Montag, 19. Juli 2021

Ein herzlicher Gruß

Hallo Ihr Lieben,

ich bin zwar schon oft umgezogen, aber wenn man mich nach meiner Heimatstadt fragt, dann antworte ich Eschweiler. Wie Ihr sicherlich mitbekommen habt, ist die Innenstadt von Starkregen und dem Hochwasser der Inde (das ist der Fluss, der mitten durch die Stadt fließt) stark beschädigt worden. Familie und Freunde sind betroffen, und ich bin in Gedanken bei allen, die es erwischt hat!

Darf ich trotzdem etwas Schönes posten? Oder ist das unangemessen angesichts der Katastrophe? Ich habe lange nachgedacht (bitte jetzt kein Hashtag "Laschet denkt nach, Alex auch"), und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es durchaus in Ordnung ist. Ich bin dankbar, dass wir hier an der Elbe verschont wurden, ich bin erleichtert, dass aus meinem erweiterten Kreis niemand körperlich zu Schaden gekommen ist, ich bin stolz auf meinen Neffen, der mit der Feuerwehr unermüdlich im Einsatz ist und tatsächlich und unmittelbar Menschenleben gerettet hat, und ich bin nicht zuletzt sehr gerührt von dem Zusammenhalt, der sich nicht nur in unserer Familie, sondern überall zeigt. Menschen helfen spontan, solidarisch und unaufgefordert. Alle kommen zusammen, und jeder trägt so bei, wie er oder sie es kann. Das ist unglaublich toll!

Und wenn ich mit meinem kleinen Blogpost hier ein bisschen Ablenkung bieten kann, ist das genau meine Absicht - nichts anderes habe ich im Sinn; nicht mehr, nicht weniger.

Und deshalb erst mal ein herzlicher Gruß aus der Küche:


Zur Zeit grillen wir relativ häufig, und nach dem Monkey Bread wollte ich nochmal eine andere Beilage ausprobieren. Und weil ich kürzlich eine neue Auflaufform erstanden hab, dachte ich an Focaccia. Eigentlich ein relativ normaler Hefeteig, aber mit Olivenöl, und eben in einer eher flachen Form gebacken. Ich hatte im Laden ein 630er Dinkelmehl entdeckt, das sich für feines, helles Gebäck eignet, und das hab ich auch gleich getestet:


Man könnte das jetzt schon so lassen, aber ich hab noch Kirschtomaten draufgepackt, ein paar Rosmarinnadeln und Kräutersalz von meinem Schwesterherz (und natürlich nochmal ein paar Tropfen Olivenöl), dann sah es so aus:


Obwohl es sich um einen Teig von 500 g Mehl handelt, war das Focaccia innerhalb von 20 Min. fertig. Hier also die goldgelbe, fluffige Köstlichkeit:


Letztes Wochenende hatten wir Freunde zum Kaffeebesuch, und ich wollte was eher Sommerliches - Schwarzwälder Kirsch fiel also eher raus :-) Und da ich auch nicht zwingend den Backofen anwerfen wollte, gab es eine Key Lime Pie. Also einen Boden aus zerkrümelten Keksen und zerlassener Butter zusammenbasteln, in eine Form drücken und im Kühlschrank festwerden lassen. Dann eine Masse aus Frischkäse, Limettensaft und Limettenabrieb herstellen, geschlagene Sahne darunterheben und mit Gelatine fixieren. Auch das muss dann wieder in den Kühlschrank. Kurz vor dem Servieren noch schön Verzieren. Notiz an mich: Beim nächsten Mal erst die Sahnetupfer aufspritzen und dann die Kekskrümel dazwischenbröseln. Wenn man die Sahne nämlich auf die Krümel spritzt, rutschen die Tupfer weg. Man möge mir daher die etwas unsymmetrische Anordnung verzeihen. Nicht umsonst durchlaufen Konditoren eine mehrjährige Ausbildung... Aber lecker war's!



Und wo wir gerade bei der Kombi Sommer und Kaffee sind, habe ich noch was - für mich - ganz Neues: Schon mal was von Dalgona-Kaffee gehört? Ich jedenfalls nicht, aber Pinterest sei dank haben wir seit vorgestern noch eine weitere Alternative zu Latte Macchiato und Eiskaffee.

Beim Dalgona (der Trend kommt, glaube ich, aus Japan) ist alles anders: Nicht die Milch wird aufgeschäumt, sondern der Kaffee, und die Milch kommt auch nicht obenauf, sondern als erstes ins Glas oder die Tasse. Aber der Reihe nach: Man braucht lösliches Kaffeepulver, Zucker, Milch und Eiswürfel, das wars auch schon. Also Eiswürfel in ein Glas und kalte Milch (oder jede Milchalternative, die Ihr bevorzugt) darübergießen. Dann drei Esslöffel Kaffeepulver in ein Rührgefäß geben, anderthalb Esslöffel Zucker dazu (ich habe braunen Zucker genommen, das Rezept sah Kokosblütenzucker vor; und es geht sicher auch mit weißem Haushaltszucker) und drei Esslöffel heißes Wasser. Diese Mischung wird dann mit einem Mixer (ich hatte einen Rührbesenaufsatz für meinen Passierstab) aufgeschlagen. Und ich wollte es erst nicht glauben, aber innerhalb kürzester Zeit wird das hell, dick und cremig - ganz wunderbar! Wenn sich dann der warme Kaffeeschaum mit der kalten Milch mischt, ist das einfach nur leckerlichst! Die Milch in Eiswürfelform einzufrieren empfiehlt sich nicht so, aber ich könnte mir vorstellen, dass sich ein Schlückchen Baileys oder Caramelsirup ganz gut darin machte. 

So sieht das übrigens aus:


Gehabt Euch wohl.


 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen