Hallo Ihr Lieben,
ein herzliches Hallo aus dem Chaos! Wobei...eigentlich ist es hier schon ganz wohnlich, obwohl es natürlich noch genug zu tun gibt. Aber im Gegensatz zu unseren bisherigen Umzügen habe ich mir diesmal vorgenommen, mir Zeit zu lassen, was Deko und Co. angeht.
Tja, ich erzähl dann mal ein bisschen: Mittwoch, den 27. Januar klingelte es pünklichst um halb acht an der Tür, und zwei freundliche Möbelpaka (seltene Spezies aus der Familie der Alpaka) standen auf der Matte, um alles Zerbrechliche einzupacken. Als die nach zwei Stunden fertig gepackt hatten, meinten sie, sie kämen dann am nächsten Morgen wieder mit dem LKW, um die gesammelten Werke einzuladen. Morgen??? Es ist halb zehn, da könnte man doch den LKW holen und schon mal beladen, dann Donnerstag nach Magdeburg fahren und Freitag ausladen, oder? Tja, die Umzugsfirma hatte aber damit gerechnet, dass sie viel mehr Zeit fürs Einpacken und Demontieren von unseren Möbeln brauchen würden, und so ging an dem Mittwoch nix mehr. Blöderweise hatten wir aber für Mittwochnachmittag die Hausübergabe an die neuen Besitzer terminiert, und wollten im Anschluss nach Magdeburg, weil Donnerstagmorgen ein netter Telekommunikationsmensch bei uns zwecks Internetzugang vorstellig werden wollte. Also haben wir die Nachbesitzer angerufen und ganz vorsichtig gefragt, ob sie eventuell Donnerstagmorgen den Umzugsmenschen die Tür aufmachen könnten... Das haben die dann auch gemacht mir sogar ein Video geschickt, damit ich prüfen konnte, ob die Spedition auch alles mitgenommen hatte. Echt nett!
Ich sag ja, Krisenmanagement können wir :-)
Fun Fact am Rande: Weil wir so gut vorgearbeitet hatten und die Möbelpaka so schnell fertig waren, haben wir doch tatsächlich nach erfolgtem Umzug eine Gutschrift erhalten!

Das erste, was dann im neuen Zuhause funktionierte, waren WiFi und Kaffeemaschine! Donnerstag haben wir im Prinzip damit verbracht, mit den Hunden die neue Situation zu erkunden, Aufzug zu fahren und uns zu überlegen, welche Möbel nun genau wohin platziert werden sollten. Die ersten beiden Nächte haben wir auch getrennt geschlafen: ich im ersten Geschoss unserer Wohnung zusammen mit Else, damit die nicht auf blöde Ideen kommt, und ich im Zweifelsfall mal kurz nachts mit ihr rauskann, und Alex mit Heinrich im Obergeschoss, damit auch der sich einigermaßen sicher fühlt in der ungewohnten Umgebung. Und nachdem wir vier feste Gassizeiten etabliert haben, funktioniert das auch ganz prima. Zwischenzeitlich haben wir erfahren, dass in der Etage über uns noch zwei weitere Hunde wohnen, und das finde ich wirklich klasse! Der Besitzer hat offensichtlich ein Herz für Hunde und entsprechend mitgedacht: superschöne, aber extrem unempfindliche Böden in allen Wohnungen und ein stufenloser Zugang vom Hof bis zur Wohnungstür - I like, und die Hunde auch!


Auf dem oberen Bild sieht man übrigens mein Arbeitszimmer, in dem wir unter dem Quilt zwei Matratzen gestapelt haben. Zusammen mit vier noch zu organisierenden Europaletten soll das mal das Gästebett/Gästesofa werden. Ist aber auch ohne die Paletten schon sehr gemütlich.
Auf dem zweiten Bild erkennt man im Hintergrund diverse Küchengeräte, und auch hierzu gibt es eine schöne Geschichte: Wir und auch der Küchenbauer waren davon ausgegangen, dass unsere Küche am 11. Februar geliefert werden sollte, und die Montage war deshalb für den 11. und 12. vorgesehen. Dann war der Küchenhersteller aber schneller als der Schall, und der Küchenbauer wollte die Küche ungern bei sich zwischenlagern. Also kamen am Freitag, just als die Umzugsfirma den Heimweg angetreten hatte, die Küchenbauer vorbei und haben alle Geräte und Schränke schon mal bei uns abgestellt. Und montiert wird jetzt schon am Montag und Dienstag, yay!
Dann kann ich die restlichen Kisten auspacken und wegräumen, denn auf unserem Balkon sieht es momentan noch so aus:
In unseren letzten beiden Domizilen brauchten wir keine Kleiderschränke, deshalb müssen wir uns hier noch einen besorgen. Da wir aber nicht auf gut Glück vorab einen Schrank bestellen wollten, habe ich meine alten Kleiderständer wieder hervorgekramt, bis der selbstgeplante Klassiker vom Möbelschweden bei uns einzieht. Und auch sonst war ein bisschen Kreativität gefragt, aber ich muss sagen, es funktioniert ganz gut:
Ansonsten ist bereits alles, was ein Zuhause hat, in selbiges eingeräumt worden. Hier z. B. unsere Schuhe:
Ich darf den geneigten Leser/die geneigte Leserin freundlich auf das offensichtliche Missverhältnis aufmerksam machen: Abgesehen von zwei Paar Stiefeln, die nicht in den Schrank passen, gehören dreieinhalb Regalbretter mir, der Rest ist belegt mit Hamsterschuhen... Wer ist hier die Diva????
So kann man übrigens einen Papierkorb auch aufstellen :-) Sollte Heinrich je Basketball spielen wollen, könnte er unterm Schreibtisch schon mal ein bisschen üben...
Und das lustige Bild hier ist der Anblick, wenn ich Waschmaschine und Trockner gleichzeitig bedienen möchte:
Theoretisch könnte man beide Geräte übereinander stapeln, aber da sie von unterschiedlichen Herstellern sind, passen sie von der Größe nicht richtig, und so müssen sie halt beide auf dem Boden stehen. Solange die Waschmaschine noch gut funktioniert, wird es schon gehen - das Gästeklo ist pandemiebedingt ja sowieso nur von uns frequentiert.
Ach, und nachdem Else drei Tage und Nächte lang die Treppe ins Obergeschoss geflissentlich ignoriert hat, hat sie irgendwann doch den Aufstieg gewagt und war ganz stolz, als sie oben angekommen war! Da hoch allerdings viel einfacher war als runter, mussten wir ihr das Geschirr anziehen und sie Stufe für Stufe nach unten führen (und manchmal ein bisschen bremsen). Daher sichern wir die Treppe jetzt abends immer mit Umzugskartons. Ein Karton reicht nämlich nicht, das haben wir auch schon gelernt :-) Längerfristig werden wir wohl über ein Babygitter nachdenken, schätze ich...
Tja, soweit der erste Eindruck. Ich muss sagen, die Menschen hier sind super freundlich, offen und herzlich, unsere Umgebung echt schön, und wenn wir COVID irgendwann im Griff haben, freue ich mich auf die ganzen kleinen Kneipen, Cafés und Restaurants, die wir alle zu Fuß erreichen können, auf den Hundepark, die Elbe, Theater, Konzerte - wir sind ja jetzt mittendrin statt nur dabei.
Und zu guter Letzt: In Deutschland herrscht Meldepflicht, d. h. man muss dem Einwohnermeldeamt innerhalb von 14 Tagen einen Wohnortwechsel mitteilen. Die Magdeburger BürgerBüros sind durch die Pandemie aber ein bisschen im Verzug und haben uns daher als frühestmöglichen Ummeldungstermin den 16. März vergeben! Somit dauert es noch ein wenig, bis wir richtige Magdeburger werden.
Bis dahin gehabt Euch wohl und bleibt gesund, ich halte Euch auf dem Laufenden!
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