Donnerstag, 11. November 2021

Happy Herbst!

Hallo Ihr Lieben,

nachdem ich das Thema Halloween vs. St. Martin bereits an früherer Stelle angesprochen habe (Oh, geistige Notiz: Unbedingt Süßkram besorgen, denn unsere Hauskinder kommen zum Laterne-Singen!), konzentriere ich mich einfach auf die kulinarische Seite des Herbstes.

Und wo ich schon mit Halloween angefangen habe, hier ein paar Schweinereien, die ich für unser gruseliges Hausfest fabriziert habe...

Zuerst natürlich ein Zaubertrank (Blue Curacao, Pfirsiche, Fanta und Sekt):


In einem Bett aus Trockeneis könnte das echt dramatisch aussehen - hatten wir vor Jahren mal auf einem Harry-Potter-Themen-Geburtstag), aber unsere Haus- und Hofchemikerin war gerade nicht vor Ort :-)

Kleiner herzhafter Snack dazu: Würstchenmumien!


Und was Süßes für hinterher: Hexenfinger!


Aber der Herbst hat mehr zu bieten als nur Halloween, und aus Kürbissen kann man mehr machen als nur Suppe, z. B. ein Risotto. Hier habe ich Butternut im Ofen geröstet, dann Schinkenspeck angebraten und dazu dann den Rundkornreis. Man kann mit Weißwein ablöschen, mit Gemüsebrühe geht es aber auch ganz prima. Am Ende dann ordentlich Salbei, geriebenen Parmesan und die Kürbiswürfelchen unterheben. Ein bisschen Crema di Balsamico drüber - sehr lecker!

Was ich auch immer sehr herbstlich finde, sind Tartes und Quiches - und da bin ich ehrlich: Es geht doch nichts über einen fertigen Blätterteig oder Flammkuchenteig, denn damit ist sowas ratzfatz im Ofen.

Hier zum Beispiel eine Birnentarte mit Ziegenkäserolle und karamellisierten Walnüssen und darunter eine mit Feigen, Haselnüssen und Camembert:


Was auch immer geht, sind Bratlinge oder Gemüsepuffer. Hier habe ich Zucchini als Grundlage genommen. Dazu ein bisschen Ei, Semmelbrösel und geriebenen Käse, und das Ganze dann im Ofen gegart. Ein Joghurt mit Zitrone und ein paar Kräuterchen daneben, und fertig!


Und ja, natürlich muss auch noch was Süßes hinterher, Ihr kennt mich ja. Sind -  glaube ich - typisch amerikanisch, aber auch hier nicht unbekannt: Zimtschnecken. Ich hab also einen Hefeteig vorbereitet und den großzügig gehen lassen. Dann hab ich ihn zu einem Rechteck ausgerollt und das dann mit einer Mischung aus geschmolzener Butter, Zimt und Zucker bestrichen. In Streifen geschnitten und dann aufgerollt (man kann auch zuerst den Teig von der Längsseite her aufrollen und dann Scheiben abschneiden). Die Rollen mit der Schnittseite nach oben in eine gebutterte Auflaufform setzen und nochmal gehen lassen. Anschließend backen und dann mit einem Guss aus Frischkäse und geschmolzener weißer Schokolade bestreichen. Der Klassiker Puderzucker mit Zitronensaft geht natürlich auch als Abschluss. Und so siehts aus:




Und damit ich mich nicht nur aus der Küche melde, hier noch eine Möglichkeit, alte T-Shirts zu verwerten: Wenn man von unserer Loggia ins Wohnzimmer tritt, ist das für die Hunde immer ein bisschen blöd gewesen, weil sie nach dem Runterhopsen immer auf dem Vinylboden weggerutscht sind. Deshalb wollte ich da eine Matte hinlegen, um ihnen das Landen zu erleichtern. Also habe ich aus ausrangierten T-Shirts von uns Garn hergestellt und angefangen, eine Matte zu häkeln. 


Aber so sehr ich mich auch abgemüht hab, das Ding wurde immer krumm und schief. Das möschte isch nischt! Deshalb alles wieder aufgeribbelt und stattdessen gestrickt: 


Schon besser. Hinterher hab ich dann noch ein altes Jeans-Label aus Leder draufgenäht, und jetzt sieht es doch ziemlich professionell aus und erfüllt natürlich seinen Zweck:



Letzten Sonntag waren wir auf einem Geburtstag eingeladen, und da kommen wir natürlich nicht mit leeren Händen. Auf dem Holländischen Stoffmarkt hatte ich im Sommer in weiser Voraussicht goldenes Kunstleder mitgenommen - man weiß ja nie... Und damit hatte ich genau das richtige Material für eine kleine, aber feine Clutch:



Ganz schlicht, mit einem Druckknopf als Verschluss (ich bin bei Magnetverschlüssen immer etwas vorsichtig, ich hab da ein bisschen Sorge, dass Kreditkarten o. ä. vielleicht leiden könnten, wenn da ein Magnetverschluss am Täschchen ist). Und die Quaste hab ich nur an den Druckknopf gehängt, sodass die Tasche mit oder ohne getragen werden kann. 

Das war's dann auch wieder - genießt den Herbst, bevor der Advent an die Tür klopft!