Hallo Ihr Lieben!
Nachdem wir uns hier auf Malta schon ein bisschen eingelebt und ein paar Leute kennen gelernt haben, wollten wir ein kleines Get Together organisieren. Quasi einen Neujahrsempfang, denn an Weihnachten waren alle so beschäftigt, dass wir nicht noch zusätzlichen Stress mit unserer Einladung verursachen wollten. Also haben wir für letzten Samstag auf ein paar Drinks und Finger Food eingeladen, und ich wollte Euch hier mal zeigen, was es gab.
Wir waren übrigens zehn Erwachsene und drei Kinder, und weil einige davon - wie wir - gerne vegetarisch essen und offen sind für vegane Alternativen, habe ich ausschließlich vegetarische Kleinigkeiten gezaubert. Da wir eine Person mit Laktose-Intoleranz dabei hatten, hätte ich im Nachhinein mehr Veganes machen sollen, aber fürs nächste Mal weiß ich Bescheid.
Übrigens ist mir bewusst, dass Finger Food mehr Arbeit machen kann als ein Drei-Gänge-Menü, aber ich wollte am Abend nicht am Herd stehen, und der Vorteil von kalten Häppchen ist, dass man sie gut vorbereiten und teilweise sogar einfrieren kann. Außerdem ist die Atmosphäre dann zwangloser, und man braucht weniger Platz für Teller :-)
Deshalb hier also die Darsteller in der Reihenfolge ihres Erscheinens:
Gestartet habe ich Dienstags mit der Vorbereitung einer Karotten-Orangen-Suppe, von der ich leider kein Foto habe. Im Wesentlichen habe ich Möhren, Kartoffeln und eine Zwiebel gewürfelt und in Olivenöl angebraten. Dann Orangensaft und Gemüsebrühe angegossen und das Ganze ca. 30 Minuten köcheln lassen. Außerdem hatte ich ein daumengroßes Stück Ingwer mitgekocht, das ich dann allerdings vor dem Pürieren rausgenommen habe. Die pürierte Suppe hab ich dann noch mit der orientalischen Gewürzmischung "Ras el Hanout" abgeschmeckt, was wirklich wunderbar gepasst hat. Nach dem Abkühlen hab ich sie in Beutel abgefüllt und eingefroren.
Mittwochs hab ich dann zweierlei vegane Muffins gebacken. Einmal mit Kakao und Coca Cola, damit sie schön fluffig werden und einmal mit Apfelstückchen und Zimt. Die kamen nach dem Abkühlen auch erst mal ins ewige Eis - und hier gibt es tatsächlich ein Foto :-)
Außerdem habe ich Cashewnüsse eingeweicht, damit ich die am Donnerstag zu veganem Frischkäse und veganen Fetawürfeln verarbeiten konnte. Den Frischkäse habe ich dann zusammen mit Oliven, Crackern und Edamer (nicht vegan) auf einem Brett serviert, und die Fetawürfel kamen mit Cherrytomaten auf Spießchen.
Jede Party braucht Frikadellchen, oder? Als vegetarische Variante hab ich Haferflocken mit Ei, Zwiebeln und geraspeltem Käse gemixt und gebraten. Die schmecken sowohl warm als auch kalt, und die Größe ist auch variabel. Für die Party hatten sie in etwa Tischtennisballgröße.
Parallel dazu hab ich im Ofen ein Blech Zucchini-Kuchen gebacken, der ebenfalls prima warm und kalt gegessen werden kann. Ist total einfach: Ca. 500 g Zucchini raspeln, dazu 1 gehackte Zwiebel, 5 Eier, 200 g Mehl und 150 g Reibekäse. Alles mixen und würzen, auf ein Blech streichen und bei 180 Grad etwa 30 Minuten backen.
Anschließend hab ich einen Joghurt-Dip gemixt, der am Samstag mit Gemüsesticks serviert wurde. Die Kinder waren da ganz scharf drauf, obwohl ich eigentlich damit gerechnet hatte, dass sie sich über die Süßigkeiten hermachen würden. Da war ich echt baff!
Danach hab ich ebenfalls noch am Freitag die Tortilla-Röllchen vorbereitet. Im Grunde genommen hab ich nur Torrtilla-Fladen, die man auch für Wraps verwendet, mit Kräuter-Frischkäse bestrichen und Oliven und getrocknete Tomaten darauf gegeben. Aufgerollt und die Rollen im Kühlschrank aufbewahrt. Am nächsten Tag musste ich sie nur in Scheiben schneiden und auf Holzspießchen stecken. Wenn ich ehrlich bin, schmeckt mir die Variante mit Räucherlachs und Frischkäse allerdings besser.
Dann hab ich Freitagabend nur noch Eier hartgekocht und einen Hefeteig angesetzt, damit der über Nacht im Kühlschrank gehen konnte.
Am Samstag waren dann außer Anrichten und Tisch decken nur noch Sachen auf dem Programm, die frisch aus dem Ofen am besten schmecken. Also hab ich den Hefeteig mit viel Olivenöl, grobem Meersalz und Rosmarin zu Focaccia verbacken - das passte ganz gut zur Suppe.
Aus den hartgekochten Eiern hab ich die Dotter rausgelöst und mit Mayo, Senf und Gewürzen zu einer Paste vermixt. Die kam dann in eine Spritzbeutel und von da kunstvoll wieder zurück in die Eiweißhüllen - ein klassischer Partysnack aus den 70ern...
Danach hab ich Blätterteig einmal mit rotem und einmal mit grünem Pesto bestrichen. Den Teig mit rotem Pesto habe ich in Streifen geschnitten und gedreht, den mit grünem Pesto aufgerollt und in Scheiben geschnitten, sodass Schnecken daraus wurden. Über beides eine ordentliche Portion Reibekäse und ab damit in den Ofen. Schnell und einfach!
Bitte entschuldigt die Frischhaltefolie auf einigen Fotos. Eigentlich mag ich die nicht, aber unsere Vormieter hatten sie da gelassen, und so hab ich sie genutzt. Und ich bin am Abend selbst nicht mehr dazu gekommen, alles einzeln ohne Abdeckung zu fotografieren. Aber so sah es insgesamt aus:
Lasst es Euch gutgehen und feiert die Feste, wie sie fallen!!!














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