Freitag, 6. Mai 2022

Frühling!

Huhu, Ihr Lieben!

Die letzten zwei Wochen waren ein bisschen anstrengend, denn Heinrich war krank. Unsere Tiere sind für uns Familienmitglieder, und somit war ich natürlich ziemlich in Sorge. Was war passiert? Er ist von einem anderen Hund gezwickt worden - dumm gelaufen, aber so was kommt vor. War zunächst nicht dramatisch, und wir haben dem keine große Bedeutung beigemessen. Dann aber hat sich das Ganze entzündet, es kam zu einem Abszess, und wir hatten dann das volle Programm: Tierarztbesuche, Notdienst, Antibiotika, Entzündungshemmer und ein kleiner Hund, der Arztbesuche hasst, aber doch alles ganz brav über sich ergehen lassen hat. Aber die schicke Sommerfrisur wächst nach, die Schwellung sieht nicht mehr aus, als würde jeden Moment ein Alien schlüpfen, und nach Leckerchen betteln geht auch schon wieder. Heilung läuft!


Und nachdem mir dieser Stein vom Herzen gefallen ist, kann ich auch wieder unbeschwert posten, was ich so in den letzten Wochen außerdem so gemacht habe. Fangen wir an mit der Küche...

Zu Ostern wollte ich den Müttern was Gutes tun und habe mal wieder ein Likörchen zusammengemixt, diesmal mit Kokosmilch, Ananassaft, weißem Rum und geschmolzener weißer Schokolade - leider ist es bei meiner Ma nicht angekommen, weil angeblich die Verpackung nicht ausreichend war und die Flasche zerbrach. Interessanterweise ist die zweite Flasche wohlbehalten angekommen, die genauso verpackt war, und die zerbrochene kam auch unfallfrei von Magdeburg nach Eschweiler, aber dann hat wohl jemand nicht aufgepasst. Wieder ein Fall von dumm gelaufen, denn gegen DHL kommt man trotz Transportversicherung nicht an... 


Über Ostern waren wir übrigens in Stuttgart und haben die Mädels besucht. Als Geschenk hatte ich veganen "Eier"likör im Gepäck. Der ist supereinfach herzustellen, und er war richtig, richtig lecker! 


Dazu habe ich einfach nur veganen Vanillepudding (auf Haferbasis, gibt es von verschiedenen Herstellern im Tetrapak) mit Vanillezucker und Wodka gemischt - das war's auch schon! Ach ja, ein bisschen Kurkuma wegen der Farbe war auch noch drin, aber ein Muss war das jetzt nicht. Man könnte auch noch eine Prise Kala Namak hinzufügen, um einen Eiergeschmack zu erzielen, aber ohne ging auch ganz prima. 

Und dazu passt natürlich ein Hefezopf - und auch der geht in vegan. Eier und Butter werden im Wesentlichen durch Apfelmus ersetzt, und ansonsten ist das ein ganz normaler Hefeteig - hier allerdings mit Dinkelmehl:


Uns hat von meiner lieben Schwiegermama ein Osterpaket erreicht, das unter anderem einen Falafel-Mix direkt aus Israel enthielt, und den musste ich natürlich zügig ausprobieren. Also gab es letztens Falafel-Burger mit selbstgebackenem Sonnenblumenbrot mit gegrillter Paprika und Ajvar, dazu Ofenmöhrchen. Also sehr crossover und sehr fein!


Als nicht-vegetarischen Ausgleich gab es am Wochenende Hühnchenbrust mit Pesto, auch wieder ganz simpel. Hühnchen dick mit Pesto bestreichen und Käse drüberstreuen, und das wird dann im Ofen gebacken. Auf ein Bett aus Tomatenspaghetti heben, Kirschtomaten und Basilikum oder - wie in meinem Fall - Frühlingszwiebeln darüber geben. Sehr zu empfehlen und äußerst dekorativ!


Mittags gibt es bei uns neuerdings immer was Schnelles, meist einen Toast oder einen Wrap. Bisher hab ich immer ein bisschen Hummus auf die Dinger geschmiert, eine Spitzpaprika reingeschnippelt und aufgerollt. Aber dank Instagram und Co. hab ich gelernt, dass man die auch anders zusammenklappen kann. Hier en Détail in allen vier Stadien:


Die habe ich dann in einer Pfanne angebraten, bis der Käse geschmolzen war - fancy, oder?


Wir mögen beide Flammkuchen, und bisher hab ich den Teig dazu immer fertig gekauft. Jetzt hab ich aber ein Rezept gefunden, und das ist so easy, dass ich den mit Sicherheit öfter so mache: 300 g Mehl, 150 ml Wasser, 3 EL Olivenöl und ein TL Salz mixen. Keine Hefe, kein Backpulver, keine Wartezeit. Einfach ausrollen und belegen. Die Menge war für zwei Flammkuchen gedacht, und ich hab daraus ein großes Blech gemacht. Als Belag gabs leichten Frischkäse, rote Zwiebeln, Bacon-Würfel, frische Champignons, würzigen Reibekäse und Walnüsse. Dazu dann noch einen Spinatsalat und lecker Weinchen. So kann ein Wochenende starten, oder?



Aber der Mensch lebt nicht vom Brot allein, deshalb zeig ich Euch noch ein bisschen aus der Nähstube... Im Bekannten- bzw. Kollegenkreis wird drei Mal Nachwuchs erwartet - zwei Mal kommt Baby Nr. 2 auf die Welt. Also hab ich mal wieder die Nähmaschine rausgekramt und Geschwisterteddies (oder Teddygeschwister), mit Reis gefüllte Wärmekissen und Mützchen genäht.




Und für den einen Kollegen, der zum ersten Mal Vater wird, gibt es winzige (Kunst-)Lederschühchen und einen Knisterhasen. Entzückend, Baby!


Und als Allerletztes hab ich mal wieder ein Experiment für Euch. Vor einer ganzen Weile hab ich eines unserer Bettwäsche-Sets von seiner hübschen, aber unpraktischen Rüschenkante samt Paspel befreit. Übrig blieb ein laaaaanger Streifen Stoff und ziemlich viel Kordel. Und daraus hab ich jetzt versucht, ein Textil-Körbchen zu nähen. Das Prinzip ist folgendermaßen: Man wickelt den Stoffstreifen um die Kordel und daraus formt man dann eine Schnecke, die mit einem breiten Zickzack-Stich in Runden zusammengenäht wird. Wenn der Boden, also die platte Schnecke, groß genug ist, fängt man dann an, in die Höhe zu wickeln und so die Wand des Körbchens zu formen. War ein bisschen tricky, und ich müsste noch üben, die Rundung ordentlich hinzubekommen, aber für den ersten Versuch ganz hübsch.


 




In diesem Sinne - habt ein schönes Wochenende und macht es Euch hübsch!

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