Hallo Ihr Lieben,
eine Freundin von mir sagte mal: "Wenn ich an Dich denke, sehe ich Rot." Und zu meiner Verteidigung sei gesagt, es ging um Kleidung und Schuhe! Früher mochte ich Grün sehr gerne, und mir stehen viele Farben, aber Rot hat es mir irgendwie angetan - gerade bei Schuhen und Handtaschen. Oder denkt mal an das atemberaubende Abendkleid von Julia Roberts in "Pretty Woman"!
Und deshalb zeig ich Euch einfach mal, was ich so gebastelt habe in der letzten Zeit. (Ok, vergesst Julia Roberts solange, sonst wird das nix!) Ich hatte ja erzählt, dass ich kürzlich auf dem holländischen Stoffmarkt ein bisschen was eingekauft hatte - unter anderem Kunstleder. Normalerweise hab ich gerne ganz klassische Handtaschen, aber diesmal hab ich mich an ein rundes Täschchen gewagt:
Im ersten Wurf war ich nicht zufrieden, weil das Material sehr weich ist und daher die Rundungen nicht gut rauskamen und sehr wellig blieben. Zuerst hatte ich versucht, die runden Teile mit Pappe zu verstärken und somit aufzuspannen, aber das war nicht wirklich alltagstauglich. Ich war schwer versucht, das Ding komplett auseinanderzunehmen, hab mich dann aber dagegen entschieden. Ich hab die Nahtzugabe jeweils nach innen festgenäht (sog. Topstitching) und dann noch eine Futtertasche gemacht, die ich von Hand mit einem Blindstich an den Reißverschluss angenäht habe. Und siehe da, jetzt behält sie ihre Form!
Sie hat ein bisschen was über 20 cm Durchmesser, sodass die wichtigsten Utensilien wie Portemonnaie, Schlüssel, Handy und Maske gut reinpassen, und weil ich sie auf mich zugeschnitten habe, brauche ich keine Verstellmöglichkeit für den Gurt. Also alles ganz schlicht und minimalistisch.
Aus dem Reststoff habe ich kurzerhand noch ein Mini-Täschchen genäht, wo wirklich nur Schlüssel, Handy und Kackebeutel reinpassen. Und genau dafür war es auch gedacht: Wenn ich mit den Hunden rauswill, aber keine Taschen in den Klamotten habe.
Hier nochmal im Detail. Weil ich beim Hundespaziergang meist schnell an die kleinen schwarzen Beutelchen muss, habe ich auf einen Verschluss verzichtet.
Eine Arbeitskollegin von mir berichtete letztens, dass sie bei Team Calls oder Webcasts, wo sie nur zuhören muss, immer Socken strickt. Meine Beste macht regelmäßig bei einem Wettbewerb namens Sock Madness mit, und eine andere Freundin strickte schon Socken, als es noch völlig uncool war, und so dachte ich mir, ich könnte das ja auch mal wieder ausprobieren. Gesagt, getan, hier ist die erste Variante im Werden:
Und hier das fertige Paar, übrigens ganz klassisch vom Bündchen bis zu den Zehenspitzen gestrickt, und die Zopf-Raute ist jeweils nur an der Außenseite. Der einzelne Zopf hingegen läuft an beiden Seiten bis in die Fußspitze.
Danach hab ich welche von den Zehen aus angefangen mit einer Spitze samt offenem Maschenanschlag. Das heißt, ich hab erst eine Luftmaschenkette gehäkelt und damit zuerst vom Zehenansatz bis zu den Zehenspitzen in verkürzten Reihen gestrickt und anschließend wieder vergrößert, sodass ich irgendwann wieder an der Luftmaschenkette angekommen bin und dort Maschen aufnehmen konnte. Somit hatte ich dann die Gesamtanzahl an Maschen auf meinem Nadelspiel. Und ja, ich stricke noch mit einem Nadelspiel; allerdings hab ich mittlerweile welche aus Bambus (die kann man auch im Flieger verwenden).
Interessant ist hier der linksgestrickte Zwickel und die Herzchenferse statt einer normalen.
Tja, und dann wollte ich mir aus allen möglichen Varianten ein Sockenmuster zusammenmixen, quasi eine Frankensteinsocke. Das Bündchen im Pusteblumenmuster, der kurze Schaft im Kaffeebohnenmuster und die Herzchenferse waren schon fertig...
...und dann kam Else...












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