Freitag, 22. Januar 2021

Auf zu neuen Ufern!

Ihr Lieben,

derzeit sieht es bei uns so aus:


Deshalb wird es hier die nächsten Tage ein wenig ruhiger, weil es fernab vom Rechner ein bisschen hektisch werden könnte... Am Mittwochmorgen steht der Umzugswagen vor der Tür, und dann wird's ernst! Bis dahin spiele ich Tetris mit Umzugskartons, miste aus und stelle in Frage, ob mich ein Teil glücklich macht, oder ob ich mich freundlich für seinen bisherigen Dienst bedanke und es dann unserer Mülltonne übereigne. 

Was ich definitiv schon sagen kann: Marie Kondo und ich werden keine Besties; Minimalismus ist nix für mich! Ohne Deko sieht es bei uns ganz schön kahl aus, und diese Leere finde ich nicht befreiend, sondern ungemütlich. Klar hat es gutgetan, überflüssigen Klimbim loszulassen, aber so ganz ohne ist auch komisch. 

Zwischen den ganzen Umzugskisten muss natürlich auch gefuttert werden, deshalb wollte ich Euch noch mein neuestes vegetarisches Experiment zeigen:


Läuft offiziell unter "Börek", aber ich schätze, so richtig türkisch ist das nicht. Was hab ich gemacht? Fertigen Yufka-Teig (also die fettärmere Schwester vom Blätterteig) auf ein Backblech und zwischen die einzelnen dünnen Teigblätter  immer abwechselnd eine Schicht zerkrümelten Feta und eine Mischung aus Joghurt, Ei, Olivenöl und Knoblauch gestrichen. Abgeschlossen hab ich mit einer Schicht Joghurt und - in Ermangelung von Sesam - einem Saatenmix für Salat (Kürbiskerne, Pinienkerne, Sonnenblumenkerne etc.). 

Zusammen mit einem Salat sehr lecker, und es schmeckt sowohl heiß direkt aus dem Ofen als auch kalt ganz prima!


Übrigens hab ich vorgestern die Bestätigung erhalten, dass unsere neue Küche am 11. und 12. Februar eingebaut wird (Weiberfastnacht...seufz...). Zwei Wochen werden wir uns also mit Ein-Topf-Gerichten und Lieferando vergnügen. Ich freu mich aufs Experimentieren und werde berichten.

Drückt uns die Daumen für den Umzug und gehabt Euch wohl!!!


Donnerstag, 14. Januar 2021

Neuer Gruß aus der Küche

Huhu, Ihr Lieben,

die ersten Kisten sind gepackt, die meiste Deko ist schon abgeräumt, und einen Gemütlichkeitspreis gewinnen wir momentan eher nicht. Umso wichtiger ist es, sich mit leckerem Futter zu verwöhnen und es zumindest unter diesem Aspekt ein bisschen gemütlich zu machen.

Letztens habe ich übrigens in meinem kleinen Rewe tatsächlich geräuchertes Paprikapulver gefunden, und es hat mir keine Ruhe gelassen - ich musste die vegane Leberwurstalternative nochmal probieren, die beim ersten Versuch mit normalem Paprikapulver so gnadenlos daneben gegangen ist. 



Die Konsistenz ist super, lässt sich toll verstreichen; optisch finde ich den Aufstrich auch sehr ansprechend. Mit den Gewürzen hab ich es ein bisschen sehr gut gemeint, und das Ganze ist recht würzig, um das mal so auszudrücken... Aber auf einem kräftigen Roggenbrot mit ein paar Gewürzgürkchen ist es nicht zu verachten!  Das Brot hab ich dann auch gleich dazu gebacken...



Ach ja, seit kurz vor Weihnachten sind wir fast Vegetarier. Vorher haben wir ja schon nicht viel Fleisch gegessen, aber seit neuestem kommen wir fast ohne aus. Ich bin da jetzt nicht dogmatisch: Wenn wir was bestellen und haben Lust auf 'nen Döner, dann gibt's den halt. Oder uns ist mal nach Fisch, dann gibt's den auch. Ich will niemanden bekehren und umgekehrt will ich auch nicht bekehrt werden. Ich bin nur der Meinung, dass jeder was gegen Massentierhaltung machen kann und sollte, und jeder Schritt weg davon ist einer in die richtige Richtung. 

Außerdem habe ich festgestellt, dass unser Speiseplan schon recht eingefahren war. Ich glaube, das geht jedem irgendwann mal so. Man hat seine Standards, die schnell gemacht sind, und von denen man die Zutaten im Kopf hat, und für die auch kein Rezept gebraucht wird. Alles gut und schön, aber ab und zu darf es auch mal was Neues sein, und unser Fokus hin zu mehr vegetarischen Gerichten bewirkt indirekt mehr Abwechslung - find ich gut. 

Gestern z. B. hatten wir sogenannte Möhrenpommes. Naja, wenn ich ehrlich bin, waren es gestiftelte Möhren, die ich mit Öl, Gewürzen und Parmesan gemixt und auf einem Blech im Ofen gebacken hab. Dazu gab es einen Joghurt-Dip mit Knofi und Zitrone, aber ein Foto gibt es leider nicht. War zu schnell weggefuttert! :-)

Heute hingegen hab ich ein Foto für Euch: 


Blumenkohl-Steaks (ich weiß, dass Steak eigentlich was anderes ist, aber ich sag auch Hafermilch, obwohl ich weiß, dass es keine Milch ist) mit gebackenen Kartoffeln und dem restlichen Joghurt-Dip von gestern. 

Dazu schneidet man den Blumenkohl in relativ dicke Scheiben und lässt den Strunk dran, damit die Scheiben nicht auseinander fallen. Die Scheiben werden dann auf jeder Seite mit Knoblauchbutter eingeschmiert und kommen in den Ofen (insgesamt 20 Minuten, dabei habe ich sie nach 10 Minuten gewendet). Darauf kam dann noch ein bisschen Pesto, und das war mal richtig lecker! OK, nicht ganz fettarm, aber irgendwas ist immer :-)

Und für die Süßschnäbel hab ich auch noch was in petto: Veganer Nuss-Zopf! Im Wesentlichen macht man einen süßen Hefeteig, der mit einer Nussmasse bestrichen wird. Eigentlich hätten da 50 g Walnüsse und 200 g Haselnüsse reingemusst, aber meine Vorräte gaben genau das umgekehrte Verhältnis her, sodass die Füllung ein bisscher herber war durch den höheren Walnussanteil. Hat dem Geschmack aber überhaupt keinen Abbruch getan.

Hier also der ausgerollte Teig:


Dann mit Nussfüllung:



Das wird dann aufgerollt, die Rolle einmal der Länge nach aufgeschnitten und die beiden Hälften mit der Schnittkante nach oben nebeneinander gelegt, damit sie anschließend miteinander verschlungen werden können.



Das könnte man so schon aufs Blech packen, aber ich habe es in eine Form gestopft, damit ich es hinterher leichter schneiden kann. Und so sieht's aus:





Auf den Zuckerguss habe ich verzichtet, aber es war fluffig und nussig, und der Kontrast zwischen dem weichen Hefeteig und dem Biss der Nüsse war einfach großartig und wird garantiert wiederholt!

In diesem Sinne einen herzlichen Gruß aus der Küche an alle;
macht es Euch gemütlich!!!

Dienstag, 5. Januar 2021

Prosit Neujahr!

Hallo Ihr Lieben,

heute ist zwar schon der fünfte Januar, aber ich möchte Euch trotzdem noch ein frohes neues Jahr wünschen! Möge es uns allen gelingen, mit der neuen Normalität leben zu lernen, und vielleicht ergeben sich ja auch neue Chancen und Möglichkeiten... Auf alle Fälle wünsche ich uns allen Gesundheit, Glück und Erfolg, und zum ersten Mal empfinde ich diesen Wunsch nicht als hohle Phrase, sondern als echten, ehrlich gemeinten Wunsch für uns alle!


Das neue Jahr begann zwar sehr gemütlich mit dem Hamster und mir und Gin Tonic auf dem heimischen Sofa, aber dann wurde es ausgerechnet am vergangenen Wochenende etwas turbulent. Der geneigte Leser/die geneigte Leserin weiß, dass wir unsere Couch und unser Leben mit zwei Fellnasen teilen, die nicht mehr ganz jung sind. Else macht sogar Methusalem Konkurrenz, wenn ich das mal so sagen darf.

Tja und Sonntag hatten wir schon den Eindruck, dass irgendwas mit ihr nicht stimmt. Sie war anders als sonst, und in der Nacht musste sie ungefähr sechs bis acht Mal nach draußen. An Schlaf war für keinen von uns zu denken, und am Morgen wurde es eher schlimmer als besser. Sobald die Tierarztpraxis unseres Vertrauens geöffnet hatte, habe ich einen Termin ausgemacht, und eine gute Stunde später wurde das alte Mädchen untersucht - Blasenentzündung! Jetzt verabreicht Schwester Honey (also ich) regelmäßig ein Antibiotikum, ein Schmerzmittel und Vitamin B für die arthritischen Gelenke. Alles für den Dackel, alles für den Hund! Aber der Mix aus guter Pflege und Pharmazie zeigt gottseidank schon Wirkung, und so mussten wir diese Nacht nur drei Mal in den Garten; es geht ihr zwischenzeitlich deutlich besser!


Und nachdem dank DHL auch vergangene Weihnachten wieder alle Geschenke sicher und heil bei den Beschenkten angekommen sind, kann ich ja mal zeigen, was ich diesmal in meinem Zauberkessel gebraut und gebastelt habe:


Ich fang dann auch gleich mal mit einem äußerst kalorienarmen Stück Torte an - ist für eine junge Dame im Teenageralter, und da dachte ich, ein Täschchen für Kleinkram kann man immer brauchen. Es hat einen Reißverschluss rundum, und eignet sich für Kleinigkeiten wie Labello, Taschentücher, Haargummis oder - ganz aktuell - eine Ersatzmaske oder so.

Und wo wir schon bei Genähtem sind: Dieses Jahr habe ich zwar den Großteil meiner Geschenke in der Küche produziert, aber ein bisschen was kam auch aus dem Nähzimmer:


Das Foto ist nicht das Beste, aber dummerweise das einzige... Anyway, es handelt sich um einen Kissenbezug mit Rüschenbesatz und Hotelverschluss. Will sagen, der Bezug hat keinen Reißverschluss oder Knopfleiste, sondern der Stoff überlappt auf der Rückseite. Sehr praktisch, weil man sich nie über nicht funktionierende Reißverschlüsse oder abgerissene Knöpfe ärgern muss. Die Kopfkissenbezüge vom großen schwedischen Möbelhaus sind oft nach diesem Prinzip genäht. In dem Fall hier habe ich übrig gebliebenen Stoff verwendet von einer Vorhang-Kürz-Aktion - somit hat Marie perfekt passende Kissen zu ihren Vorhängen, und dank der Farbe wirken die Rüschen auch nicht kitschig, sondern ganz edel, wie ich finde. Außerdem ist es ein recht fester Canvas-Stoff, sodass die Rüschen sehr schön stehen und nicht zusammenfallen.

Jetzt aber zum Löwenanteil: Die Mädels haben in der letzten Zeit ihre Ernährung umgestellt: Eine lebt komplett vegan, die andere verzichtet weitestgehend auf tierisches Eiweiß. Also musste was her, das diese Ernährungsformen berücksichtigt. Angefangen hab ich mit Karamellsirup:


Wie man den macht, habe ich schon mal in einem älteren Blogpost berichtet. Dazu gab's dann noch das Rezept für meine veganen Pancakes, denn diese Kombination ist einfach lecker!

Zusätzlich hab ich dieses Jahr neben dem Winterzauber (also dem Apfel-Zimt-Limes mit Wodka) noch Heiße-Liebe-Likör gemacht und Glühwein-Kirsch-Konfitüre:


Den Likör gab's vor allem für meine Mama, die mit Zimt nicht soviel anfangen kann. Hierzu hab ich  Himbeer-Vanille-Tee mit Kandis und heißem Wasser aufgesetzt, eine Nacht lang ziehen lassen und dann mit braunem Rum aufgefüllt. Ist sehr lecker, aber mit Vorsicht zu genießen, das kann ich aus eigener Erfahrung sagen und wurde mir von verschiedenen Seiten bestätigt! :-)

Die Glühwein-Kirsch-Konfitüre wurde mit Lebkuchen-Gewürz verfeinert und macht sich sehr gut auf frischem Weißbrot mit Frischkäse, aber ich kann sie mir auch gut als Füllung einer Biskuitrolle vorstellen.

Die Gläser habe ich im Nachhinein noch mit einer Manschette aus rotem Wollfilz verziert. Wenn der Inhalt verputzt ist, kann man ein Teelicht oder eine Kerze reinstellen und hat ein hübsches Windlicht. Wenn das mal nicht nachhaltig ist, weiß ich es auch nicht...


Zusätzlich gab diese Hülle noch einen weiteren Schutz für die Gläser, denn ich musste ja alles verschicken. Bisher hat niemand von Bruch berichtet, scheint also funktioniert zu haben.

Lebkuchengewürz ist auch etwas, woran sich die Geister scheiden, und deshalb hab ich noch einen weiteren Aufstrich produziert, und zwar angelehnt an die Raffaello-Kugeln. Zutaten sind im wesentlichen weiße Schokolade, Kokosraspeln, Butter und gesüßte Kondensmilch - man darf das Zeug mit Fug und Recht auch als Hüftgold bezeichnen! 


Ich konnte den Hype um gesüßte Kondensmilch bisher nicht so recht verstehen - ich hab den Sinn nicht verstanden: Ich mag keine Kondensmilch im Kaffee und schon gar nicht gesüßt, außerdem hat man doch schnell ein bisschen Zucker in den Milchkaffee gelöffelt, da braucht man doch kein Fertigprodukt dafür. In mein Hüftgold-Rezept kam aber welche rein, und ich musste feststellen, dass dieses Milchmädchen (so heißt die bekannteste Marke) eine puddingartige Konsistenz hat, und ich käme nie im Leben auf die Idee, das in meinen Kaffee zu rühren!

Aber in dem Auftrich machte sie sich hervorragend, und so habe ich noch ein zweites Rezept damit ausprobiert: Spekulatius-Fudge



Fudge kannte ich bis dato nur aus England, und so eine richtig gute Übersetzung dafür habe ich auch noch nicht gefunden. Torrone geht wohl in die Richtung, aber so richtig deutsch ist das jetzt auch nicht, olé! Hauptzutaten sind hier die besagte Milchmädchen-Kondensmilch, wieder weiße Schokolade und zerbröselte Spekulatius-Kekse. Schoki schmelzen, Kondensmilch und Spekulanten unterrühren, auf Backpapier streichen und erkalten lassen. Dann in mundgerechte Häppchen schneiden und naschen! 

Und auf speziellen Wunsch von zwei Herren gab es auch dieses Jahr wieder Spekulatius-Trüffel, die ich aufgrund der großen Nachfrage gleich in großem Stil hergestellt hab:




Die Verpackung in Tetra-Pak hat sich bewährt, deshalb hab ich sie auch dieses Jahr wieder für die Trüffel verwendet.

Und falls jemand dank meiner gehaltvollen Geschenke im neuen Jahr mehr Sport machen will, hab ich gute Empfehlungen. Alex und ich sind zwar nicht schlanker geworden, aber fitter; und gut für die Abwehrkräfte ist regelmäßige (nicht übermäßige) Bewegung allemal. 

Habt einen guten Start in 2021!!!