eigentlich müsste ich es nicht erwähnen, die Weisheit ist ja bekannt, aber trotzdem. Wie Ihr sicherlich wisst, ist Zero Waste oder Zero Plastic absolut angesagt, und das hat auf jeden Fall seine Berechtigung. Nun habe ich nicht den Anspruch, meinen jährlichen Plastikmüll auf einen Joghurtbecher zu reduzieren - das wäre wohl ziemlich unrealistisch. Aber ich halte es für wichtig, meine Gewohnheiten zumindest mal kritisch unter die Lupe zu nehmen und zu überdenken.
Nach wie vor verwende ich Küchenpapier von der Rolle - sicherlich kann man vieles mit einem Lappen wegputzen, der hinterher in der Waschmaschine landet, aber wer einen Hund hat, der oft und viel spuckt (oder auch einen Säugling mit einem Hang zu Magen-Darm-Geschichten), der ist sehr dankbar, wenn die Misere in ihrer Gesamtheit in den Mülleimer befördert werden kann :-) Darauf werde ich - zumindest für diesen Zweck - nicht verzichten. Aber ich dachte, ich könnte vielleicht auf diese grün-gelben Spülschwämme verzichten, und weil ich noch Paketschnur rumfliegen hatte, habe ich kurzerhand eine Art Spülschwamm daraus gehäkelt, wie man sie derzeit alle Nase lang auf der Inspirationsplattform meiner Wahl finden kann. Aber ganz ehrlich: Das Ding ist sperrig und relativ unflexibel, und ich komme nur bedingt in kleine Ecken und Ritzen. Und auch wenn Töpfe und Pfannen (die ich normalerweise von Hand spüle) wenig Ecken und Ritzen haben, finde ich diesen Paketschnur-Spülschwamm trotzdem nur mäßig gut und insofern: Glänzt zwar, aber Gold ist es definitiv nicht.
Und ich hab noch ein Beispiel aus dem Badezimmer: Als meine Wattepads aufgebraucht waren, habe ich einen ganzen Schwung dieser kleinen runden Dinger aus Baumwollgarn-Resten gehäkelt.
Der Plan war, die zum Abschminken oder Nagellack entfernen zu benutzen, er ging aber nicht so richtig auf. Das Garn ist zwar saugfähig, aber den Nagellack bekomme ich damit nur semi-optimal runter. Für mein Empfinden habe ich mehr Entferner nehmen müssen als mit Watte (also kontraproduktiv), und rund um die Nagelhaut blieben meistens noch so kleine Rückstände, die sich echt hartnäckig gehalten haben. Also noch ein Fall von "glänzt, ist aber höchstens Messing". Mein Tipp: Ein ausgedientes T-Shirt, in handliche Stücke geschnitten (also etwa Waschlappengröße oder meinetwegen DIN A5 für die Sheldon Coopers unter uns,) erledigt den Job sehr viel besser (auch das Abschminken, by the way). Und man muss diese Lappen auch nicht umsäumen, sie fransen nämlich nicht aus, also ein Gewinn in mehr als einer Hinsicht.
Vorgestern übrigens im Netz gefunden und sehr drüber gelacht:
Hätten die Briten nicht wenigstens
Ihr Wetter mitnehmen können?
Stimmt auffallend - seit Wochen regnet es immer wieder, und ich kontrolliere die Hundepfoten regelmäßig, ob sich nicht doch Schwimmhäute gebildet haben... Aus dem Grund haben wir nichts Aufregendes gemacht die letzten Tage. Kommt also trocken durch die Woche!

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