Mittwoch, 22. April 2020

Wenn man zu viel Zeit hat

Hallo, Ihr Lieben,

zunächst eines vorweg: Man kann nie zu viel Zeit haben, finde ich. Also zumindest ich kann mich nie über Langeweile beklagen. Aber in den letzten beiden Wochen habe ich Dinge erledigt, die nicht unbedingt ganz oben auf der To-Do-List stehen - auf der Tadaaaa-List schon gar nicht!

Eines davon war die Grundreinigung meiner Küche. Vor einiger Zeit - und das ist schon eine ganze Weile her - hatte ich mir mit einem Paket Mehl ein kleines, krabbelndes Problem eingekauft. Zwar hatte ich bis dahin einige Trockenvorräte wie Mehl, Zucker und Salz in Tupperdosen, aber ich besitze eben nur eine Dose für Mehl, in die genau ein Päckchen reingeht. Manchmal kaufe ich aber gleich ein paar Kilo auf Vorrat, und dann wird es eng. Damals habe ich dann alles gründlich ausgewaschen, aussortiert, Unversehrtes in Gefrierbeutel gepackt und gut verschlossen. Seitdem habe ich größere Gläser von Gewürzgurken, Sauerkirschen und Mayonnaise verwahrt und zu Vorratsdosen umfunktioniert. Klar, ein Paket Mehl muss ich jetzt auf mehrere Gläser aufteilen und eckige Behälter wären effektiver, aber: Ich wollte nicht extra etwas Neues - und womöglich aus Plastik - anschaffen, wenn mir diese Glasbehälter quasi in den Schoß fallen, auch wenn es eventuell praktischere Alternativen gäbe. Unser Haushalt besteht aber nur aus zwei Zweibeinern, und insofern brauche ich keine Vorratshaltung wie zu Großmutters Zeiten nach dem Krieg, und somit reichen mir die Gläser. Sollte die Zombie-Apokalypse kurz bevorstehen, kann ich meine Vorräte immer noch aufstocken und im Keller lagern, da ist noch jede Menge Platz. Bis dahin reichen die Küchenschränke und die Gurkengläser.

Da die neuen Küchen jedoch meist mit Schubfächern ausgestattet sind und die Schraubgläser undurchsichtige Deckel haben, brauchte ich in irgendeiner Form eine Beschriftung, um nicht jedes Glas anheben zu müssen, um zu sehen, was drin ist. Und weil so ein System immer ein Work in Process ist, fielen feste Aufkleber schon mal raus - wenn ein Glas leer ist und ich eines brauche, wird das befüllt, egal, welcher Aufkleber drauf pappt. Demnach brauchte ich was, das sich anpasst, und so kam ich auf die Idee der Tafelfarbe. Ich dachte mir, ich pinsel die Deckel einfach mit Tafelfarbe an und kann dann die dann mit Kreide beschriften. Ändert sich der Inhalt, kann ich den Deckel einfach abwischen und neu beschreiben.

Bei meiner Recherche stellte ich dann fest, dass es diese Farbe nicht nur - wie ich vermutet hatte - in Grün und Schwarz gibt, sondern in allen möglichen Farben. Ich entschied mich für Bordeaux. Das war dann zwar etwas dunkler, als ich gehofft hatte - eigentlich wollte ich ein Weinrot, kein Lila, aber schön finde ich es trotzdem. Wie haltbar diese Farbe ist, wird sich in Zukunft zeigen, aber zur Not habe ich noch jede Menge Restfarbe zum Überstreichen.

Hier also mal die Ausgangslage:


Die Deckel habe ich dann mit zwei Schichten Farbe versehen; mit Trocknung habe ich damit zwei Tage verbracht - ich hatte ja Zeit...


Und so sieht das Ergebnis aus - ich bin zufrieden!




Wo ich dann einmal dabei war, hab ich anschließend auch noch alle anderen Küchenschränke leergeräumt, ausgewischt und wieder ordentlich eingeräumt - ich hatte ja Zeit...

Lasst es Euch gutgehen!


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