Donnerstag, 16. September 2021

Life-Update

Hallo Ihr Lieben,

lange nichts von mir hören lassen - schuldig im Sinne der Anklage. Aber manchmal funkt einem das Leben einfach dazwischen. Erst musste meine Mama völlig überraschend ins Krankenhaus. Keine simple Geschichte, sondern ein Herzinfarkt, also was Ernstes. Sie ist genauestens untersucht worden, es wurde ein Stent eingesetzt, und in einem Vierteljahr wird sie wohl einen oder mehrere Bypässe erhalten müssen. Ihr könnt Euch vorstellen, dass mich das ziemlich beschäftigt.

Tja, und dann passierte, worauf wir uns schon seit einiger Zeit eingestellt hatten, was uns aber trotzdem wie ein Tsunami überrollte. Wir sind sehr traurig, denn unser geliebtes Elsemädchen hat am 8. September, also einen Monat vor ihrem 13. Geburtstag, ihre letzte Reise angetreten. Unsere Hunde sind für uns Familienmitglieder, und obwohl ihr Verlust absehbar gewesen ist, ist er dennoch nicht einfach zu verkraften. 

Sie ist gestorben, wie wir es uns für sie gewünscht haben: Friedlich, zu Hause und in unseren Armen, einfach so. Zuerst ist sie zu uns gekommen, um noch ein bisschen zu kuscheln, und dann ist sie an ihren Lieblingsplatz in meinem Büro gewandert. Sie hat sich hingelegt, wir haben sie gestreichelt, irgendwann machte sie einen tiefen Seufzer, und ihr Herz hörte auf zu schlagen. 


Wir wussten, dass es passieren würde, sie war schließlich so alt wie die Queen, und aufgrund ihrer verschiedenen gesundheitlichen Baustellen eher früher als später, und wir wissen auch, dass sie jetzt keine Schmerzen mehr hat, aber weh tut es trotzdem. Es ist auf einmal so still - keine schlurfenden Schritte mehr, die von einem Liegeplatz zum nächsten schlappen, kein aufgeregtes Hecheln mehr, wenn Besuch kommt, und kein geräuschvolles Wasserschlabbern im Dreivierteltakt, kein zufriedenes Grunzen beim Bäuchlein kraulen, keine schwänzchenwedelnde Freude mehr, wenn ich morgens runterkomme oder das Geschirr und die Leine von der Garderobe nehme, keine Schnüffelnase, die meine Einkäufe genauestens inspiziert, ob da vielleicht Leckerchen für sie dabei sind, und kein grinsendes Wettrennen um den Tisch, wenn ich Medikamente verabreichen oder Öhrchen putzen will...

Heinrich realisiert wohl auch so langsam, dass seine Gefährtin nicht mehr wiederkommt. Ich glaube, auch er vermisst sie und hat um sie getrauert. Doch allmählich scheint er den Status als "Einzelkind" wieder zu genießen...


Was man aber auch nicht vergessen darf: Sie hatte ein wundervolles Leben bei uns, wir haben sie geliebt und immer dafür gesorgt, dass es ihr gutgeht, und sie wiederum hat unser Leben bereichert, sie hat uns soviel Freude bereitet, und wir hatten eine lange, großartige Zeit, viel Spaß und wundervolle Momente miteinander. All das bleibt im Kopf und im Herzen - für immer.

Glückliche Tage! Weine nicht, dass sie vorüber, 
sondern freue dich, dass sie gewesen.

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