Montag, 4. April 2022

Mal wieder ein Gruß aus der Küche

Hallo, Ihr Lieben!

Wie Ihr wisst, bin ich ja ein Fan von Gerichten, die entweder schnell gehen, einfach zuzubereiten sind oder wenige Zutaten haben. Und da ich immer mal wieder was Neues ausprobiere, hab ich Euch mal was zusammengestellt, was in der letzten Zeit so auf unseren Tellern gelandet ist.

Anfangen will ich mit unserem Samstagsfrühstück... Unter der Woche gibt es immer Müsli, Kaffee und einen kleinen Smoothie mit wechselndem Obst, aber am Wochenende wird ausgiebiger gefrühstückt. Kürzlich hab ich auf Instagram Pancakes gesehen mit drei Zutaten: Banane, Ei, Zimt. Und das soll funktionieren??? OK, Challenge accepted. Ich also samstagsmorgens drei reife Bananen zu Mus zerquetscht, vier Eier dazu gekleppert und mit einem Teelöffel Zimt verfeinert. Ziemlich flüssige Angelegenheit... Ab damit in eine beschichtete Pfanne. Am besten ein Deckel drauf, damit alles schnell durchgart und nix anbrennt. Hmpf, das muss man seeeehr vorsichtig wenden, aber dann - oh Wunder - kommen kleine, bananig-süße Pancakes dabei raus. Frisches Obst dazu, und fertig!


Mittlerweile habe ich das Rezept ein wenig optimiert und gebe eine Tasse Haferflocken hinzu, und dann wird das Ganze mit dem Stabmixer durchgemixt. Dadurch ergibt sich eine glattere Masse, die allerdings immer noch recht flüssig ist. Man könnte da sicherlich noch mehr Haferflocken zugeben, aber das wollte ich eigentlich nicht. Durch den Fruchtzucker werden die Pancakes relativ dunkel, sind aber nicht verbrannt, auch wenn das hier so aussieht:


Man könnte die Ananas ein wenig in Ahornsirup ertränken, muss man aber nicht. Je reifer die Bananen, desto süßer die Pancakes. Echt lecker! 

Bleiben wir noch kurz beim Frühstück. Sonntags gibt es immer Eier, und kürzlich wollte ich die mal ein bisschen anders servieren. Also alle möglichen Zutaten in ein Muffinblech geschnippelt, z. B. Kirschtomaten, Schinkenwürfel, Champignons, Frühlingszwiebeln... Dann Eier verquirlt, darüber gegossen und ein bisschen geraspelten Käse drüber. Ab in den Ofen und anschließend mit etwas Überredungskunst die Egg-McMuffins aus den Förmchen gepult :-)


Optisch jetzt nicht so der Bringer, aber prima zum Mitnehmen, beispielsweise für ein Picknick.

Kleinigkeiten zum Kaffee oder mittags müssen natürlich auch sein: Die gesunde Mittagsvariante wäre z. B. ein Toast mit Curry-Quark oder Curry-Frischkäse und Mangospalten.


Oder Blaubeer-Muffins mit ohne Zucker und Haferflocken :-)


Es geht natürlich auch schneller, und zwar mit fertigem Blätterteig. Die Zimtschnecken sind dann zwar nicht wirklich kalorienarm, aber sind ratzfatz fertig und auch ziemlich lecker.


In der Schweiz ist ein Püree aus Esskastanien relativ üblich, aber hier sind vorgegarte Maronen noch relativ unbekannt, wenn man mal von den heißen Maroni vom Weihnachtsmarkt absieht. Ich hatte sie ursprünglich für eine Rosenkohlbeilage besorgt, dann aber meine Pläne geändert, sodass ich sie anderweitig verwenden konnte. Ich hab dann ein Kuchenrezept gefunden, das kaum Mehl enthält, aber relativ viel Haselnüsse und eben besagtes Maronenpüree. Ich hab die Haselnüsse selbst zerkleinert und dadurch waren sie nicht ganz so fein, sondern in größeren Stücken, aber genau das machte den Reiz aus. Der Kuchen ging nicht weit auf und blieb eher kompakt, aber wenn man es schokoladig-kernig mag, ist das genau das Richtige.


Ein paar Hauptgerichte hab ich aber auch noch im Gepäck - einige mit Fleisch, andere ohne. Als erstes gibts ein Wildschweinfilet. So ein Wildschwein ist zwar ein großes Tier, aber das Filetstück, das sich in unserem Grutto-Paket befand, war eher von der kleineren Sorte. Das hätte höchstens als Vorspeise gereicht. Also hab ich nach dem Anbraten noch Hackfleisch drumherum gepackt und wollte es zunächst in Blätterteig einwickeln. Quasi ein wildes Filet Wellington. Der Hamster findet Blätterteig aber nur so semi-gut, also hab ich das Päckchen stattdessen in Bacon eingewickelt und im Ofen zuende gegart. So war die Menge für uns Beide genau richtig und echt was Besonderes!


 Ach ja, in dem Hackfleisch sind Käsewürfelchen - sowas kann ja nie schaden :-)))

Und wo Sie grad sagen Käse... Hier noch was ganz Leckeres mit Hühnchen, und zwar Philadelphia Chicken! Hühnerbrustfilets mit Baconstreifen einwickeln und im Ofen vorgaren. Währenddessen aus Kräuterfrischkäse und Sahne (oder einem Ersatzprodukt Eurer Wahl) eine Sauce zubereiten. Diese an das Fleisch angießen und beides zusammen fertig garen. Dazu passt Reis oder alles, was die köstliche Sauce gut aufnehmen kann!


Aus Hühnchen lässt sich aber auch eine ganz hervorragende Burger-Füllung zaubern. Ihr habt bestimmt schon mal von Pulled Pork gehört, aber es gibt auch Pulled Chicken. Ich hab das Hühnchen zwar nicht stundenlang auf niedriger Temperatur im Smoker zubereitet, sondern mich für eine vereinfachte Variante (mit Mehrwert!) entschieden. Und zwar hab ich mit den Hühnerbrüsten eine Brühe gekocht mit Lauch, Möhren, Sellerie und allem, was so dazu gehört. Dann hab ich das gegarte Fleisch mit zwei Gabeln zerzupft (pulled, halt) und mit einer klassischen süß-scharfen BBQ-Sauce gemischt (wobei ich zuvor ein bisschen wieder in die Suppe zurückgepackt hab. So hab ich jetzt Hühnersuppe im Gefrierfach, falls mal wieder eine Erkältung im Anmarsch ist, und wir hatten mit selbstgebackenen Buns, ein bisschen Käse und Tomaten ganz köstliche Pulled Chicken Burger.


Um es ausgewogen zu halten, gibt es jetzt noch ein Fisch-Rezept, das unglaublich viel her macht, aber supersimpel in der Zubereitung ist. Dafür hab ich zwei Zucchini relativ dünn gehobelt und mit Kräutern der Provence und ein bisschen Olivenöl kräftig gewürzt. Das kam dann auf ein Backblech mit Backpapier, und auf das Gemüsebett kam dann mein Lachs mit der Hautseite nach unten. Auf jede Lachsportion kamen dann zwei bis drei Teelöffel Pesto und halbierte Kirschtomaten. Nach 25 Minuten bei 200 Grad Umluft im Ofen ist das Gericht fertig, low carb und sieht auch noch gut aus!




Statt Zucchini kann man das auch prima mit Möhren zubereiten, hab ich erst gestern getestet und für sehr gut befunden :-)

Zu guter Letzt hab ich noch was im Gepäck, das ein bisschen mehr Arbeit macht, sich aber durchaus lohnt, wenn man mal eine Low Carb Alternative braucht. Und zwar Pizzateig! OK, vorneweg, es ist natürlich kein Vergleich zu einem echten Hefeteig, aber der Hamster und ich finden die Variante echt lecker, und wenn es mal ohne Kohlehydrate gehen muss, kann ich das wirklich empfehlen.

Als erstes wird der Blumenkohl geschreddert, das kann man mit dem Blender oder der Küchenmaschine machen, es geht aber auch von Hand mit einer Reibe. Danach hat man die Wahl: Entweder den Blumenkohl in der Pfanne kurz durchgaren oder aber fünf Minuten in Salzwasser blanchieren, mit kaltem Wasser abschrecken und in einem Küchenhandtuch gut ausdrücken. Letzeres ist aufwändiger, sorgt aber dafür, dass dem Gemüse mehr Flüssigkeit entzogen wird. Und je mehr Flüssigkeit draußen ist, desto knuspriger wird der Boden.

Diese Blumenkohlmasse wird dann mit einem Ei, zwei Esslöffeln gemahlenen Mandeln und 80 Gramm Ziegenfrischkäse (normaler Frischkäse geht auch) und ordentlich Thymian (Oregano geht auch) vermischt. Dünn auf ein Backblech streichen und für 40 Minuten vorbacken.


Wenn man danach googelt, gibt es diverse Abwandlungen dieses Pizzabodens: Mit Mehl statt Mandeln, Blumenkohl in der Pfanne gebraten statt blanchiert, geriebener Käse statt Frischkäse - hab ich alles noch nicht getestet, ist aber sicher einen Versuch wert.

Nach diesem ersten Backdurchgang kann die Pizza belegt werden - es empfiehlt sich, sie nicht zu dick zu beladen, denn dann leidet die Knusprigkeit des Bodens. Wenn einem das aber egal ist, go for it! Ich hab sie mit ein bisschen Salami, Zwiebeln, Paprika und Oliven belegt und natürlich Käse.


Das kommt dann noch mal für 10 Minuten in den Ofen (evtl. auch ein bisschen länger), und dann kann losgespachtelt werden. Wir fanden das so lecker, dass wir die Übung am übernächsten Tag gleich wiederholt haben!


Falls Ihr jetzt Appetit habt - gern geschehen!!!