Montag, 17. Mai 2021

Grießnockerlaffäre

Huhu, Ihr Lieben!

Kennt Ihr diese Krimis um den niederbayrischen Dorfpolizisten Eberhofer (z. B. Sauerkrautkoma, Leberkäsjunkie, Dampfnudelblues, Weißwurstconnection)? Don't judge a book by its movie, but in dem Fall kann ich sowohl die Bücher als auch die Verfilmungen sehr empfehlen. Eines aus der Reihe ist die Grießnockerlaffäre, und damit wären wir auch gleich beim Thema.

Eine Freundin hatte Tafelspitz gekocht und mir - wie man das gerne macht - etwas von der Fleischbrühe im Tupperdöschen mitgegeben, denn die wäre nun wirklich zu schade gewesen, um sie einfach wegzuschütten. Der Plan war eigentlich: Bisschen Gemüse und Nüdelchen rein und gut. Aber der Hamster wünschte sich Grießklößchen, und sein Wunsch war mir Befehl. Hab ich nämlich noch nie gemacht, und dachte mir, ist doch eine gute Gelegenheit, die mal auszuprobieren. Grieß (sowohl Weichweizen für Käsekuchen als auch Hartweizen für Pasta) hab ich eh immer im Haus,also go for it!

Ich hab also eine Masse aus Weichweizen, Butter und Ei gemischt und sie mit viel Muskat und den üblichen Verdächtigen Salz und Pfeffer gewürzt. Das Ganze musste dann eine halbe Stunde ruhen (ich nehme an, damit der Kleber im Weizen seine Wirkung entfalten kann), und dann hab ich in mühevoller Kleinarbeit mit zwei Löffeln die Nocken geformt. 


Danach wurden die in kochendem Wasser ca. 15 Minuten gar gekocht (oder auch ein bisschen länger, meine waren nämlich recht groß). Man könnte die evtl. auch in der Brühe kochen, aber dann wird die ein bisschen trüb, und deshalb gibt man sie üblicherweise erst nach dem Garvorgang dazu. Also als sprichwörtliche Suppeneinlage.


Ich hab also die Brühe erhitzt, Möhrchen, Lauch und natürlich auch ein paar Suppennüdelchen mit hineingegeben und besagte Grießklößchen sowie ein paar Frühlingszwiebeln - nicht schlecht, oder?


Und da jetzt nach einer langen Durststrecke endlich mal wieder schönes sonniges Frühlingswetter herrscht, muss es auch nicht immer was deftig-wärmendes zum Essen sein, sondern allmählich kommen wieder eher sommerliche Gerichte auf den Speiseplan. 

Zum Beispiel hatte ich noch eine Salatgurke in meinem Gemüsefach rumdümpeln, und weil ich außerdem zur Bluthochdruckprophylaxe jede Menge Knoblauch eingekauft hatte, musste das einfach zu Zaziki (oder Tzatziki???) verarbeitet werden! Dazu fällt mir ein ganz blöder Spruch ein: Meine Oma ist Griechin - fetalicherseits. Anyway, von Zaziki allein kann man nicht leben, es braucht auch Ouzo oder so! Nee, jetzt aber mal im Ernst - ich hab dann noch zwei Fladenbrote gebacken, bisschen Feta, Oliven und geröstete und eingelegte Paprika dazu und fertig war ein gar köstliches Abendessen.


Und weil momentan Spargelsaison ist, hab ich hier noch zwei Ideen für die grüne Variante:

Zum einen ein Spargelsalat. Hierzu hab ich den grünen Spargel ca. 3 Minuten blanchiert und danach in Eiswasser versenkt, damit er nicht zu weich wird. Dazu kamen dann Kirschtomaten, eine gehackte Zwiebel und Fetawürfel. Dazu ein Dressing aus Zitronensaft, Ahornsirup und Senf et voilà!


Die zweite Version ist ein gebratener Spargel. Dazu hab ich die Stängel in mundgerechte Häppchen geschnippelt, bisschen Knoblauch und Zwiebeln mit in die Pfanne und dann noch braune Champignons in Scheiben. Alles gut angebraten, immer wieder gewendet und zum Schluss mit Balsamico abgelöscht. Das war köstlich, sag ich Euch! Bitte ignoriert das Massaker auf Gemüsebett; Fisch und Pfanne wollten sich nicht so recht trennen...


Aber nachdem wir uns jetzt vorwiegend in der Küche aufgehalten haben, will ich mal wieder in mein Arbeits- und Gästezimmer wechseln... Nachdem derdiedas Futon, das wir bisher als Gästebett genutzt hatten, den Weg alles Irdischen gegangen war und nicht mit in den Umzugswagen durfte, haben wir zwei Matratzen zum Gästebett deklariert. Ursprünglich hatte ich mal im Kopf, da Europaletten drunter zu legen, aber das hätte irgendwie nicht gepasst - weder von der Größe noch vom Stil. Also hab ich sie einfach übereinander gestapelt und zunächst einen meiner zahlreichen Quilts drüber gelegt. Doch irgendwie sah das nach Interimslösung aus, und mein Büro sollte ja auch irgendwie gemütlich sein, und außerdem bin ich ja großer Fan von harmonischen Farbkonzepten. Also hab ich ein bisschen Stoff gekauft und eine gesteppte Tagesdecke erstanden. Als erstes das Kissensammelsurium farblich zueinander passende Hüllen, und dann hab ich aus der Tagesdecke eine Art Spannbettlaken für die Matratzen genäht, damit die Decke nicht immer verrutscht und ich sie neu unter den Matratzenstapel stopfen muss, wenn mal jemand draufgesessen hat. Und durch das Zuschneiden hatte ich sogar noch ein bisschen von dem Steppstoff übrig, den ich für ein weiteres, mit Stoffresten gefülltes Kissen verwendet hab. Und so sieht der Matratzenstapel fast wie ein Sofa aus:


Und da ich die Nähmaschine gerade entstaubt und mit neuer Nadel versehen hatte, wollte ich ein Geburtstagsgeschenk für den Schwager nähen. Taschen, Beutel und Etuis für Mädchen hab ich schon sehr oft genäht, deshalb sollte es jetzt ein bisschen kerniger werden. Also hab ich Jeans und einen hellen Canvas kombiniert und mit einem Lederpatch verziert. Ich hab etwas eher Hochformatiges gemacht, weil ich dachte, da könnten Duschgel und Shampoo gut drin stehen. So sieht's aus:


Mein Schwesterherz hat nur ein paar Tage später Geburtstag, und so hab ich noch schnell die Häkelnadel geschwungen und ein kleines Dreieckstuch mit Farbverlauf gehäkelt:


Von den Farben her könnte es ganz gut zu ihr passen - mal sehen, ob es ihr auch gefällt...

Mir jedenfalls hat das Tuch ganz gut gefallen, weil es eben nicht wie die typische 70er Jahre Häkelstola aussah, und so hab ich gleich weitergemacht. Vor einiger Zeit hat mir das jüngste Kind ein Knäuel Farbverlaufswolle geschenkt und ich hab - weil ich das mal ausprobieren wollte - ein Drachenschwanztuch gehäkelt. Hört sich komisch an, ist aber so ein Tuch mit Zacken und sah, wenn ich ehrlich bin, ziemlich esoterisch/ökomäßig aus. Und besagter Drachenschwanz lag auch seit seiner Erstellung ungenutzt im Schrank. Also hab ich das Ding kurzerhand aufgeribbelt und mir ein Tuch mit einem ähnlichen Muster gehäkelt, die Farben finde ich nämlich traumhaft. Und ich denke, das hier werde ich tatsächlich tragen:


In diesem Sinne: Gehabt Euch wohl und lasst Euch die Sonne auf den Pelz brennen!

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