Dienstag, 31. März 2020

Stay connected

Huhu, Ihr Lieben,

turbulente Zeiten... Nachdem ich am Samstag bei strahlendem Sonnenschein die Fenster geputzt hab, hat es am Sonntag geschneit! Das Wetter ist also ein bisschen durcheinander, so wie wir alle momentan. Ich hoffe trotzdem, es geht Euch und Euren Lieben gut.

Der sächsische Wetterhamster und ich sind nach wie vor guter Dinge, aber als ich am Freitagmorgen (ich hatte einen Tag frei - Abbau des letzten Resturlaubs aus 2019) einkaufen war, stand sowohl im Aldi als auch im Rewe Sicherheitspersonal. Das hat mich schon ein bisschen erschreckt. Rechnen die Läden womöglich mit chaotischen Zuständen, die die Anwesenheit von Security erforderlich machen? Ich möchte das lieber nicht weiterdenken, wenn ich ehrlich bin. Daraufhin haben wir kurzerhand ein bisschen Saatgut und Erde bei Amazon bestellt (danke, Jeff) und werden zukünftig Tomaten, Zucchini, Erdbeeren, Paprika und Kartoffeln anbauen. Autark werden wir damit sicher nicht, aber schaden kann es auch nicht - auch wenn ich eigentlich immer nur einen reinen Ziergarten haben wollte. Tja, und wenn wir die Kartoffeln nicht essen, brennen wir halt Wodka draus!

Übrigens habe ich einen Tipp: Falls Ihr Bluprint noch nicht kennt (das war früher Craftsy, falls Euch das was sagt) - das ist eine Plattform mit Online-Kursen für alle möglichen Handarbeits- und Basteltechniken. Normalerweise muss man die Kurse einmalig bezahlen, oder man kann auch einen monatlichen Beitrag entrichten, um alle Kurse anschauen zu können. Momentan, also bis zum 9. April, kann man ALLE Kurse KOSTENLOS anschauen. Ich habe mir schon Kurse für Kalligraphie, Jeanshosen nähen und BH-Konstruktion rausgesucht und werde die in den kommenden Tagen mal anschauen. Ist auf Englisch, aber die meisten von Euch dürften das hinkriegen - ist ja kein Hörspiel, sondern mit Bildern :-)

Und wo wir beim Thema "Stay connected/In Verbindung bleiben" sind, habe ich in den letzten Tagen Karten gebastelt, die ich möglichst neutral gehalten habe. Wenn sich die Gelegenheit ergibt, kann ich die dann immer noch personalisieren. Ich muss allerdings gestehen, dass ich derzeit nicht zur Post gehe, wenn ich nicht zwingend muss. 

Kommen Sie, schauen Sie! 

Als erstes eine Karte mit Wegweisern, könnte ich mir für männliche und weibliche Empfänger gut vorstellen, und wenn ich das Ereignis weiß, kann ich die einzelnen Wegweiser noch lustig beschriften.


Die nächste ist mit lauter Herzen verziert - universell einsetzbar, 
z. B. für den Valentinstag, Hochzeitstag oder einfach so.


Das Gleiche gilt für diese hier - ein bisschen zünftig mit dem Vichy-Karo, 
und die Karte ist etwas kleiner als die anderen (ca. A6).


Diese hier hat als vorherrschende Farbe silber, und die Wimpel sind pastellfarbig hinterlegt. Könnte ich als Glückwunsch zur Geburt nehmen, aber alles andere geht auch.


Gleiches Prinzip, andere Farben - komplett andere Karte.


Jetzt wieder eine größere Karte (ca. A5, hochkant) 
- ist eher was für die Mädchen unter uns.


Bei dieser hier hab ich mir überhaupt nichts gedacht, 
sondern einfach nur die Formen und Farben irgendwie zusammengestellt. 


Hier wieder was im Querformat, und für alles mögliche zu verwenden.


Bei der hier hatte ich mir gedacht, dass sich das runde Feld gut eignet für eine Zahl 
- z. B. für einen runden Geburtstag.

Bei der letzten Karte hatte ich genau fünf runde Felder vorgesehen, ideal für das Wort "Happy", und in das rechteckige Feld kann dann Birthday, Anniversary, International Women's Day etc, etc, etc.


Ich hab die einzelnen Elemente jeweils mit etwas Uhu angeklebt, und das hat das Papier manchmal etwas gewellt, aber das ist jetzt nicht zu ändern. Manchmal hat sich die Karte beim Nähen auch ein bisschen gewehrt, auch das nehme ich jetzt mal so hin - macht auch ein wenig den Charme aus.

So, ich hoffe, ich habe Euch ein bisschen ablenken und positive Energie verbreiten können.

Wenn Ihr könnt, bleibt daheim und gesund!







Dienstag, 24. März 2020

Krisenmanagement

Ein freundliches Hallo aus dem Home Office!


Als Heinrich noch ein Welpe war, hat Alex ihn immer auf den Schreibtisch gesetzt und dann ganz einfach weitergearbeitet. Manchmal denkt die Lakritznase, er sei immer noch ein Welpe, aber auf den Schreibtisch passt er halt nicht mehr - zumindest nicht, wenn ich noch vernünftig arbeiten soll. Aber wenn ich was Korrektur lesen muss, darf er auf den Schoß :-)

Die aktuelle Situation ist für viele sicherlich nicht einfach, aber bei uns hat sich nicht so fürchterlich viel geändert. Der Wetterhamster verkriecht sich sowieso meistens in seinem Keller, und für mich hat sich im Prinzip nur geändert, dass ich vorerst jeden Tag von zu Hause aus arbeite und nicht nur drei Mal die Woche. 

Ansonsten gehen wir nur mit den Hunden raus und freuen uns, dass das Wetter so schön ist. Was machen wir sonst, um uns zu beschäftigen?


Wir haben - allerdings schon vor der Pandemie - angefangen, zusammen Sport zu machen. Auf YouTube haben wir den Kanal von Gabi Fastner abonniert, die quasi täglich neue Videos veröffentlicht. Und drei Mal pro Woche schmeißen wir uns in die Sportklamotten. Da wir keinen Couchtisch im Wohnzimmer haben, streamen wir einfach das Video auf den Fernseher und turnen ohne große Umräumaktionen nach, was Gabi so vorhampelt. Wie wir beide das beurteilen können, macht sie das richtig gut, und wir haben das Gefühl, es bringt was für die Fitness, das Wohlbefinden, die Gesundheit und den Weltfrieden (denn hinterher ist man ausgepowert). Und ich darf das mal so unumwunden ins Internet hinausschrei(b)en: Der Wetterhamster ist Bewegungslegastheniker und ich ziemlich gelenkig (und das in meinem biblischen Alter...), yay :-)

Ansonsten zockt der Wetterhamster viel World of Warcraft, und ich verbrauche gerade alle meine Bastel-Vorräte. Diverse T-Shirts, die uns entweder nicht passten oder nicht gefielen, habe ich bereits in Schlüpper verwandelt, meine Bastelkartons werden sukzessive zu Glückwunschkarten verarbeitet, jeder Stoffrest, der sich nicht mehr zu einem Täschchen o. ä. benutzen verwenden lässt, wird zu einem Quadrat mit 3 cm Kantenlänge geschnitten, denn daraus kann man tolle Sachen zaubern (wenn ich meinen Vlieseline-Vorrat aufgestockt habe, kann ich da mal was zeigen), und alles, was kleiner ist, kommt in meine Vorratstasche für Füllmaterial.

Momentan werde ich in Facebook zugeschüttet mit Stoff-Sales - kann ich gut verstehen, die ganzen Stoffmärkte und DIY-Messen werden abgesagt, und irgendwie müssen die Händler ja weitermachen. Ich bin auch sehr versucht, das eine oder andere zu bestellen... Aber da meine Wände im Büro noch recht kahl sind, werde ich mich wohl doch eher an ein Bild wagen. Ich hab in der letzten Zeit viel über Pouring gehört und gesehen (eine Technik, bei der man verdünnte Acrylfarbe auf eine Leinwand gießt), und das wollte ich eigentlich mal ausprobieren. Und dann fiel mir mein guter, alter Wasserfarbkasten wieder in die Hände, Papier hab ich auch genug zu Hause - ich könnte also mal ein bisschen aquarellieren üben...


Und falls jemand eine Liste meiner Lieblings-YouTuber haben will, einfach Bescheid sagen. Es gibt so viele tolle Kanäle zum Nähen, Backen, Tanzen und Selbermachen...

Bleibt verrückt, aber gesund!!!





Dienstag, 17. März 2020

Ich brauchte nur ein Rezept...

Hi und guten Morgen,

ich hatte gerade ein Erlebnis der dritten Art... Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion (Hashimoto Thyreoiditis) und bin auf  die regelmäßige Einnahme von Medikamenten angewiesen. Packungsgröße 100 Tabletten, sodass ich einmal im Quartal beim Hausarzt vorbeischauen und ein neues Rezept abholen muss. Begründung: Der Bedarf könnte sich ändern, dann muss ein neues Rezept erstellt werden. Allerdings werden die Blutwerte alle zwei Jahre untersucht, und die Stärke des Medikaments hat sich in den letzten 20 Jahren nicht verändert. Theoretisch könnte man mir auch eine größere Packungsgröße verschreiben, dann müsste ich entsprechend seltener ein neues Rezept besorgen, aber lassen wir das, die Diskussion würde zu weit führen. 

Für gut eine Woche habe ich noch Tabletten, also muss ich mich so langsam um Nachschub kümmern. Gestern also sicherheitshalber auf die Homepage meiner Hausarztpraxis gesurft, und siehe da: Die Praxis ist nur noch vormittags geöffnet und nimmt auch nur noch Notfälle entgegen. Rezepte kann man über den Anrufbeantworter vorbestellen und am nächsten Tag abholen. Gesagt, getan und so fuhr ich heute um zehn zum Arzt und dachte, rein, raus, aus die Maus. Weit gefehlt...

Schlange VOR der Arztpraxis, und zwar nicht im Wartezimmer, sondern draußen. Es wurden nur noch die besagten Notfälle in die Praxis gelassen, alle anderen mussten draußen bleiben. An sich gar nicht so verkehrt, denn so konnte man den nötigen Abstand einhalten. Zunächst von rechts anstellen, um sich anzumelden - die Arzthelferinnen kamen regelmäßig an die Tür und nahmen die Leute auf, und wenn das erledigt war, von links anstellen, um später das Rezept (und ggf. die Versicherungskarte) entgegenzunehmen. 

Guter Plan, aber auch hier zeigt sich, dass es helle und weniger helle Kerzen auf der Torte gibt. Oder soll ich sagen, egoistisch? "Ich brauch doch nur ein Rezept" "Ja, so wie wir alle, da hinten ist das Ende der Schlange." "Aber ich habe vorbestellt." "Ja, so wie wir alle, da hinten ist das Ende der Schlange." Und dann kam Kopfschütteln. Fairerweise muss ich aber sagen, dass die meisten es dann doch kapiert und eingesehen haben. Und wenn dann jemand von der "Ich brauch doch nur und ich hab aber..."-Fraktion einem zu sehr auf die Pelle rückte, half ein "Würden Sie mir bitte ein bisschen aus dem Weg gehen?" tatsächlich. 

Dann nochmal Warten VOR der Apotheke, denn dort durften sicherheitshalber auch immer nur drei Kunden gleichzeitig an die Bedientheke. Völlig in Ordnung. Und was dazukommt, es herrschte strahlender Sonnenschein, war also sehr angenehm, einfach in der Sonne rumzustehen. Hätte ja auch in Strömen regnen können. Doof ist natürlich, dass mich das eine ganze Stunde gekostet hat, und eigentlich sollte ich zu Hause am Schreibtisch sitzen und arbeiten. Aber in diesem Fall blieb mir keine andere Wahl, denn in den nächsten Tagen wird es wohl nicht anders ablaufen. 

Interessant waren übrigens die Gespräche in der Warteschlange - man glaubt gar nicht, was für tiefgreifende philosophische Diskussionen sich im Ruhrgebiet so entwickeln können über die Verbreitung des Virus, die Gier der Menschheit im Allgemeinen und Besonderen, und natürlich das abgesagte Derby Schalke/Borussia, während die Menschen auf ihr Rezept warten :-) 

Blöd nur, dass ich entgegen meiner Bitte, mir vielleicht 200 Tabletten aufzuschreiben, doch nur ein Rezept für 100 bekommen habe - die ganze Prozedur steht mir also nächstes Quartal wieder bevor. Aber jetzt kann ich das zeitlich einplanen, und im Grunde bin ich dankbar, dass die Arztpraxis immer noch offen ist und ich sowohl das Rezept als auch das Medikament bekommen habe.

Ein Nachtrag zur Wäsche-Aktion: Ich weiß jetzt, dass der Wetterhamster 110 T-Shirts im Schrank hat; wenn also die Zombie-Apokalypse kommt und es tatsächlich kein Klopapier mehr gibt, kann ich Waschlappen für eine ganze Kompanie von Popos herstellen.

Und noch ein Nachtrag: Das weiße bestickte Häubchen ist bei der Mama von Ernestine so gut angekommen, dass die Kleine es an ihrer Taufe tragen wird. Mama ist schon auf der Suche nach einem passenden Taufkleid. Ich bin ein bisschen stolz...

Bleibt gesund und auf Abstand!

Montag, 16. März 2020

Honey Bunny

Huhu, Ihr Lieben!

Ich hoffe, es geht Euch gut, und das blöde Virus hat Euch nicht zu sehr in den Klauen. In unserer Firma ist momentan Home Office oder Resturlaub abbauen angesagt. Geschäftsreisen sind untersagt, und Meetings nur noch in ganz kleinem Rahmen - unsere Besprechungsräume wurden z. B. in der Kapazität halbiert, d. h. in einem Raum, der eigentlich 10 Leute fasst, dürfen nur noch 5 Leute rein, damit genug Platz zwischen den einzelnen Personen ist. Meine Chorprobentermine darf ich nur noch per Skype wahrnehmen, und ich bin mal sehr gespannt, wie die erste Probe in der Form so ablaufen wird.

Klopapier hab ich nicht gehortet, aber nachdem ich seit Herbst meine Vorräte vom letzten Jahr komplett aufgebraucht hatte, hab ich zwischenzeitlich wieder ein wenig aufgestockt. Zwei Wochen bekommen wir also im Worst Case locker überbrückt, eher noch mehr. Wir sind zur Zeit wenig unterwegs, und bis auf unsere Gassirunden wird das auch erst mal so bleiben. Meine Einkäufe erledige ich aus Effizienzgründen prinzipiell nur einmal die Woche, und unter Virus-Gesichtspunkten war das wohl immer schon gut. Nachdem kürzlich unsere Niederlassungen in Düsseldorf und Essen wegen eines positiv getesteten Corona-Falls geschlossen werden mussten, ist seit dieser Woche eine der größten Niederlassungen in Deutschland zu, und zwar Stuttgart, da wurden nämlich gleich vier Mitarbeitende positiv getestet. In unserer Branche ist es in sehr vielen Bereichen möglich, von zu Hause aus zu arbeiten, dafür bin ich sehr dankbar, aber ich bin in Gedanken auch bei den ganzen kleineren Therapie-Einrichtungen,  Dienstleistern und Handwerkern, die diese Pandemie empfindlich trifft. Und natürlich bedanke ich mich an dieser Stelle bei allen, die in den Lebensmittelläden dafür sorgen, dass die Hamster ihre Nudeln (aber keine Dinkelpasta!) auch weiterhin bekommen, und dass vor allem unser Gesundheitssystem weiterhin funktioniert!

Aber lasst uns bei allen Vorsichtsmaßnahmen auch mal wieder von was Schönem reden. Seit dem Wochenende scheint bei uns endlich wieder die Sonne!!! Und sofort hörte man aus allen Gärten die Rasenmäher brummen :-) Auch wir haben den Garten frühlingsfit gemacht, und weil ich einmal in Fahrt war, hab ich auch gleich ein bisschen Osterdeko gebastelt.

Angefangen hab ich mit Ostereiern aus einer Art Salzteig, nur wird der statt mit Mehl und Salz aus Natron und Speisestärke hergestellt. Außerdem rührt man die Masse zwar kalt an, muss sie aber erhitzen und kann das Ganze nach dem Abkühlen wie Plätzchenteig verarbeiten. Es ist möglich, die fertigen Teile im Backofen zu trocken, man kann aber mit ein bisschen Geduld die Sachen auch an der Luft trocknen lassen. 

Gehypt wird die Masse als eine Art Kaltporzellan, und wenn es noch feucht ist, sieht es tatsächlich ein bisschen so aus, auf den ersten Blick jedenfalls sehr edel. Allerdings musste ich feststellen, dass man sehr auf die Materialstärke achten muss, sonst treten Risse auf. Ich hatte mir einen Osterei-Ausstecher selbstgemacht und die Eier dann mit Stempeln verziert und mit einem Loch versehen, damit ich sie aufhängen kann. Nach dem Trocknen sind mir dann etliche Anhänger dort gerissen, wo das Material durch die Stempel dünner wurde. Ich dachte, ich könnte die Risse mit Alleskleber füllen und die Anhänger anschließend mit einem hellen, leicht irisierenden Nagellack bestreichen, damit man die geklebten Stellen nicht sieht. a) ging das nicht so richtig gut und b) sah der Nagellack doof aus. Also hab ich gut ein Drittel der Anhänger in die ewigen Jagdgründe überführt. Dummerweise hatte ich aber alle Anhänger mit dem Nagellack bepinselt, weil ich sie einheitlich haben wollte - jetzt waren sie einheitlich unschön. Also hab ich die verbliebenen Anhänger nochmal überstrichen, diesmal mit weißer Abtönfarbe. Zart-porzellanartig sind sie nicht, und mit Abschleifen muss man auch sehr vorsichtig sein, damit nichts abplatzt, aber ich könnte mir vorstellen, dass sie in einem Forsythien-Strauß sehr schön aussehen könnten.





Im Eingangsbereich habe ich den Weidenkranz benutzt, den ich auch schon zu Weihnachtszeiten im Einsatz hatte, und habe ihn mit bunten Plastikeiern verziert:


Und drinnen wurden die weißen Wollpompoms aus meinem Winterstrauß wiederverwertet, und zwar als Hasenpuschelschwänzchen.

Hier mal eine ganze Hasenbande:


Und ein bunter Einzelkandidat:


Zu guter Letzt hier ein recht elegantes Hasenherzchen aus silberner Wellpappe 
auf einem Foto-Standfuß - gefällt mir am besten von allen:


Ich hoffe, das hat ein bisschen abgelenkt - bleibt gesund!!!




Montag, 9. März 2020

Alles neu macht der März :)

Hi,

nach Karneval bin ich irgendwie ein bisschen aus dem Blog-Rhythmus gekommen, aber jetzt hab ich mich wieder eingegroovt. Und wie ich so gerade aus dem Fenster meines neuen Arbeitszimmers (und des ehemaligen Arbeitszimmers vom sächsischen Wetterhamster) schaue, scheint die Sonne, aber gleichzeitig regnet es auch - Aprilwetter, dabei haben wir März. Tja, so ist das Leben eben.

Falls Ihr Euch fragt, was ich in der letzten Zeit getrieben habe, außer das Büro vom Hamster in den Keller (aka Kino, weil Beamer und so) zu verfrachten (da ist nämlich das Internetz am stabilsten...), und meinen Schreibtisch samt sämtlicher DIY- und Nähutensilien aus der Waschküche hochzuschleppen - ich habe mich um Wäsche gekümmert! Ziemlich laaaaangweilig - fand ich auch. Aber der Hamster hat gemault, weil seine angeblich frischgewaschenen T-Shirts nicht so rochen, sondern eher so, als hätten sie die letzten Monate in einem feuchten Verlies als Kettensträflinge vor sich hinvegetiert. Also hab ich mich aufgerafft, sämtliche T-Shirts (und Decken, Handtücher, Bettwäsche) einer ausführlichen Nasenprobe unterzogen und zwei, drei Tage lang eine Maschine nach der anderen gewaschen!

Wir hatten zu dem Problem übrigens verschiedene Theorien: 
a) (vom Hamster) Die Waschmaschine und der Trockner arbeiten nicht richtig und müssen ausgetauscht werden. Darüber hab ich mal kurz gelacht, denn soooo alt sind die Dinger noch nicht, und wir wollen ja nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen. Dennoch hab ich beides mal gründlich gereinigt inkl. Flusensieb und Waschmittelkammer und so. Das hat so semigut Abhilfe geschaffen.
b) (auch vom Hamster) Das Waschmittel sei ein No-Name-Produkt und deshalb nicht so wirksam (btw Öko-Hausmarke meines Lieblingsdrogeriemarkts). Darüber hab ich nochmal kurz gelacht, und dennoch irgendwelche Markenwaschmittel für weiße, farbige und schwarze Wäsche erlegt. Hat das Problem aber nicht wirklich gelöst. Ich bin dann auf so ein traditionelles Vollwaschmittel umgeschwenkt mit einem ziemlich intensiven Duft, und jetzt ist es besser.
c) (von mir) Wenn man permanent mit 40 Grad wäscht, können sich irgendwelche Bakterien in der Maschine ansammeln, die dann die Wäsche nicht so frisch riechen lassen. Also bin ich dazu übergegangen, alles (bis auf wenige Ausnahmen) auf 60 Grad zu waschen. Hat den Klamotten bisher nicht geschadet, und die bunte und helle Wäsche riecht ganz gut.

Den Trockner lassen wir jetzt mal außen vor. Der hat zwar letztens gemuckt und permanent und fälschlicherweise behauptet, dass der Wasserbehälter voll sei, aber ich habe im Netz eine Anleitung gefunden, wie man ein Reinigungsprogramm durchführt, was der Hersteller zwar vorgesehen hat, das aber nur den Servicetechnikern bekannt ist. (Honi soit qui mal y pense...). Seitdem funktioniert er wieder einwandfrei.

Was auch nicht zutrifft, ist, dass die Wäsche zu lange nass in der Maschine rumdümpelt. Da ich die ganze Wäsche immer Freitags erledige, wenn ich Home Office mache, bin ich immer dabei und packe die gewaschenen Sachen sofort in den Trockner oder auf den Wäscheständer nach draußen oder in die gut gelüftete Waschküche.

Das Problem tauchte zuletzt auch nur noch bei schwarzer Wäsche auf, und da wir verhältnismäßig mehr dunkle Wäsche haben als helle (logisch, bei zwei Hunden), hab ich nochmal recherchiert und rumgefragt. Und ich komme zu meiner letzten Theorie:
d) Wenn die Waschmaschine zu voll ist, ist tendenziell zu wenig Waschmittel im Spiel und außerdem zu wenig Platz in der Trommel, sodass der ganze Kram nicht richtig sauber wird. Also werde ich zukünftig ein bisschen weniger Zeug in die Maschine packen.

Jedenfalls ist mir bei der Aktion aufgefallen: Der Hamster hat Tonnen (!) von T-Shirts, aber nur eine Handvoll, die er wirklich anzieht. Nichtsdestotrotz darf ich mich noch ein bisschen mit den Nachwehen - sprich - dem Bügeln der ganzen Chose beschäftigen - und ja, das ist ein Dreisitzer...


Wobei mir heute Morgen noch eine weitere Theorie in den Sinn kam: Ich bügle mit einer Dampfbügelstation. Wenn man da ordentlich Gas gibt, ist die Wäsche natürlich nach dem Bügeln leicht feucht. Wenn ich die dann falte und in den Schrank räume (in besagtem Hamster-T-Shirt-Fall eher quetsche/presse/stopfe), kann das die Duftsituation natürlich auch beeinflussen. Also werde ich wohl nach dem Bügeln die Sachen noch ein bisschen auskühlen lassen und ihm ein weiteres T-Shirt-Fach im Schrank zuweisen :-) Und dann mache ich meinen Doktor in Wäschepflege!

Ach ja, ich bin dann auf blöde Ideen gekommen und hab die T-Shirts gezählt - bei 72 Shirts im Schrank und zwei Stapeln, die noch gebügelt werden müssen, hab ich aufgehört...

Um aber mal wieder auf was Schönes zu sprechen zu kommen: Der Hamster war letzte Woche geschäftlich in Potsdam und Magdeburg und wollte seine Geschäftspartner/Freunde/Hosts nicht mit leeren Händen heimsuchen. Also wurde ich gebeten, ob ich nicht was nähen könnte... Ich wusste, dass der eine Freund einen vierjährigen Sohn und eine zehnjährige Tochter hat, aber von den anderen Beiden wusste er nur, dass sie drei noch relativ kleine Kinder haben. Tja, dachte ich, Teddies gehen immer! Und so schritt ich zur Tat:

 Füllung, und davon jede Menge...

 Teddyhüllen noch ungefüllt aus Jeans und jeweils unterschiedlichen Jersey-Stoffen


Und hier alle wie die Hühner auf der Stange:

Damit war es aber nicht genug, denn ich habe vor kurzem von zwei kleinen Zwillingsmädchen aus meinem erweiterten Bekanntenkreis erfahren, die an Heiligabend etwas plötzlich das Licht der Welt erblickt haben. Weil die zwei noch so winzig sind, habe ich ganz leichte Hasen-Schnuffeltücher genäht, die sie gut greifen und durch die Gegend schlenkern können, ohne Gefahr zu laufen, sich irgendein schweres Plastikteil aufs Auge zu pfeffern. Außerdem habe ich nur die Hasenköpfe gefüllt, aber sonst auf Knisterfolie o. ä. verzichtet, denn ich wollte, dass die Viecher auf jeden Fall heiß gewaschen und gebügelt werden können. Davon hab ich ja jetzt Ahnung...

Hier jetzt die Hasenbande - mal von hinten...

...mal von vorn

Guten Start in die Woche und Corona nur in Flaschen!