Dienstag, 14. Dezember 2021

Looks a lot like Christmas!

Huhu Ihr Lieben,

wir hatten letzte Woche hier im wilden Osten schon Winterwonderland, und deshalb wird es höchste Zeit, mal einen Blick auf Weihnachtsdeko zu werfen! In den Jahren zuvor hatte ich ja hauptsächlich weiße Deko, aber unser Zuhause hat einige schwarze Akzente (die Treppe und die gusseisernen Küchengriffe beispielsweise), und weil ja auch die Küche so in Richtung Farmhouse geht, war mir danach, die Deko ein bisschen in die rustikale Richtung gehen zu lassen. Meine innere persönliche Vorgabe war, nichts zu kaufen, sondern möglichst nur das zu verwenden, das ich eh schon hatte. OK, eine Rolle Packpapier und eine Rolle rot-weißes Band hab ich gekauft, außerdem drei kleine Tannenbäume aus Flaschenputzern und einen etwas größeren Tannenbaum aus Holz, aber das war's wirklich.

Also lasst den Wahnsinn beginnen... Angefangen hab ich mit der Verwertung von den kostenlosen Stadtzeitschriften, die es wohl in jeder Stadt gibt. Ich war auch im Besitz von zwei oder dreien dieser Dinger; die Veranstaltungen darin waren entweder schon vorbei oder aus bekannten Gründen abgesagt, also wurden sie umfunktioniert. Zunächst in Dutzende von schmalen Röllchen:


Die sind ziemlich einfach zu machen, wenn man einen Schaschlikspieß und einen Klebestift hat. Mit der Zeit hat man den Dreh raus (sic!), dass sie am einen Ende etwas dünner sind als am anderen, sodass man die Dinger prima ineinander stecken kann. Und wenn die dann mal zusammenstecken, kann man sie natürlich flechten und biegen, wie man lustig ist, z. B. in Sterne:



Oder in eine Röhre (je nach Innenleben - Haarspraydose oder Klebestift - wird der Durchmesser dann größer oder kleiner):


Diese Röhre kann man dann sehr schön zu einem Kranz zusammenfügen und entweder so bunt lassen oder lackieren. Kleiner Tipp: Am besten Sprühfarbe verwenden, ansonsten braucht man viiiieeeel Geduld und Snickers :)



Das Ganze war für unsere Wohnungstür gedacht. Da das mit den Saugnapfhaken ja immer so eine Sache ist (die halten bei mir nie!), und ich verständlicherweise keine Heftzwecken in die Tür drücken wollte, habe ich mit Gegengewicht gearbeitet. Also Kranz und Sterne mit einem Band verbunden und es über die Tür gehängt. So sieht man außen den Kranz und innen hängen die Sterne. Clever, oder?



Bleiben wir mal bei der Farbe - die Häuschen aus Tetrapack kennt Ihr noch aus der Vergangenheit, aber die hab ich natürlich nicht mit umgezogen, sondern neue gebastelt, und diesmal in Schwarz.




Weiter geht's mit einem Klassiker aus der Kindheit: Salzteig. Ja, der geht auch fancy, und zwar hab ich nur Dreiecke in verschiedenen Größen aus dem Teig geschnitten und trocknen lassen. Wäre im Ofen bestimmt schneller gegangen, aber so haben die teilweise eine leichte Salzkruste bekommen, die ein bisschen glitzert - I like! Dann hab ich Korken ein wenig in Wasser gekocht, dann sind sie nämlich leichter zu bearbeiten (und Champagnerkorken verlieren ihre typische Form, in die sie gepresst wurden). Da hab ich dann einen breiten Schlitz reingeschnitten und die Dreiecke mit Heißkleber eingesetzt. Et voilà, mein Tannenwald:


Dieses schlichte Tannenbaumprinzip lässt sich natürlich abwandeln. Hier z. B. habe ich Pappe zurechtgeschnitten und mit Wolle umwickelt:


Das geht natürlich auch dreidimensional, indem man die Pappe zu einer Art umgedrehten Schultüte formt und dann mit Wolle beklebt:


Und wenn man Wolle hat, kann man auch Quasten machen und die dann zu einem Bäumchen zusammensetzen:


Zusammen mit dem erwähnten zugekauften Bäumchen sieht das Arrangement dann so aus:


Wo wir halt gerade so im Tannenwald sind, hier noch was in Powerpoint, einfach ein bisschen mit Schriftarten, Schriftgröße und Abständen rumgespielt:


Hier noch ein paar minimalistische Beispiele, die sich auch gut als Weihnachtskarten eignen würden:


Und im Gesamtkonzept:


Und nochmal was einfach nur aus dem Drucker:



Aber nochmal zurück zum Thema "Weihnachtskarten"... Unsere sehen dieses Jahr so aus:



Die Sterne oder Kränze habe ich aus einem alten Buch mit Weihnachtsgeschichten gefaltet und auf  mit Packpapier bezogenen Karton geklebt. Von dem Buch war dann natürlich noch was übrig, das ich auf jeden Fall verarbeiten wollte. Also hab ich Tüten gebaut, aber die eignen sich nicht! zum Rauchen :-)


Die werden dann auf Pappscheiben mit jeder Menge Heißkleber zu Kränzen zusammengeklebt und in der Mitte noch ein bisschen verziert. Dann sieht das so aus:


Ich hatte aber auch noch stärkeres Papier übrig, das sich für einen Stern förmlich anbot: Der ist im Wesentlichen aus einzelnen, spitz zugeschnittenen Segmenten erst zusammengetackert worden und dann mit Nylonschnur in der Mitte verbunden worden. Hängt zusammen mit zwei, drei Faltsternen aus Transparentpapier an meinem Bürofenster, und so Ton in Ton sieht das sehr hübsch aus.



Einen weiteren Stern hab ich aus Eis-Stielen geklebt und schwarz angepinselt. Jetzt ist er in meinem All-Black-Adventskranz. Mal was anderes, aber mir gefällts.



Aus den Eis-Stielen lassen sich aber auch niedliche Geschenkanhänger basteln:


Ach ja, und zu guter Letzt hab ich mir noch meinen Farbkasten geschnappt und ein bisschen drauflos gemalt - das ist dabei rumgekommen und steht in einem weißen Rahmen jetzt auf meiner Fensterbank im Büro:



Das war's mit den DIY zumindest, was die Deko angeht. Geschenke hab ich natürlich auch selbstgemacht, aber die kann ich jetzt natürlich noch nicht vorstellen. Deshalb noch ein paar Dekoimpressionen...


Maßarbeit unter der Treppe :-)


Unsere minimalistische Comic-Krippe :-)


Da steht normalerweise der Speiseplan drauf...


Der ideale Platz für die himmlischen Schwestern :-)


Der "explodierte Igel" darf natürlich nicht fehlen!






Die einzelnen Sachen sind für sich gesehen nicht sehr üppig, sondern eher minimalistisch. Aber wenn man davon dann ganz viel hinstellt und dekoriert, nennt man das dann Minimax???

In diesem Sinne, lasst Euch nicht zu Hektik hinreißen und genießt weiterhin die Vorweihnachtszeit!

Freitag, 3. Dezember 2021

'tis the season...

Hallo Ihr Lieben,

Thanksgiving ist gerade vorbei (ja, wir feiern das gern, wir haben nämlich Nachbarn, die länger in den USA gelebt haben, und da fanden wir es sehr passend, uns zusammen über einen Vogel herzumachen). Zu viert haben wir natürlich keinen Turkey verputzt, sondern eine Bio-Ente (die ich bei Grutto.com bestellt hab - keine Werbung, wir haben das regulär bezahlt). Das Prinzip finde ich einfach genial, und während wir vorwiegend vegetarisch leben, gibt es zu feierlichen Anlässen auch mal was Besonderes. Wobei es natürlich durchaus vegetarische oder vegane Köstlichkeiten gibt, die dem in nichts nachstehen!

Die Ente hab ich jedenfalls mit Äpfeln, Orangen und Zwiebeln gefüllt und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Sie kam dann auf ein Rost in den Ofen und darunter hab ich ein Blech gestellt mit Gemüse (Möhre, Lauch, Zwiebeln, Knollensellerie), der Füllung, die nicht mehr in die Ente gepasst hat, Gemüsebrühe und Zimt, Sternanis, Nelken und Lorbeerblatt. Die Innereien (über die sich Heinrich am nächsten Tag sehr gefreut hat), den Hals sowie die Flügel hab ich auch noch draufgepackt für den Geschmack. Für anderthalb Stunden durfte die Ente bei 150 Grad vor sich hinbraten, und dann hab ich die Flüssigkeit aus dem unteren Blech für die Sauce verwendet. Den Ofen hab ich dann noch für eine halbe Stunde hochgesetzt auf 200 Grad, damit die Haut schön knusprig wird. Für die Sauce hab ich Zucker in einem Topf karamellisiert, mit Balsamico und Rotwein abgelöscht und reduziert, bis die Flüssigkeit eine honigähnliche Konsistenz hatte. Dann hab ich das mit der Flüssigkeit aus dem Ofen aufgegossen und ein bisschen Pflanzensahne dazugegeben, aber nicht weiter angedickt oder abgebunden.

Und im Eifer des Gefechts hab ich es verschwitzt, ein Bild zu machen. Deshalb hier nur eins von den Vorbereitungen:


Dazwischen hab ich dann schon mal den Tisch gedeckt, und weil wir keine Hängeleuchte direkt über dem Esstisch haben, gab's drei dicke Kerzen als Centerpiece. Danke an Bine für die Deko-Idee mit den Korken :-)

Knödel hab ich fertig gekauft, aber dafür den Rotkohl selbst gemacht. Also erst mal einen ganzen Kohlkopf kleinhäckseln (bin ich froh um meine Küchenmaschine!) und mit Salz ein bisschen durchmassieren, damit der Kohl ein bisschen weicher wird.


Dann in einem Bräter (ein Topf hätte wohl nicht ausgereicht, fürchte ich) Zwiebeln karamellisieren lassen und mit Balsamico ablöschen. 


Dazu kommen dann Apfel- und Orangensaft und etwas Wasser und natürlich der Hauptdarsteller, also der Rotkohl. Außerdem ein Kräutersäckchen - aber nicht das, was man in der Schweiz kaufen und dann rauchen kann :-))), sondern ein Lorbeerblatt, ein paar Wacholderbeeren, ein paar Nelken und eine Zimtstange). Das köchelt dann solange vor sich hin, bis es weich ist, und das kann gut ein, zwei Stunden dauern. Deshalb hab ich den Rotkohl morgens schon gekocht und abends nur erhitzt - hat hervorragend funktioniert.  Ich war ja eh schon mit Sauce und Vogel beschäftigt, da wollte ich nicht ins Schlingern kommen.

Am Ende der Garzeit kam dann noch ein halbes Glas Preiselbeeren dazu, und damit wäre er in der vegetarischen Variante eigentlich fertig. Aber der Hamster als weltbester Abschmecker war der Meinung, da fehlte noch was. Also hab ich noch schnell ein paar Speckwürfelchen in die Pfanne gehauen und kräftig angebraten. Würfelchen und das ausgetretene Fett kamen dann noch zum Rotkohl dazu, und die Kombination aus fruchtig und rauchig war sensationell, und der Rotkohl glänzte schön!


Tja, das war Ende November, ein sehr schöner und leckerer Abend, und jetzt ist schon Advent... Das ändert sich wohl nie - Weihnachten kommt jedes Jahr so plötzlich :-) Deswegen gibt es schon bald einen Blogpost mit Weihnachtsdeko!

Be thankful and be blessed!