Freitag, 22. November 2019

Ein Wort mit fünf "tz"?

Na klar, Mortzatzventzkrantzkertze! :-) OK, damit hab ich das Niveaulimbo für diese Woche auch hinter mich gebracht. Aber Ihr ahnt, ich bin schon ein bisschen in Weihnachtsstimmung, und deshalb hab ich die Außendeko schon mal erledigt. Naja, so ganz freiwillig war das nicht, zumindest nicht der Zeitpunkt. 

Aber von vorn: Neulich lag ein Brief in unserem Garten von unseren Nachbarn, deren Garten an unseren stößt, quasi Rücken an Rücken. Sie baten ganz höflich, ob wir nicht unsere Bäume etwas beschneiden könnten, die wären mittlerweile so hoch, dass es fast bedrückend wäre. Nun gut, ich fand die Vorgehensweise der Kontaktaufnahme ein bisschen seltsam, man hätte ja auch mal klingeln können. Soweit ich mich erinnere, haben weder der Wetterhamster noch ich je fremde Menschen gebissen. Aber die Herrschaften hatten nicht ganz unrecht, und so haben wir in Ermangelung einer ausreichend langen Leiter die Gartenbaufirma, die unseren Zaun reparieren musste, gebeten, die Baumschneidearbeiten gleich mit zu erledigen. Kurze Zeit später hatten wir wieder einen Brief im Garten liegen - das wäre ja alles ganz gut und schön, aber da wären immer noch viel Äste, die über Nachbars Zaun hingen. Da hatten die Gartenbauer es gut gemeint und nur in der Höhe beschnitten, weil sie die Nachbarn nicht belästigen wollten, um von deren Garten aus die Rückseite unserer Bäume zu kürzen. Das Gegenteil von gut ist gut gemeint, Ihr kennt das ja. Es blieb uns also nichts anderes übrig, als in einer Mittagspause die überhängenden Äste abzusäbeln. 

Tja, und dann war unser Garten auf einmal voll mit Grünschnitt. Da wir (noch) kein Fichtenmoped (aka Motorsäge) haben, hab ich also erst mal sortiert nach tannenähnlichem Zeug, das sich noch für Weihnachten weiterverwenden lässt, dann hab ich von dem Rest die Blätter abgezwickt und in die grüne Tonne gestopft. Danach war ich dann mehrere Tage damit beschäftigt, dünnere Äste auf kaminkompatible Längen zu kürzen und dickere Äste in den Schraubstock zu klemmen und mit der Säge ebenfalls handlich zu machen. Und so stand ich Ende Oktober da mit meinem Tannenbaum-Puzzle:


Das ganze Grünzeug hab ich dann zu Girlanden gewunden, mit Christbaumkugeln aufgehübscht und an den Fensterbänken befestigt. Wollte ich sowieso machen, allerdings nicht ganz so früh. Und da die Haustür auch noch ein bisschen Grün vertragen konnte, hab ich kurzerhand noch einen Kranz gebastelt. 




Weil unser Vorgarten seit der Umgestaltung sehr minimalistisch wirkt, sollte noch ein bisschen Farbe in den Eingang. Ich hatte mir einen Geschenkestapel in den Kopf gesetzt, und weil der Wind und Wetter ausgesetzt ist, musste ich die Kartons, die ich dafür verwenden wollte, möglichst regenabweisend verpacken. Beim Versandhändler meiner Wahl gab es nur Geschenkfolie für 25 Euro, das hab ich irgendwie nicht eingesehen. Im Baumarkt dachte ich erst an Klebefolie, die zwar günstiger, aber immer noch kein Schnäppchen war - immerhin geht es hier um Deko, nicht um etwas Lebensnotwendiges. Und dann fielen mir Folientischdecken in die Hände - Bingo! Die hab ich doppelt genommen, damit die Farbe nicht so transparent wirkte. Die drei Pakete habe ich dann auf einen ausrangierten Sonnenschirmstab aufgespießt und das ganze Arrangement in einen Pflanzkübel gesteckt, damit mir das Ganze bei der nächsten Windböe nicht durch die Gegend fliegt.


Natürlich bin ich auch schon mitten in der Weihnachtsgeschenkeproduktion. Da die Zu-Beschenkenden teilweise mitlesen, kann ich davon allerdings erst nach der Bescherung berichten :-) Aber ich kann ja was zeigen, was ich nicht verschenken werde. Ich wollte eigentlich Stoffservietten nähen und dazu einen Rollsaum-Nähfuß ausprobieren. Sah einfach aus, war es aber nicht, außerdem waren die Servietten für meinen Geschmack dann doch ein bisschen zu klein geraten. Na gut, dann nehme ich sie für mich und nutze sie als Taschentücher. Ist immer gut, einen Plan B zu haben :)


Wir haben übrigens mittlerweile ein drittes Briefchen im Garten gefunden - diesmal mit einem netten Dankeschön!

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