Donnerstag, 23. Februar 2023

If Life gives you Lemons...

Huhu Ihr Lieben,

wie Ihr sicher wisst, gehört mein Herz dem Karneval - schließlich bin ich in Köln geboren, das wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt. Aber weil es so schön heißt: "When in Rome, do as the Romans do", habe ich mich dieses Jahr dazu entschlossen, mir mal den maltesischen Karneval anzuschauen. Ja, den gibt es tatsächlich! Und es gibt auch wirklich Parallelen zum rheinischen Karneval. Klar, die Session beginnt hier nicht am 11.11., und die Vereine haben keinen Elferrat oder Uniformen, aber von Donnerstag bis Dienstag wird hier lustig gefeiert, die Kinder haben an Rosenmontag und Veilchendienstag schulfrei, und fleißige Hände bauen das ganze Jahr an unglaublichen Wagenaufbauten, die die Rheinischen Karnevalswagen in den Schatten stellen. 

Hier nur ein kleiner Wagen, wie Ihr seht, durchaus mit aktuellem Bezug :-)

Für mich fühlte sich der ganze Trubel ein bisschen an wie eine Mischung aus venezianischem und brasilianischem Karneval, denn getanzt wurde auch viel und die Kostüme waren unglaublich aufwändig und detailreich - wenn auch im katholischen Malta nicht ganz so freizügig wie in Rio de Janeiro. 😏

Der größte Vorteil, den der maltesische Karneval zu bieten hat, ist allerdings das Wetter! Bei 17 Grad und strahlendem Sonnenschein feiert es sich wesentlich entspannter, und nur ganz selten muss man sich hier Gedanken darum machen, dass der Regen die Federn am Hut ruiniert... 

Und auch hier ist dann am Aschermittwoch alles vorbei, und deshalb zeige ich noch ein bisschen was aus meiner Hexenküche! Nachdem ich ja letztens Orange Curd gemacht hatte, fiel mir ein, dass ich mal irgendwo in den sozialen Medien ein Rezept für Lemon Bars gesehen hatte. Ich hab es tatsächlich gefunden, und dann veganisiert - also keine Zitronencreme mit 4 Eiern, sondern ohne. Also hab ich Haferflocken geschreddert und sie mit meinem selbstgekochten Karamellsirup und Kokosöl vermischt und daraus den Kuchenboden hergestellt. Darauf gab es dann Lemon Curd aus Zitronensaft, Zitronenabrieb, selbstgemachter Pflanzenmilch, Zucker und Stärke. Tolle Mischung aus süß und säuerlich!


Und weil ich eine Schwäche für Zitrusfrüchte habe, gabs kurze Zeit später noch einen Orangenkuchen. An sich nichts besonderes, aber ich habe eine ganze Orange darin verarbeitet, komplett mit Schale und allem! Ich hab das alles wie im Rezept im Blender zusammengemixt, und geschmacklich war der Kuchen super. Beim nächsten Mal würde ich allerdings zuerst die Eier mit dem Zucker schaumig schlagen, dann den Rest häckseln und zum Schluss das Mehl vorsichtig unterheben, denn wie man auf dem Foto unten sehen kann, hätte er ein bisschen fluffiger sein können. Aber er hat auf jeden Fall Potenzial!


Na, ahnt Ihr, was das werden könnte?


Kleiner Tipp: Das sind gegarte Süßkartoffelwürfel und Datteln. Und? Jetzt eine Idee? Na ist doch logisch, das werden Brownies! OK, das war jetzt nicht offensichtlich, zugegeben. Aber das war tatsächlich die Basis für den Brownie-Teig. Da kamen u. a. noch gemahlene Mandeln, Mehl und Kakao dazu, und darüber kam noch ein Guss aus Kakao, Sirup und ein bisschen Kokosöl. Leider habe ich davon kein Foto, denn die Brownies waren rasend schnell weg...

Und wo wir schon beim Süßkram sind, werde ich jetzt einfach dabei bleiben und noch zwei letzte Sachen zeigen, die ich erst heute ausprobiert habe. Ich hatte ja im letzten Post schon erwähnt, dass ich eine Art Schokoaufstrich mit Kichererbsen gemacht hatte. Und jetzt wollte ich ausprobieren, wie das Ganze mit Haselnüssen schmeckt. Also hab ich gaaaanz vorsichtig die Haselnüsse geröstet - Ihr erinnert euch vielleicht an das Desaster beim letzten Versuch, da hatte ich meinen Ofen komplett unterschätzt. Aber diesmal ging alles gut, und ich hab die Haselnüsse dann von ihren Schalen befreit, und mit Kakao, Karamellsirup, Wasser und einem Teelöffel Kokosöl durch den Blender gejagt. Beim nächsten Mal werde ich aber erst die Nüsse zu einer Art Mus verarbeiten und danach die restlichen Zutaten zugeben, damit das Ganze so richtig cremig wird. Bis dahin hab ich halt Nutella al Dente! 😆


Ich freu mich jedenfalls jetzt schon auf mein Sonntagsbrötchen damit... Und zu guter Letzt noch eine Kleinigkeit mit Zitrus: Kokos Bliss Balls! Die bestehen im Wesentlichen aus Kokosraspeln, Zitronenabrieb und Zitronen- oder Orangensaft, Ahorn- oder Karamellsirup und Kokosöl. Das wird zu einer zähen Masse gemixt und dann zu Kugeln gerollt, in deren Mitte jeweils eine ganze geschälte Mandel versteckt wird. Als Abschluss werden sie noch in Kokosraspeln gewälzt und gut gekühlt. Sie sehen ein bisschen aus wie Raffaello, sind aber viel zitroniger und somit ein hervorragendes Sommer-Leckerchen!


In diesem Sinne: If life gives you lemons, make bliss balls!

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