Freitag, 23. April 2021

Spring is in the Air

Huhu, Ihr Lieben,

der Hamster und ich wurden am Donnerstag das erste Mail geimpft (mit dem Biontech-Wirkstoff), und nachdem ich mich tags drauf ein bisschen matschig fühlte, hat der Hamster am Tag Zwei mit ziemlichen Kopfschmerzen zu kämpfen, der Arme! Aber ansonsten sind wir sehr froh, dass das bei uns jetzt schneller ging, als wir zu hoffen gewagt hatten. (Wow, was 'ne Satzkonstruktion...)

Ansonsten ist das Wetter hier in Magdeburg äußerst aprillig, also mal Sonne, mal Wind, mal Regen, mal warm, mal popokalt... Aber wenn man sich so die Bäume, Sträucher und Beete anschaut, wird klar, der Frühling steht nicht nur vor der Tür, er hat es sich auch schon mal im Flur bequem gemacht. Ich hoffe, er zieht bald die Schuhe aus, um anzudeuten, dass er 'ne Weile bleiben will!

Dementsprechend gab es am Wochenende was frühlingshaftes, und zwar selbstgemachte Pasta, yay! Ich hatte nämlich tatsächlich doppelgriffiges Mehl ergattern können. Und weil der Hamster den  Nudelteig gemacht hat, kamen Eier in den Teig, und zwar pro 100 g ein Ei. Weil ich mich nicht entschdeiden konnte, gab es gleich zwei Füllungen, einmal mit Bärlauch und einmal mit Ziegenkäse.


Waren beide nicht besonders kompliziert: In die Bärlauchfüllung kamen außer dem gehackten Namensgeber noch Ricotta, Parmesan und Eigelb (die Eiweiße wurden am nächsten Morgen im Rührei mit verbraten - im wahrsten Sinne des Wortes). Und für die andere Füllung habe ich Ziegenweichkäse mit einer Gabel zerdrückt, ein Ei und Frühlingszwiebeln in Ringen hinzugefügt, und das war's auch schon.

So sah das dann aus: 





Und  auf Bild Zwei könnt Ihr schon erahnen, was es dazu gab... Um die Füllungen nicht zu erschlagen, habe ich keine Tomatensauce dazugemacht, sondern zweierlei Butter. Für die Bärlauchravioli gab es eine Zitronenbutter, und über die Ziegenkäseravioli habe ich eine Salbei-Honig-Butter gegeben. Ja, ich sag's Euch, das gab's nicht zum letzten Mal!


Und als Nachtisch hab ich uns Panna Cotta gemacht. Ist nicht kompliziert, macht aber ordentlich was her und passte von daher gut zu den Ravioli. Nachdem die Sahne mit der Gelatine vermischt war, habe ich die Masse in die universell einsetzbaren Gläschen vom Möbelschweden gegossen, und weil ich ein bisschen ausprobieren wollte, die Gläschen dann schräg in ein Muffinblech gestellt zum Festwerden.


Und die haben für das ganze Wochenende gereicht - wir sind zwar verfressen, aber sooo dolle dann auch wieder nicht :-) Wenn die dann erkaltet und fest sind, kann man ganz easy ein paar Beeren (frisch oder TK, beides geht) pürieren und als Fruchtsauce aufgießen. Und ich finde, damit kann man wirklich ein bisschen angeben!


Ok, das hätte jetzt noch mit einem Minzblättchen oder ein paar gehackten Pistazien verziert werden können, aber man muss sich ja auch noch Luft nach oben lassen...

Neulich gab es mal wieder Blumenkohlscheiben im Ofen geröstet, und da bleibt dann immer die Hälfte übrig, weil nur der Mittelteil ordentlich zusammenbleibt, und der Rest in Röschen zerfällt. Um die sinnvoll zu verarbeiten, habe ich sie am nächsten Tag in den Standmixer geschmissen und zerschreddert. Daraus könnte man einen Low Carb Fried Rice machen, und im Grunde hab ich dann auch sowas ähnliches fabriziert. Zunächst hab ich die Blumenkohlfragmente mit Olivenöl in der Pfanne angebraten und dann aus der Pfanne raus beiseite gestellt. In dem restlichen Öl habe ich dann Wonderhack mit Zwiebeln und Knofi angebraten, zwei in mundgerechte Häppchen zerteilte Paprikaschoten mit dazugepackt, und dann kamen noch eine Dose gehackte Tomaten und etwas Tomatenmark dazu. Kräftig gewürzt und dann den Blumenkohl"reis" wieder mit in die Pfanne. Zum guten Schluss könnte man das Ganze mit etwas geriebenem Käse überbacken, ich hab aber einfach nur Feta-Würfel untergehoben. Sieht mal wieder aus wie vom Trecker überfahren, war aber echt lecker!


Und manchmal ist es gut, auch mal auf den Rat des Nachwuchses zu hören... Ich hatte ja schon ein paar Kunstwerke geschaffen (die einen sagen so, die anderen so...), aber für's Schlafzimmer fehlte mir noch was. Zwei von drei Bildern waren auch schon angefangen, aber ich war überhaupt nicht zufrieden damit und wollte das ganze Projekt schon über den Haufen werfen. Nach ausgiebiger Begutachtung zitierte aber die Jüngste meinen ehemaligen Chorleiter mit den Worten "Da ist schon viel Schönes dabei", und ich solle mich doch einfach nochmal dran setzen.

Also hab ich Papier besorgt und nochmal neu angefangen. Und was soll ich sagen? Gut dass ich auf den Ratschlag gehört hab, denn beim zweiten Anlauf wurde es besser! Ich wollte etwas Zierliches, Florales; unaufgeregt, aber doch irgendwie abstrakt, und farblich sollte es zur Schlafzimmereinrichtung passen. Daher gab es eine Kombination von Wasserfarbe und Metallfolie - klingt komisch, funktionert aber.


Hier noch im Einzelnen:




Manchmal hilft es eben, ein oder 25 Nächte drüber zu schlafen und dann nochmal von vorn anzufangen :-)

Habt ein schönes Wochenende, Ihr Lieben!!

Dienstag, 6. April 2021

Frohe Ostern gehabt zu haben

Huhu Ihr Lieben,

na, alle Eier gefunden? Wir haben Ostern ziemlich gemütlich verbracht; des Hamsters Erstgeborene ist zu Besuch, und wir haben Schwiegermamas selbstgemachtes Eierlikörchen verputzt, Corona-Tests sind alle negativ, was will man mehr?!

Und wenn man davon absieht, dass hier gestern tatsächlich so fieses, weißes Zeugs vom Himmel fiel und es empfindlich kalt ist, scheint die Sonne, und die Osterglocken blühen mit den Krokussen (wie ist der Plural von Krokus? Kroküsse, Kroken, Krokanten???) um die Wette. Deshalb stand mir die Tage der Sinn nach Spargel, und so gab es erst eine Quiche mit grünem Spargel und Räucherlachs für den Hamster und mich:


Und als dann unser Billie Eilish-Double kürzlich zu Besuch war (Foto gab's im letzten Post), haben wir zusammen eine Spargel-Pizza gebastelt mit weißem Spargel, Zucchini und einer Béchamel- statt Tomatensauce, und für's vegane Kind halt ohne Käse:


Mittlerweile haben sich beide Töchter für eine vegane Lebensweise entschieden, und so gibt es momentan bei uns Vegan/Vegetarisches, gestern z. B. ein Kartoffel-Möhren-Curry. Am Ostersonntag hatte ich viel Zeit, und so hab ich mich an selbstgemachten Gnocchi versucht. Die waren gar nicht so kompliziert, wie ich befürchtet hatte. Im Grunde hab ich nur Kartoffeln gekocht (vorwiegend festkochend), die dann gepellt und gestampft. Dazu kam Mehl, ein bisschen Salz und Muskat, was dann zu einem Teig verknetet wurde.


Den hab ich dann in mehrere kleinere Portionen geteilt, in kleine Kugeln geformt und mit der Gabel dieses typische Muster reingedrückt. Eigentlich wollte ich sie mit der Gabel rollen, die Mistviecher haben sich gewehrt! Dann halt so...

Hier die komplette Ausbeute von 750 g Kartoffeln und 270 g Mehl (und die Gnocchi sind in etwa so groß wie ein 5 Mark-Stück, falls sich noch jemand daran erinnert...):


Danach wurden die Dinger in einem großen Topf mit reichlich kochendem Salzwasser gegart. Die genaue Kochzeit gann ich gar nicht sagen, aber wenn man sie reinschmeißt, sinken sie erst mal auf den Boden, und wenn sie nach oben schwimmen, sind sie fertig. Man sollte sich allerdings nicht zu weit vom Topf entfernen, das kann schnell gehen!


Gnocchi allein sind aber langweilig, also hab ich Zwiebeln, Spinat, Kichererbsen und Datteltomaten in eine Pfanne geschmissen und das Ganze mit viel Knoblauch und Muskat und allerlei anderen Gewürzen abgeschmeckt. Baden-Württemberg mag das derzeit anders sehen, aber meine Ampelkoalition auf dem Herd war völlig unkompliziert:


Gut zwei Drittel der Gnocchi habe ich gleich mit in die Pfanne gehauen, und das restliche Drittel separat in einer beschichteten Pfanne angeröstet, bis sie knusprig waren. Mein Fazit: Einfacher, als ich dachte, allerdings schon zeitaufwendig. Aber ich müsste mal ausprobieren, die Knödelchen auf Vorrat zu produzieren. Mir stellt sich nur die Frage, ob ich sie gegart oder ungegart einfriere - das sollte sich aber recherchieren lassen. Dann wären die Gnocchi eine echte Alternative, auch für den Alltag.


Und wie schon beim letzten Blog Post, hier noch ein bisschen Hundecontent:





Bevor hier jetzt jemand den Tierschutz einschalten will, dem Elsemädchen geht es gut! Sie ist eines von zwei sehr geliebten, sehr verwöhnten, sehr felligen Familienmitgliedern!

In diesem Sinne gehabt Euch wohl!!!