Donnerstag, 8. Oktober 2020

Licht am Ende des Tunnels?

Hallo Ihr Lieben!

Um mit der Neu-Bundesverdienstkreuzträgerin Mai Thi Nguyen-Kim zu sprechen: Holt Euch 'nen Tee, oder in meinem Fall eine heiße Zitrone mit ganz viel Honig:


Ist usselig geworden, oder? Naja, der Jahreszeit angemessen, aber ich bin dennoch froh, dass wir eine funktionierende Heizung und eine Notration Brennholz haben. Unsere beiden Fellnasen sind jetzt nicht mehr die Jüngsten und freuen sich auch mehr über ein kuschelig-warmes Plätzchen als einen Spaziergang in Wind und Regen. 

Und wenn es draußen so fies und ungemütlich ist, machen mich Salate und Co. nicht besonders an, muss ich zugeben. Mir ist dann mehr nach Soulfood, also Futter, das Bauch und Seele wärmt. Und weil ich ja nicht jedes Wochenende die ewig gleichen Variationen eines Rührkuchens backen will, hab ich mal was (zumindest für mich) Neues ausprobiert: Buchteln oder auch Wuchteln - beides lustige Namen, die aus dem Böhmischen kommen (also die Namen und das Gericht). Im Wesentlichen handelt es sich um ein Gebäck aus gefülltem Hefeteig. 

In das Rezept gehört ein Ei, und weil ich das von der Menge her ganz akzeptabel finde, habe ich das nicht ersetzt. Auch die Butter und die Milch, die vorgesehen sind, habe ich genau so reingepackt, obwohl man da sicherlich vegane Alternativen verwenden kann. Anyway, für die Buchteln braucht man also einen süßen Hefeteig ähnlich wie für Brioche oder Weckmänner, der dann in einzelne Portionen abgeteilt wird, die man erst zu Kugeln formt, dann plattdrückt, lecker füllt und dann wieder zu einer Art Kloß zusammenfügt. In meinem Rezept sollten die Buchteln mit Nutella gefüllt werden, aber ich hatte Pflaumenmus da, also wurde das verwendet. Außerdem musste noch eine Handvoll frische Pflaumen unbedingt gegessen werden, und so habe ich die kurzerhand zu einer Fruchtsauce eingekocht. Alternativ hätte auch eine Vanillesauce gut gepasst, aber die Pflaumen mussten weg und waren mit einem bisschen Zimt sehr lecker dazu.






Samstagabend war uns nach Fisch, und ich hatte Pangasiusfilet in der Tiefkühltruhe. Nach dem Auftauen kamen die Klassiker, also Säubern, Säuern, Salzen, und dann hab ich die Filets in eine Auflaufform gepackt und eine Paste aus gehackten Haselnüssen, geriebenem Käse und Schmand darauf gestrichen. Während das im Ofen vor sich hinschmurgelte, hab ich noch ein Lauch-Linsengemüse dazu gekocht, abgeschmeckt mit Senf, Frischkäse und ein bisschen Zitrone. Optisch jetzt nicht so der Renner, wenn ich mir das Foto anschaue, aber auch echt lecker:


Sonntagabend hab ich die im letzten Jahr schon mal vorgestellte Herbstpizza gemacht, allerdings nicht mit Geflügelsalami sondern einer vegetarischen Variante von der Marke mit der Windmühle drauf. Diese Firma wurde eigentlich als Hersteller von Fleisch- und Wurstwaren bekannt, macht aber mittlerweile mit den fleischlosen Alternativen mehr Umsatz als mit Teewurst und Co. Interessehalber habe ich neben dieser Salamialternative (in den Varianten mit und ohne Pfeffer) auch den vegetarischen Schinkenspicker und die Leberwurst mit Schnittlauch ausprobiert. Alles sehr, sehr gut, und dieser Schinkenspicker ist mein absoluter Favorit. Geschmacklich kein Unterschied zu herkömmlicher Schinkenwurst/Fleischwurst/Lyoner, aber dafür viel kalorien- und fettärmer. Ein klarer Pluspunkt, wie ich finde.


Tja, das war's dann auch wieder. Im Moment warte ich  noch auf meine Großpackung Vlieseline, damit ich meine diversen Stoff-Mosaik-Ideen in die Tat umsetzen kann. Ansonsten tu ich mich im Moment schwer damit, Dekozeug zu basteln, denn vor dem Umzug will ich eigentlich kein zusätzliches Umzugsgut generieren. Denn es gibt ein schwaches Licht am Ende des Tunnels, und vielleicht klappt das mit dem Bauernhof nämlich doch noch, wer weiß...

Lasst es Euch gutgehen!



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