Montag, 24. Januar 2022

Neues Jahr, neues Glück

Huhu und noch ein gutes neues Jahr, Ihr Lieben!

Wow, es ist schon Mitte/Ende Januar, und mir ist aufgefallen, dass mein letzter Blogpost vom 14. Dezember ist... Jungejunge, das ist echt schon eine Weile her, aber ich hoffe, Ihr seid alle gut ins neue Jahr gerutscht, und ich wünsche mir, dass - wenn Omicron denn mal durch ist - wir smooth von der Pandemie in die Endemie gleiten und wieder ein bisschen Normalität einkehrt. Erhofft hatte ich das schon nach der zweiten Impfung, aber dann kamen die Mutationen um die Ecke. Versteht mich nicht falsch, viele Dinge finde ich gar nicht so schlecht - Home Office zum Beispiel finde ich großartig. Aber ich war letztens in der Stoffabteilung von Karstadt, und es fühlte sich fast verwegen an, keine Lebensmittel oder Dinge des täglichen Bedarfs einzukaufen, sondern Stoff. Ich werde sehr wahrscheinlich auch zukünftig nicht jedes Wochenende im Club tanzen gehen, große rauschende Parties feiern oder exzessive Shopping-Touren unternehmen. Aber es zu können, wenn ich wollte, das hätte ich schon gerne wieder.

Ich weiß ja nicht, wie es Euch mit Neujahrsvorsätzen geht, aber mein Vorsatz war in den letzten Jahren immer, keine Vorsätze zu fassen. Hab ich eh nie durchgehalten, und warum sollte ich mir schon direkt zu Beginn des Jahres die Laune verderben mit dem Gefühl, mal wieder was nicht geschafft zu haben? Veränderungen müssen - so finde ich - passieren, wenn es sich richtig anfühlt und nicht, wenn es alle machen. Ganz wichtig in dem Zusammenhang sind realistische und möglichst konkrete Ziele, damit man auch Erfolgserlebnisse hat.

So bin ich beispielsweise vor einiger Zeit über zwei Youtuber gestolpert, die vor zwei, drei Jahren dem typischen (wenn auch vorurteilsbehafteten) Bild von Amerikanern entsprachen: Sehr übergewichtig, weil die Ernährung von Fast Food dominiert wurde. Sie haben auf eine pflanzenbasierte Ernährung umgestellt und unglaublich viel Gewicht verloren, aber - wie das vielen von uns geht - das Leben läuft nicht immer schnörkellos, Prioritäten ändern sich, alte Gewohnheiten schleichen sich wieder ein, und das Gewicht ging wieder hoch. Irgendwo habe ich gelesen, dass es 50 bis 100 Tage dauert, sich etwas anzugewöhnen bzw. eine Gewohnheit zu verändern. Und so hat das besagte Pärchen eine 60-Day Habit Changing Challenge ausgerufen. Das ist ein ganz guter Zeitraum, um eine bestimmte Gewohnheit zu etablieren, dass sie sich einigermaßen normal anfühlt. Das hat mir gefallen, und so habe ich mir das Chart ausgedruckt (soviel zum Thema papierloses Büro, ja, ich weiß...). Aber ich brauche manchmal die Visualisierung von sowas - und es fühlt sich für mich gut an, eine Checkliste auf Papier abzuhaken, auch wenn das natürlich auch elektronisch möglich wäre. Ich verwahre ja auch Briefumschläge und benutze sie weiter als Einkaufslisten... 

Doch ich schweife ab... Also ich habe mir drei Sachen ausgesucht, die ich für die nächsten 60 Tage möglichst täglich machen will, damit sie mir zukünftig so zur Gewohnheit werden, dass ich nicht mehr drüber nachdenken muss oder mich bewusst dazu aufzuraffen, sondern, dass das ganz natürlich passiert. Was hab ich mir ausgesucht? Als erstes Yoga! Ja, genau - ich, die Yoga immer als zu esoterisch abgetan hat und befand, dass das ja eher Entspannung als Sport ist und das Ganze zugegebenermaßen etwas belächelt hat. Doch ich habe während meines Weihnachtsurlaubs viel auf der Couch rumgelegen und mich danach so richtig steif und unbeweglich gefühlt (man könnte auch sagen: alt) - und das möschte isch nischt! Also mache ich jetzt jeden morgen so 15 bis 20 Minuten sanftes Yoga, um die müden Knochen ein bisschen aufzuwecken und Kraft für den Tag zu tanken. Und was soll ich sagen? Es funktioniert! Ich fühle mich schon nach ein paar Tagen beweglicher und energiegeladener, obwohl ich dafür eine halbe Stunde früher aufstehe als sonst. 

Die zweite Sache ist Französisch (die Sprache)! In der Schule und auch in der Ausbildung hatte ich Französisch, aber bis auf Urlaube in Tunesien und auf Gouadeloupe hatte ich danach wenig bis keine Gelegenheit, es anzuwenden, und so sind meine Sprachkenntnisse selig und süß eingeschlafen. Aber ich habe auf einer Learning Plattform, die von meinem Arbeitgeber angeboten wird, einen Kurs entdeckt, der darauf basiert, möglichst kurze Lerneinheiten zu absolvieren (3 Minuten), dafür aber nicht nur einmal die Woche, sondern am besten täglich. Das passt mir gut, das kann ich prima in meinen Alltag integrieren, und so übe ich jeden Tag ein bisschen Französisch. Und was kann ich hierzu schon sagen, nach ein paar Tagen? Meistens macht es mir so viel Spaß, dass ich länger dranbleibe als geplant. Und wenn es mal tatsächlich nur drei Minuten sind, ist das auch völlig ok. Nicht schlecht, oder? 

Und die dritte Sache ist das hier: Von meinem Wasser, das ich täglich trinke, soll  mindestens eine Flasche pur ohne Sirup oder Saft sein. Von kleinauf auf "süß" trainiert ist das tatsächlich etwas, das ich bewusst einbauen muss, denn bisher habe ich, wenn das Getränk nicht irgendwie aromatisiert war, zuwenig getrunken. Das will ich ändern, und diese Challenge scheint ein guter Weg zu sein. Den Sirup komplett wegzulassen, war mir zu radikal, aber das abwechselnd zu machen, klappt bisher ziemlich gut.


Übrigens habe ich mir außerdem vorgenommen, nur zu bloggen, wenn mir danach ist und wenn es etwas zu erzählen gibt. Der Druck, möglichst wöchentlich was zu schreiben und dann ein schlechtes Gewissen zu haben, wenn das nicht klappt, tut weder mir noch dem Blogpost gut. 

Insofern habe ich noch ein bisschen Backwerk auf der To-blog-Liste und natürlich auch noch die Weihnachtsgeschenke - ich schätze, Letztere schiebe ich auf den Herbst, dann könnt Ihr das als Anregung für das kommende Fest nutzen. Aber Kekse kann man immer essen, die kommen also früher!

Lasst es Euch gutgehen, geht nur spazieren mit Menschen, die Ihr kennt und mögt, und ganz wichtig: Lieber Mariacron als Omicron :-)

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