Freitag, 3. Dezember 2021

'tis the season...

Hallo Ihr Lieben,

Thanksgiving ist gerade vorbei (ja, wir feiern das gern, wir haben nämlich Nachbarn, die länger in den USA gelebt haben, und da fanden wir es sehr passend, uns zusammen über einen Vogel herzumachen). Zu viert haben wir natürlich keinen Turkey verputzt, sondern eine Bio-Ente (die ich bei Grutto.com bestellt hab - keine Werbung, wir haben das regulär bezahlt). Das Prinzip finde ich einfach genial, und während wir vorwiegend vegetarisch leben, gibt es zu feierlichen Anlässen auch mal was Besonderes. Wobei es natürlich durchaus vegetarische oder vegane Köstlichkeiten gibt, die dem in nichts nachstehen!

Die Ente hab ich jedenfalls mit Äpfeln, Orangen und Zwiebeln gefüllt und mit Salz und Pfeffer gewürzt. Sie kam dann auf ein Rost in den Ofen und darunter hab ich ein Blech gestellt mit Gemüse (Möhre, Lauch, Zwiebeln, Knollensellerie), der Füllung, die nicht mehr in die Ente gepasst hat, Gemüsebrühe und Zimt, Sternanis, Nelken und Lorbeerblatt. Die Innereien (über die sich Heinrich am nächsten Tag sehr gefreut hat), den Hals sowie die Flügel hab ich auch noch draufgepackt für den Geschmack. Für anderthalb Stunden durfte die Ente bei 150 Grad vor sich hinbraten, und dann hab ich die Flüssigkeit aus dem unteren Blech für die Sauce verwendet. Den Ofen hab ich dann noch für eine halbe Stunde hochgesetzt auf 200 Grad, damit die Haut schön knusprig wird. Für die Sauce hab ich Zucker in einem Topf karamellisiert, mit Balsamico und Rotwein abgelöscht und reduziert, bis die Flüssigkeit eine honigähnliche Konsistenz hatte. Dann hab ich das mit der Flüssigkeit aus dem Ofen aufgegossen und ein bisschen Pflanzensahne dazugegeben, aber nicht weiter angedickt oder abgebunden.

Und im Eifer des Gefechts hab ich es verschwitzt, ein Bild zu machen. Deshalb hier nur eins von den Vorbereitungen:


Dazwischen hab ich dann schon mal den Tisch gedeckt, und weil wir keine Hängeleuchte direkt über dem Esstisch haben, gab's drei dicke Kerzen als Centerpiece. Danke an Bine für die Deko-Idee mit den Korken :-)

Knödel hab ich fertig gekauft, aber dafür den Rotkohl selbst gemacht. Also erst mal einen ganzen Kohlkopf kleinhäckseln (bin ich froh um meine Küchenmaschine!) und mit Salz ein bisschen durchmassieren, damit der Kohl ein bisschen weicher wird.


Dann in einem Bräter (ein Topf hätte wohl nicht ausgereicht, fürchte ich) Zwiebeln karamellisieren lassen und mit Balsamico ablöschen. 


Dazu kommen dann Apfel- und Orangensaft und etwas Wasser und natürlich der Hauptdarsteller, also der Rotkohl. Außerdem ein Kräutersäckchen - aber nicht das, was man in der Schweiz kaufen und dann rauchen kann :-))), sondern ein Lorbeerblatt, ein paar Wacholderbeeren, ein paar Nelken und eine Zimtstange). Das köchelt dann solange vor sich hin, bis es weich ist, und das kann gut ein, zwei Stunden dauern. Deshalb hab ich den Rotkohl morgens schon gekocht und abends nur erhitzt - hat hervorragend funktioniert.  Ich war ja eh schon mit Sauce und Vogel beschäftigt, da wollte ich nicht ins Schlingern kommen.

Am Ende der Garzeit kam dann noch ein halbes Glas Preiselbeeren dazu, und damit wäre er in der vegetarischen Variante eigentlich fertig. Aber der Hamster als weltbester Abschmecker war der Meinung, da fehlte noch was. Also hab ich noch schnell ein paar Speckwürfelchen in die Pfanne gehauen und kräftig angebraten. Würfelchen und das ausgetretene Fett kamen dann noch zum Rotkohl dazu, und die Kombination aus fruchtig und rauchig war sensationell, und der Rotkohl glänzte schön!


Tja, das war Ende November, ein sehr schöner und leckerer Abend, und jetzt ist schon Advent... Das ändert sich wohl nie - Weihnachten kommt jedes Jahr so plötzlich :-) Deswegen gibt es schon bald einen Blogpost mit Weihnachtsdeko!

Be thankful and be blessed!

2 Kommentare:

  1. Dass ich Dir als Deko-Queen mal eine Anregung liefere;-)) witzigerweise habe ich bei Alex' post noch zu Werner gesagt, wie cool das mit den Korken aussieht:DDD

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