Mittwoch, 13. November 2019

Singen ist wie Fahrrad fahren


Yay, ich kann's noch! Also, noch nicht ganz, aber mal von Anfang an...

Vor einigen Wochen wurde ich von meinem Arbeitgeber gefragt: What kind of type are you? Ich: Was wollen die denn wissen, geht's noch? Dann kamen aber die Antwortmöglichkeiten, und ich ahnte, wohin die Reise gehen sollte. Als da waren:
  • I am a professional singer
  • No one can beat me at Karaoke
  • Find me singing in the shower, usw...
Hintergrund ist die folgende - wie ich finde - sehr schöne Idee: Mitarbeiter meiner Firma aus Deutschland, Österreich und der Schweiz formen einen Chor und werden im Mai zusammen mit professionellen Musikern ein Konzert geben. Damit wollen wir in einer Welt, die oft von negativen Nachrichten dominiert wird, einen positiven Akzent setzen, und deshalb wurde speziell die Ode an die Freude ausgewählt. Darüber hinaus ist es ein tolles Projekt der Gemeinsamkeit und Zusammenarbeit in Zeiten von Aus- und Abgrenzung. Und endlich mal eine Aktion, die mich so richtig anspricht! Unsere üblichen Events wie gemeinsam Laufen ist jetzt nicht meine bevorzugte Freizeitaktivität, auch wenn die Almased Girls Euch hier vom Gegenteil überzeugen wollen :-)


Nun gut, gestern war also die erste von insgesamt zwölf Chorproben - für mich leider in der verbotenen Stadt, also Düsseldorf. In jeder größeren Niederlassung unserer Firma in Deutschland sowie in Zürich und Wien finden ab jetzt regelmäßig Proben statt, und dann werden wir am Konzertwochenende alle Chöre zu einem großen Chor zusammenführen. Ich kenn das von anderen Chorprojekten (z. B. Carmina Burana), aber dennoch bin ich sehr gespannt. Unsere Chorleiterin hat jedenfalls gestern ordentlich Gas gegeben: zwei Mal durchsingen pro Stimme und dann schon alle zusammen. Das fand ich ziemlich sportlich, dafür dass wir nicht nur geübte Chorsänger*innen, sondern auch absolute Laien dabei haben, die erst noch ihre Stimmlage finden müssen. Ich schätze, sie wollte uns ein wenig herausfordern, bzw. den Leuten eine Vorstellung von dem vermitteln, was da auf sie zukommt. Und bei aller Freude am Singen haben wir natürlich auch einen gewissen Anspruch an unser Tun. Es hat jedenfalls riesigen Spaß gemacht, und wenn ich auch zu Beginn gemerkt habe, dass ich zehn Jahre nur zu Hause gesungen habe, konnte ich 33 Jahre Chorerfahrung doch nicht ganz leugnen. Dennoch werde ich mich nicht auf die Proben allein verlassen können, sondern auch zu Hause üben müssen. Aber ich hab im Netz schon Übungsversionen gefunden mit meinem Alt (irgendwie logisch, oder?) besonders hervorgehoben und den restlichen Stimmen, also Sopran, Tenor und Bass im Hintergrund. Sollte also machbar sein, wenn auch möglicherweise zum Leidwesen meiner Mitbewohner... :-)


Autogramme gibt's dann im Mai!



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