seine Schattenseiten - es kommt halt immer darauf an, was man draus macht. Und für mich haben die tollen Tage ganz viel mit Zusammenhalt, Freundschaft, gemeinsam Feiern und Genießen zu tun. Ganz wichtig für die Seele, wenn es auch noch so banal klingt.

Ach ja, außer mir gab es dieses Jahr noch jede Menge Minnie (und Maxie) Mäuse, das Kostüm schien sehr beliebt zu sein. Also hab ich die Ohren schon vom Haarreifen wieder abgerupft, und das rote Kleid wird zum Nachthemd umfunktioniert. Nächstes Jahr werde ich dann doch das Kaktus-Kostüm ins Auge fassen...

Gehabt Euch wohl!


Montag, 17. Februar 2020

Jetzt kommt ein Karton!

Hey,

auch so ein schönes Wochenende gehabt?

Samstag war ich nachmittags zum Kaffeeklatsch mit den ganzen älteren, aber junggebliebenen Damen aus der Sackgasse, in der wir wohnen. Es gab ganz klassisch Käse-Sahne-Torte und Biskuitrolle, und ich fand es sehr vergnüglich - außerdem war ich die Jüngste, kommt ja selten vor :-)

Danach ging es ab nach Bergisch-Gladbach. Nein, wir wollten nicht die quietschende Frau Klum samt Hans und Franz besuchen, sondern eine ganz liebe Klassenkameradin vor mir, mit der ich vor 30 Jahren (als wir noch auf Dinosauriern zur Schule ritten, jaja) gemeinsam Abitur gemacht habe. Sie feierte - wie das zur Zeit häufig vorkommt in meinem Freundeskreis - einen runden Geburtstag, und es war ein sehr schöner Abend mit vielen lieben Bekannten aus der Schulzeit.

Zu so einem Ereignis kommt man natürlich nicht mit leeren Händen, und ich habe einen Gutschein verschenkt - schön verpackt in eine selbstgebastelte Karte. Aber ich hole mal ein bisschen aus, wobei ich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebe, sind nur ein paar Beispiele...

Einen meiner ersten Versuche einer selbstgemachten Karte
hab ich nämlich schon vor ca. 9 Jahren gestartet:


Die Save the Date-Karte zu unserer Hochzeit - natürlich mit meiner Lieblingsblume und passenderweise einem Knoten im Taschentuch, für die Leute, die das mit dem Save the Date nicht so kennen. Rund um die Hochzeit hab ich natürlich auch die Einladungen und Dankeskarten gebastelt und noch so einiges an DIYs, aber das füllt einen ganzen Post, schätze ich. Vielleicht was für Mai...

Danach hab ich eine ganze Weile lang nur die Weihnachtskarten gebastelt, aber sonst eigentlich welche gekauft. Letzte Weihnachten hatte ich übrigens auch schon ganz lange Karten gemacht (Tannenbäume, die sich ausbreiten, wenn man die Karte aufklappt - sogenannte Pop-up-Karten), aber die Gefahr ist ja immer, dass so Selbstgemachtes irgendwie komisch aussieht, und genau das war bei diesen Tannenbaum-Karten der Fall, und so hab ich dann doch welche am Computer gestaltet, die ich nur noch ausdrucken musst. Ist ja auch irgendwie selbstgebastelt...

Dann hab ich mal Marie eine Karte gemacht, die leider in ihrem damaligen Wohnheim im München verloren ging. Das Geld/der Gutschein, der drin lag, wurde zwar ersetzt, aber die Karte tauchte nie wieder auf. Also Marie, hier kannst Du sie Dir nochmal anschauen:


Auch zu Ostern hab ich schon Karten verschickt, hier ein Exemplar mit Fingerabdrücken, die zu flauschige Küken umfunktioniert wurden:


Hier jetzt besagte Karte, die am Wochenende zum Einsatz kam: 

Die Besonderheit an dieser Karte: Die Wimpel und auch das Happy Birthday-Schild sind aufgenäht. Klingt komisch, ging aber ziemlich gut.

Und wo ich einmal im Schwung war, hab ich für meinen Vater und meinen Schwiegervater gleich weitergemacht. Dauert zwar noch ein bisschen, aber dann sind die Karten zumindest erledigt. 


Und am Freitag hat meine Freundin Bine Geburtstag - wer sie kennt, weiß, dass ich damit seeeeehr wahrscheinlich ihren Geschmack treffen werde :-)
Und auch hier kam wieder meine Nähmaschine zum Einsatz:


Ach ja, falls jemand nächsten Montag auf einen Post wartet, wird er oder sie um Geduld bis Aschermittwoch gebeten - ich muss (!) Karneval feiern :-) 

Alaaf, Ihr Jecken!!!

Montag, 10. Februar 2020

Vom Winde verweht...

Junge, Junge, der Orkan hat uns ganz schön durchgepustet! Ich hoffe, ihr habt Sabine alle heil überstanden. Fakt ist jedenfalls, dass wir von der Firma aus die Order bekommen haben, von zu Hause aus zu arbeiten. Hätte ich aber sowieso getan, denn montags ist hier im Ruhrgebiet immer der Wahnsinn angesagt, was den Pendlerverkehr angeht. Dienstag und Donnerstag sind gute Tage zum ins Büro fahren, und da ich nicht zwingend im Büro sein muss, geht das für mich ganz prima, und ich bin sehr dankbar für diese Möglichkeit.

Und dann habe ich noch eine frohe Botschaft zu verkünden - ich bin im Mai in Wien bei unserem Firmenkonzert dabei!!! Ich hatte ja schon von unserem gemeinschaftlichen Chor-Konzert-Event berichtet, und es stellte sich heraus, dass sich weit mehr Leute angemeldet hatten, als Plätze zur Verfügung standen, und man irgendwie eine Auswahl treffen musste. Wie diese Auswahl jetzt genau ausgesehen hat, weiß ich nicht, aber letzte Woche flatterte die Bestätigungsmail in mein Postfach! Ich freu mich riesig auf ein Wochenende in Wien, auch wenn wir entschieden haben, dass Alex hierbleibt, um Haus und Hunde zu hüten. Das ganze Projekt wird filmisch dokumentiert und sicherlich hinterher auch außerhalb EYs verfügbar sein, und ich werde bestimmt vor Stolz platzen und das an alle verteilen, aber wer sich jetzt schon mal einen Eindruck von der Location machen möchte, dem sei das Wiener Neujahrskonzert ans Herz gelegt... Ich bin jedenfalls schwer beeindruckt.


Aber vorher ist noch Karneval angesagt, Alaaf! Nachdem ich fünf Jahre aus diversen Gründen nicht nach Eschweiler fahren konnte, um Karneval zu feiern, hab ich meine Tradition im vorletzten Jahr wieder aufgenommen. Ein Kostüm gehört natürlich dazu, und weil wir uns an Rosenmontag vorwiegend draußen aufhalten, muss die Verkleidung nicht nur schön sein, sondern vor allem warm. Hier meine Kostüme der letzten beiden Jahre:


Was die Auswahl über mich persönlich aussagt,
überlasse ich Euren Spekulationen... :-D 


Dieses Jahr habe ich mich für Disney entschieden - lasst uns realistisch bleiben - 
Maxie statt Minnie Maus :-)


Traditionell gibt es bei uns an Karneval übrigens Quarkbällchen, Muzen (kennt man wahrscheinlich nur im Rheinland) und Berliner - alles superlecker, aber alles frittiert, sodass die Fastenzeit hinterher auch wirklich notwendig ist... Ich hab vorgestern probiert, Berliner im Ofen zu backen, und sie waren, als sie so frisch und noch warm auf den Teller kamen, auch ganz lecker und fluffig. Aber Berliner waren das nicht, eher so englische Scones oder süße Brötchen. Kann man machen, muss man aber nicht. Dann lieber mal ein richtiger Berliner und ne halbe Stunde länger turnen...


In diesem Sinne - lasst Euch nicht wegwehen!


Montag, 3. Februar 2020

Es ist nicht alles Gold, was glänzt

Moin,

eigentlich müsste ich es nicht erwähnen, die Weisheit ist ja bekannt, aber trotzdem. Wie Ihr sicherlich wisst, ist Zero Waste oder Zero Plastic absolut angesagt, und das hat auf jeden Fall seine Berechtigung. Nun habe ich nicht den Anspruch, meinen jährlichen Plastikmüll auf  einen Joghurtbecher zu reduzieren - das wäre wohl ziemlich unrealistisch. Aber ich halte es für wichtig, meine Gewohnheiten zumindest mal kritisch unter die Lupe zu nehmen und zu überdenken.

Nach wie vor verwende ich Küchenpapier von der Rolle - sicherlich kann man vieles mit einem Lappen wegputzen, der hinterher in der Waschmaschine landet, aber wer einen Hund hat, der oft und viel spuckt (oder auch einen Säugling mit einem Hang zu Magen-Darm-Geschichten), der ist sehr dankbar, wenn die Misere in ihrer Gesamtheit in den Mülleimer befördert werden kann :-) Darauf werde ich - zumindest für diesen Zweck - nicht verzichten. Aber ich dachte, ich könnte vielleicht auf diese grün-gelben Spülschwämme verzichten, und weil ich noch Paketschnur rumfliegen hatte, habe ich kurzerhand eine Art Spülschwamm daraus gehäkelt, wie man sie derzeit alle Nase lang auf der Inspirationsplattform meiner Wahl finden kann. Aber ganz ehrlich: Das Ding ist sperrig und relativ unflexibel, und ich komme nur bedingt in kleine Ecken und Ritzen. Und auch wenn Töpfe und Pfannen (die ich normalerweise von Hand spüle) wenig Ecken und Ritzen haben, finde ich diesen Paketschnur-Spülschwamm trotzdem nur mäßig gut und insofern: Glänzt zwar, aber Gold ist es definitiv nicht.

Und ich hab noch ein Beispiel aus dem Badezimmer: Als meine Wattepads aufgebraucht waren, habe ich einen ganzen Schwung dieser kleinen runden Dinger aus Baumwollgarn-Resten gehäkelt. 


Der Plan war, die zum Abschminken oder Nagellack entfernen zu benutzen, er ging aber nicht so richtig auf. Das Garn ist zwar saugfähig, aber den Nagellack bekomme ich damit nur semi-optimal runter. Für mein Empfinden habe ich mehr Entferner nehmen müssen als mit Watte (also kontraproduktiv), und rund um die Nagelhaut blieben meistens noch so kleine Rückstände, die sich echt hartnäckig gehalten haben. Also noch ein Fall von "glänzt, ist aber höchstens Messing". Mein Tipp: Ein ausgedientes T-Shirt, in handliche Stücke geschnitten (also etwa Waschlappengröße oder meinetwegen DIN A5 für die Sheldon Coopers unter uns,) erledigt den Job sehr viel besser (auch das Abschminken, by the way). Und man muss diese Lappen auch nicht umsäumen, sie fransen nämlich nicht aus, also ein Gewinn in mehr als einer Hinsicht.

Vorgestern übrigens im Netz gefunden und sehr drüber gelacht: 

Hätten die Briten nicht wenigstens 
Ihr Wetter mitnehmen können? 

Stimmt auffallend - seit Wochen regnet es immer wieder, und ich kontrolliere die Hundepfoten regelmäßig, ob sich nicht doch Schwimmhäute gebildet haben... Aus dem Grund haben wir nichts Aufregendes gemacht die letzten Tage. Kommt also trocken durch die Woche!