Huhu, Ihr Lieben,
die ersten Kisten sind gepackt, die meiste Deko ist schon abgeräumt, und einen Gemütlichkeitspreis gewinnen wir momentan eher nicht. Umso wichtiger ist es, sich mit leckerem Futter zu verwöhnen und es zumindest unter diesem Aspekt ein bisschen gemütlich zu machen.
Letztens habe ich übrigens in meinem kleinen Rewe tatsächlich geräuchertes Paprikapulver gefunden, und es hat mir keine Ruhe gelassen - ich musste die vegane Leberwurstalternative nochmal probieren, die beim ersten Versuch mit normalem Paprikapulver so gnadenlos daneben gegangen ist.
Die Konsistenz ist super, lässt sich toll verstreichen; optisch finde ich den Aufstrich auch sehr ansprechend. Mit den Gewürzen hab ich es ein bisschen sehr gut gemeint, und das Ganze ist recht würzig, um das mal so auszudrücken... Aber auf einem kräftigen Roggenbrot mit ein paar Gewürzgürkchen ist es nicht zu verachten! Das Brot hab ich dann auch gleich dazu gebacken...
Ach ja, seit kurz vor Weihnachten sind wir fast Vegetarier. Vorher haben wir ja schon nicht viel Fleisch gegessen, aber seit neuestem kommen wir fast ohne aus. Ich bin da jetzt nicht dogmatisch: Wenn wir was bestellen und haben Lust auf 'nen Döner, dann gibt's den halt. Oder uns ist mal nach Fisch, dann gibt's den auch. Ich will niemanden bekehren und umgekehrt will ich auch nicht bekehrt werden. Ich bin nur der Meinung, dass jeder was gegen Massentierhaltung machen kann und sollte, und jeder Schritt weg davon ist einer in die richtige Richtung.
Außerdem habe ich festgestellt, dass unser Speiseplan schon recht eingefahren war. Ich glaube, das geht jedem irgendwann mal so. Man hat seine Standards, die schnell gemacht sind, und von denen man die Zutaten im Kopf hat, und für die auch kein Rezept gebraucht wird. Alles gut und schön, aber ab und zu darf es auch mal was Neues sein, und unser Fokus hin zu mehr vegetarischen Gerichten bewirkt indirekt mehr Abwechslung - find ich gut.
Gestern z. B. hatten wir sogenannte Möhrenpommes. Naja, wenn ich ehrlich bin, waren es gestiftelte Möhren, die ich mit Öl, Gewürzen und Parmesan gemixt und auf einem Blech im Ofen gebacken hab. Dazu gab es einen Joghurt-Dip mit Knofi und Zitrone, aber ein Foto gibt es leider nicht. War zu schnell weggefuttert! :-)
Heute hingegen hab ich ein Foto für Euch:
Blumenkohl-Steaks (ich weiß, dass Steak eigentlich was anderes ist, aber ich sag auch Hafermilch, obwohl ich weiß, dass es keine Milch ist) mit gebackenen Kartoffeln und dem restlichen Joghurt-Dip von gestern.
Dazu schneidet man den Blumenkohl in relativ dicke Scheiben und lässt den Strunk dran, damit die Scheiben nicht auseinander fallen. Die Scheiben werden dann auf jeder Seite mit Knoblauchbutter eingeschmiert und kommen in den Ofen (insgesamt 20 Minuten, dabei habe ich sie nach 10 Minuten gewendet). Darauf kam dann noch ein bisschen Pesto, und das war mal richtig lecker! OK, nicht ganz fettarm, aber irgendwas ist immer :-)
Und für die Süßschnäbel hab ich auch noch was in petto: Veganer Nuss-Zopf! Im Wesentlichen macht man einen süßen Hefeteig, der mit einer Nussmasse bestrichen wird. Eigentlich hätten da 50 g Walnüsse und 200 g Haselnüsse reingemusst, aber meine Vorräte gaben genau das umgekehrte Verhältnis her, sodass die Füllung ein bisscher herber war durch den höheren Walnussanteil. Hat dem Geschmack aber überhaupt keinen Abbruch getan.
Hier also der ausgerollte Teig:
Dann mit Nussfüllung:
Das wird dann aufgerollt, die Rolle einmal der Länge nach aufgeschnitten und die beiden Hälften mit der Schnittkante nach oben nebeneinander gelegt, damit sie anschließend miteinander verschlungen werden können.
Das könnte man so schon aufs Blech packen, aber ich habe es in eine Form gestopft, damit ich es hinterher leichter schneiden kann. Und so sieht's aus:
Auf den Zuckerguss habe ich verzichtet, aber es war fluffig und nussig, und der Kontrast zwischen dem weichen Hefeteig und dem Biss der Nüsse war einfach großartig und wird garantiert wiederholt!
In diesem Sinne einen herzlichen Gruß aus der Küche an alle;
macht es Euch gemütlich!!!
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