Hallo Ihr Lieben,
heute ist zwar schon der fünfte Januar, aber ich möchte Euch trotzdem noch ein frohes neues Jahr wünschen! Möge es uns allen gelingen, mit der neuen Normalität leben zu lernen, und vielleicht ergeben sich ja auch neue Chancen und Möglichkeiten... Auf alle Fälle wünsche ich uns allen Gesundheit, Glück und Erfolg, und zum ersten Mal empfinde ich diesen Wunsch nicht als hohle Phrase, sondern als echten, ehrlich gemeinten Wunsch für uns alle!
Das neue Jahr begann zwar sehr gemütlich mit dem Hamster und mir und Gin Tonic auf dem heimischen Sofa, aber dann wurde es ausgerechnet am vergangenen Wochenende etwas turbulent. Der geneigte Leser/die geneigte Leserin weiß, dass wir unsere Couch und unser Leben mit zwei Fellnasen teilen, die nicht mehr ganz jung sind. Else macht sogar Methusalem Konkurrenz, wenn ich das mal so sagen darf.
Tja und Sonntag hatten wir schon den Eindruck, dass irgendwas mit ihr nicht stimmt. Sie war anders als sonst, und in der Nacht musste sie ungefähr sechs bis acht Mal nach draußen. An Schlaf war für keinen von uns zu denken, und am Morgen wurde es eher schlimmer als besser. Sobald die Tierarztpraxis unseres Vertrauens geöffnet hatte, habe ich einen Termin ausgemacht, und eine gute Stunde später wurde das alte Mädchen untersucht - Blasenentzündung! Jetzt verabreicht Schwester Honey (also ich) regelmäßig ein Antibiotikum, ein Schmerzmittel und Vitamin B für die arthritischen Gelenke. Alles für den Dackel, alles für den Hund! Aber der Mix aus guter Pflege und Pharmazie zeigt gottseidank schon Wirkung, und so mussten wir diese Nacht nur drei Mal in den Garten; es geht ihr zwischenzeitlich deutlich besser!

Und nachdem dank DHL auch vergangene Weihnachten wieder alle Geschenke sicher und heil bei den Beschenkten angekommen sind, kann ich ja mal zeigen, was ich diesmal in meinem Zauberkessel gebraut und gebastelt habe:
Ich fang dann auch gleich mal mit einem äußerst kalorienarmen Stück Torte an - ist für eine junge Dame im Teenageralter, und da dachte ich, ein Täschchen für Kleinkram kann man immer brauchen. Es hat einen Reißverschluss rundum, und eignet sich für Kleinigkeiten wie Labello, Taschentücher, Haargummis oder - ganz aktuell - eine Ersatzmaske oder so.
Und wo wir schon bei Genähtem sind: Dieses Jahr habe ich zwar den Großteil meiner Geschenke in der Küche produziert, aber ein bisschen was kam auch aus dem Nähzimmer:
Das Foto ist nicht das Beste, aber dummerweise das einzige... Anyway, es handelt sich um einen Kissenbezug mit Rüschenbesatz und Hotelverschluss. Will sagen, der Bezug hat keinen Reißverschluss oder Knopfleiste, sondern der Stoff überlappt auf der Rückseite. Sehr praktisch, weil man sich nie über nicht funktionierende Reißverschlüsse oder abgerissene Knöpfe ärgern muss. Die Kopfkissenbezüge vom großen schwedischen Möbelhaus sind oft nach diesem Prinzip genäht. In dem Fall hier habe ich übrig gebliebenen Stoff verwendet von einer Vorhang-Kürz-Aktion - somit hat Marie perfekt passende Kissen zu ihren Vorhängen, und dank der Farbe wirken die Rüschen auch nicht kitschig, sondern ganz edel, wie ich finde. Außerdem ist es ein recht fester Canvas-Stoff, sodass die Rüschen sehr schön stehen und nicht zusammenfallen.
Jetzt aber zum Löwenanteil: Die Mädels haben in der letzten Zeit ihre Ernährung umgestellt: Eine lebt komplett vegan, die andere verzichtet weitestgehend auf tierisches Eiweiß. Also musste was her, das diese Ernährungsformen berücksichtigt. Angefangen hab ich mit Karamellsirup:
Wie man den macht, habe ich schon mal in einem älteren Blogpost berichtet. Dazu gab's dann noch das Rezept für meine veganen Pancakes, denn diese Kombination ist einfach lecker!
Zusätzlich hab ich dieses Jahr neben dem Winterzauber (also dem Apfel-Zimt-Limes mit Wodka) noch Heiße-Liebe-Likör gemacht und Glühwein-Kirsch-Konfitüre:
Den Likör gab's vor allem für meine Mama, die mit Zimt nicht soviel anfangen kann. Hierzu hab ich Himbeer-Vanille-Tee mit Kandis und heißem Wasser aufgesetzt, eine Nacht lang ziehen lassen und dann mit braunem Rum aufgefüllt. Ist sehr lecker, aber mit Vorsicht zu genießen, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen und wurde mir von verschiedenen Seiten bestätigt! :-)
Die Glühwein-Kirsch-Konfitüre wurde mit Lebkuchen-Gewürz verfeinert und macht sich sehr gut auf frischem Weißbrot mit Frischkäse, aber ich kann sie mir auch gut als Füllung einer Biskuitrolle vorstellen.
Die Gläser habe ich im Nachhinein noch mit einer Manschette aus rotem Wollfilz verziert. Wenn der Inhalt verputzt ist, kann man ein Teelicht oder eine Kerze reinstellen und hat ein hübsches Windlicht. Wenn das mal nicht nachhaltig ist, weiß ich es auch nicht...
Zusätzlich gab diese Hülle noch einen weiteren Schutz für die Gläser, denn ich musste ja alles verschicken. Bisher hat niemand von Bruch berichtet, scheint also funktioniert zu haben.
Lebkuchengewürz ist auch etwas, woran sich die Geister scheiden, und deshalb hab ich noch einen weiteren Aufstrich produziert, und zwar angelehnt an die Raffaello-Kugeln. Zutaten sind im wesentlichen weiße Schokolade, Kokosraspeln, Butter und gesüßte Kondensmilch - man darf das Zeug mit Fug und Recht auch als Hüftgold bezeichnen!
Ich konnte den Hype um gesüßte Kondensmilch bisher nicht so recht verstehen - ich hab den Sinn nicht verstanden: Ich mag keine Kondensmilch im Kaffee und schon gar nicht gesüßt, außerdem hat man doch schnell ein bisschen Zucker in den Milchkaffee gelöffelt, da braucht man doch kein Fertigprodukt dafür. In mein Hüftgold-Rezept kam aber welche rein, und ich musste feststellen, dass dieses Milchmädchen (so heißt die bekannteste Marke) eine puddingartige Konsistenz hat, und ich käme nie im Leben auf die Idee, das in meinen Kaffee zu rühren!
Aber in dem Auftrich machte sie sich hervorragend, und so habe ich noch ein zweites Rezept damit ausprobiert: Spekulatius-Fudge
Fudge kannte ich bis dato nur aus England, und so eine richtig gute Übersetzung dafür habe ich auch noch nicht gefunden. Torrone geht wohl in die Richtung, aber so richtig deutsch ist das jetzt auch nicht, olé! Hauptzutaten sind hier die besagte Milchmädchen-Kondensmilch, wieder weiße Schokolade und zerbröselte Spekulatius-Kekse. Schoki schmelzen, Kondensmilch und Spekulanten unterrühren, auf Backpapier streichen und erkalten lassen. Dann in mundgerechte Häppchen schneiden und naschen!
Und auf speziellen Wunsch von zwei Herren gab es auch dieses Jahr wieder Spekulatius-Trüffel, die ich aufgrund der großen Nachfrage gleich in großem Stil hergestellt hab:
Die Verpackung in Tetra-Pak hat sich bewährt, deshalb hab ich sie auch dieses Jahr wieder für die Trüffel verwendet.
Und falls jemand dank meiner gehaltvollen Geschenke im neuen Jahr mehr Sport machen will, hab ich gute Empfehlungen. Alex und ich sind zwar nicht schlanker geworden, aber fitter; und gut für die Abwehrkräfte ist regelmäßige (nicht übermäßige) Bewegung allemal.
Habt einen guten Start in 2021!!!