Huhu, Ihr Lieben!
Ja, ich hab auch nicht mehr dran geglaubt, dass ich den Blog mal wieder reanimiere, aber manchmal überrasche ich mich selber! Aber auch das jüngste Töchterlein hat für eine schöne Überraschung gesorgt, indem es mir passenderweise um den Muttertag 2025 herum eine sehr frohe Botschaft verkündete. Tja, und seit November sind wir Großeltern und somit offiziell berechtigt, die elterliche Erziehung zu sabotieren :-)
Natürlich hab ich mich gleich daran gesetzt und alles mögliche für den Kleinen gebastelt: Schnullerketten, Rasseln, ein Mobile, ein Kuscheltier, usw. - das füllt einen weiteren Blogpost, versprochen! Und jetzt, wo der Knirps anfängt, die Welt zu erkunden und ich ja schon einige Quilts in meinem Leben genäht habe, hat sich das Töchterlein einen solchen gewünscht, allerdings mit Zusatzfunktion.
Wie - Zusatzfunktion? Was'n das? Unser Enkel ist zur Zeit sehr fasziniert von Strukturen, Oberflächen, Textilien, Materialien - anfassen, angucken, anlecken - und das sollte sich in dem Quilt irgendwie wiederfinden; eine Entdecker-Decke sozusagen. (Ob ich mir wohl den Namen sichern soll?) Eine grobe Vorstellung hatte ich schon, denn wenn man sich auch nur ein bisschen mit Babyspielzeug, Krabbeldecken und Co. beschäftigt, hat man schon das eine oder andere gesehen, das in die Richtung geht. Aber ich habe bewusst auf Anleitungen oder Beispiele verzichtet, denn ich wollte nichts einfach nur kopieren, sondern es sollte eine ganz individuelle Decke mit meinen eigenen Ideen werden.
Seit einem guten Jahr habe ich das Häkeln wieder für mich entdeckt. Es lag eine ganze Weile brach, da ich in meiner Sturm- und Drangzeit erst viel gestrickt und mich danach sehr aufs Nähen konzentriert hatte. Hier in Malta sitze ich jetzt zwei mal täglich gute 45 Minuten im Bus, für Projekte mit der Nähmaschine eher ungeeignet, und bei den Straßenverhältnissen mit spitzen Stricknadeln zu hantieren, ist auch nicht ganz ungefährlich. Also die ideale Gelegenheit, die Häkelnadel wieder auszugraben - in ausschließlich friedlicher Absicht, versteht sich! Und so hab ich mir gedacht, ich könnte doch beide Techniken miteinander verbinden, will heißen, ich nähe eine einfache Decke, unterteile sie in einzelne Felder, und die gestalte ich dann mit den verschiedensten gehäkelten Sachen, die ein Baby/Kleinkind hoffentlich superinteressant und spannend findet.
Es versteht sich von selbst, dass alles absolut kindersicher sein sollte, deshalb musste ich mich von ein, zwei Ideen verabschieden, weil die Gefahr einfach zu groß war, dass etwas abgenagt oder verschluckt werden konnte. Tja, und so bin ich also eines Samstags losgezogen, um geeigneten Stoff zu erlegen.
Die Jagd war erfolgreich, wie man hier sehen kann:
Ich hatte mich für Jeansstoff und eine dicke Füllung entschieden, denn das ist strapazierfähig, gut waschbar, unempfindlich und außerdem der ideale Hintergrund für fröhlich-bunte Applikationen. Ich bin nämlich nicht so der Fan von zarten Pastellfarben...
Soweit, so gut. Es sollten also drei Reihen mit jeweils fünf Quadraten werden. Das passte ziemlich gut, denn für die Felder der mittleren Reihe hatte ich nur Zwergis Namen vorgesehen, also ganz flach, damit er gut darauf liegen und von da aus die anderen Felder begutachten kann. Sehr praktisch, dass der Kleine Jonas heißt! Die anderen Pendler im Bus konnten also in den folgenden Tagen zuschauen, wie ich die einzelnen Buchstaben gehäkelt hab, und ihr könnt euch per Foto ein Bild davon machen:
Das war recht einfach, und weil ich beim Stoffkauf auch gleich noch zwei riesige Knöpfe gekauft hatte, waren die nächsten beiden Felder auch schon erledigt: Von meiner Kühltaschen-Näh-Aktion hatte ich noch Sonnenblenden-Material übrig, das habe ich zugeschnitten, umhäkelt und als eine Art Klappe auf die Felder genäht. Dann noch sorgfältig die beiden Knöpfe angebracht und schon hatte ich die ersten beiden Quadrate fertig.
Und wo wir gerade so schön bei Verschlüssen sind, gibt es noch eine Gürtelschnalle dazu. Ihr habt bestimmt früher auch so einen Stoffgürtel gehabt, der zuerst durch zwei Ringe und dann nochmal nur durch einen gefädelt werden musste (ich kann mich jedenfalls noch lebhaft an diese Art Gürtel erinnern). Ich hatte noch zwei unbehandelte Buchenholzringe und etwas türkises Baumwollgarn et voilá:
Wenn das mit dem Einfädeln noch nicht so klappt, drauf rumkauen klappt bestimmt! Außerdem soll die Decke ja für die nächsten Monate und nicht nur für ein paar Tage spannend sein. Ich hatte dann noch vier von diesen Ringen, und hab damit gleich weitergemacht. Einfach mit Garn in verschiedenen Farben befestigt, und er kann sie drehen und klappen.
Da Jonas mit zwei Stubentigern aufwächst, wollte ich logischerweise auch eine Miezekatze auf der Decke verewigen. Meine Idee war, die Katze in der Mitte eines Feldes anzubringen und den Schwanz lang runterhängen zu lassen. (Klingt komisch, ist aber so.) Der sächsische Wetterhamster als erfahrener Vater hat dringend davon abgeraten, denn der Knirps könnte den in den Mund nehmen und verschlucken. Auch einen Knoten in den Schwanz zu machen und ihn so zu verkürzen war für ihn keine sichere Option (das muss so ein Männerding sein :-D). Er hatte den glorreichen Einfall, die Katze eher so seitlich am Feldrand anzubringen und den Schwanz an der Kante wie eine Art Henkel oder Griff zu befestigen. Gute Idee, fand ich; allerdings war das Feld jetzt noch etwas leer, und deswegen hab ich noch eine Tatze (mit Rassel drin) gehäkelt. Damit man die Rassel auch als solche wahrnimmt, muss sie sich bewegen können, also hab ich sie nur am unteren Rand festgenäht, jetzt kann die Tatze wie bei einer chinesischen Winkekatze rauf und runter wackeln.














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